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Faszinierende Weichtiere: Warum wir Schnecken neu entdecken sollten

Oft nur als Salatkiller im Garten wahrgenommen, offenbaren Schnecken bei genauerer Betrachtung viele erstaunliche Fähigkeiten. Von körpereigenem Abwehrschaum über spektakuläre Fortpflanzungsrituale bis hin zu leeren Gehäusen als begehrte Unterkünfte für tierische Nachmieter prägen diese Weichtiere unsere Ökosysteme.

🌐 Räumlicher Bezug: deutschlandweit

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📰 Geeignet für: Print und Online

📦Komplettes Themenpaket

3 Titel- und Teaser-Varianten | Text (Kurz- und Langfassung) | 11 Fotos (300 dpi) | Bildunterschriften | 7 Texte für Online-Bilderstrecke | Textkasten „Erstaunliche Fakten“ | Mitmachen & Service

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Das Themenpaket im Detail

Pressefotos

Zum Herunterladen einzelner Motive bitte auf die entsprechenden Vorschaubilder klicken.

Motiv 1
Weinbergschnecke (Helix pomatia), (c) Birgit Emig/naturgucker.de

Bildunterschrift: Beim Fressen setzt die Weinbergschnecke auf ihre bis zu 40.000 winzigen Chitinzähnchen
Fotograf*in: Birgit Emig/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 21.07.2019
Aufnahmeort: Barbelroth
Bildgröße: 3072 × 2518 px

Motiv 2
Daudebardie (Daudebardia sp.), (c) Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de

Bildunterschrift: Daudebardien sind Halbnacktschnecken mit winzigem Gehäuse, in das sie sich nicht zurückziehen können
Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 23.04.2025
Aufnahmeort: Essen/Nordrhein-Westfalen
Bildgröße: 3866 × 2701 px

Motiv 3
Tigerschnegel (Limax maximus) bei der Paarung, (c) Gerd Kröniger/naturgucker.de

Bildunterschrift: Zwei Tigerschnegel bei der nächtlichen Paarung
Fotograf*in: Gerd Kröniger/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 13.08.2011
Aufnahmeort: Bayern
Bildgröße: 2736 × 3648 px

Motiv 4
Schäumende Gefleckte Weinbergschnecke (Cornu aspersum), (c) Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de

Bildunterschrift: Diese Gefleckte Weinbergschnecke fühlt sich bedroht und erzeugt zu ihrem Schutz schaumigen Schleim
Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 10.04.2026
Aufnahmeort: Essen/Nordrhein-Westfalen
Bildgröße: 3000 × 1997 px

Motiv 5
Zweifarbige Schneckenhaus-Mauerbiene (Osmia bicolor), (c) Stephanie Rübenach/naturgucker.de

Bildunterschrift: Weibliche Zweifarbige Schneckenhaus-Mauerbiene auf dem leeren Gehäuse einer Schnirkelschnecke
Fotograf*in: Stephanie Rübenach/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 07.05.2023
Aufnahmeort: Regensburg
Bildgröße: 3979 × 2839 px

Motiv 6
Schnirkelschnecke (Cepaea sp.) im Gehäuse einer Weinbergschnecke (Helix pomatia), (c) Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de

Bildunterschrift: Diese Schnirkelschnecke überwintert im leeren Gehäuse einer Weinbergschnecke
Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 21.01.2023
Aufnahmeort: Oberhausen
Bildgröße: 3000 × 2048 px

Motiv 7
Pilzschnegel (Malacolimax tenellus), (c) Ulrich Sach/naturgucker.de

Bildunterschrift: Frisst vor allem Pilze und lebt bevorzugt in alten, naturbelassenen Wäldern: der Pilzschnegel
Fotograf*in: Ulrich Sach/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 01.11.2023
Aufnahmeort: Wurmberg/Baden-Württemberg
Bildgröße: 4612 × 3069 px

Motiv 8
Bierschnegel (Limacus flavus), (c) Sandra Otzko/naturgucker.de

Bildunterschrift: Gilt in Deutschland als vom Aussterben bedroht: der Bierschnegel
Fotograf*in: Sandra Otzko/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 11.06.2020
Aufnahmeort: Breisach am Rhein
Bildgröße: 2500 × 1854 px

Motiv 9
Weinbergschnecke (Helix pomatia) mit Treppenwuchs, (c) Karola Schmidtmann/naturgucker.de

Bildunterschrift: Weinbergschnecke mit Treppenwuchs, einer sehr seltenen Deformation des Gehäuses
Fotograf*in: Karola Schmidtmann/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 09.07.2019
Aufnahmeort: Laboe
Bildgröße: 2048 × 1537 px

Motiv 10
Spanische Wegschnecke (Arion vulgaris), (c) Simon Reiss/naturgucker.de

Bildunterschrift: In der Natur und in Gärten vielerorts häufig: die Spanische Wegschnecke
Fotograf*in: Simon Reiss/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 29.07.2012
Aufnahmeort: Heidelberg
Bildgröße: 4096 × 2713 px

Motiv 11
Hainschnirkelschnecke (Cepaea nemoralis), (c) Daniel Gebhard/naturgucker.de

Bildunterschrift: Die Hainschnirkelschnecke ist farblich sehr variabel
Fotograf*in: Daniel Gebhard/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 14.08.2020
Aufnahmeort: Efringen-Kirchen
Bildgröße: 4000 × 2667 px

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3 Titel- und Teaser-Varianten

Faszinierende Weichtiere: Warum wir Schnecken neu entdecken sollten

Oft nur als Salatkiller im Garten wahrgenommen, offenbaren Schnecken bei genauerer Betrachtung viele erstaunliche Fähigkeiten. Von körpereigenem Abwehrschaum über spektakuläre Fortpflanzungsrituale bis hin zu leeren Gehäusen als begehrte Unterkünfte für tierische Nachmieter prägen diese Weichtiere unsere Ökosysteme.

Nützlich, vielfältig, unterschätzt: Warum Schnecken spannend und für die Natur wichtig sind

Über tausend Schneckenarten besiedeln die Land- und Wasserlebensräume Mitteleuropas. Viele von ihnen ernähren sich von Algen, Pilzen oder welkem Pflanzenmaterial und erfüllen damit zentrale Aufgaben im Naturhaushalt. Und sogar nach dem Tod leisten Gehäuseschnecken einen wertvollen Beitrag für andere Lebewesen.

Gemächlich, aber wichtig: Wie Schnecken die Natur bereichern

Von wegen nur langsam, glitschig und gefräßig! Mit komplexen Paarungsritualen, cleveren Abwehrmechanismen und erstaunlichen Lebensweisen bereichern Schnecken die biologische Vielfalt in Deutschland. Beobachtungen dieser oft unterschätzten Tiere liefern wertvolle Daten für die Forschung.

Kurztext (277 Wörter/2.086 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Schnecken genießen bei vielen Menschen keinen besonders guten Ruf. Oft werden sie darauf reduziert, in Gärten über Pflanzen herzufallen. Was allerdings nur sehr wenige Arten tatsächlich tun. Neben den weit über 50 in Nord- und Ostsee lebenden Meeresschneckenarten kommen im deutschen Binnenland rund 350 Schneckenspezies vor. Ein Großteil davon lebt an Land. Rund drei Viertel dieser Landschnecken tragen ein schützendes Gehäuse, während der Rest als Nacktschnecken unterwegs ist. Es gibt sogar einige Halbnacktschnecken, deren winzige Schale den Körper nur noch teilweise bedeckt – quasi wie ein Bikini.

Erstaunlich vielfältig fällt die Nahrungswahl der Landschnecken aus. Für einige von ihnen sind frische Pflanzen unwiderstehlich. Viele andere weiden hingegen Algen ab, verzehren Pilze oder abgestorbenes pflanzliches bzw. tierisches Material. Damit sind Schnecken für die Natur unentbehrlich – nicht zuletzt als Nahrung für Vögel, Säugetiere oder Insekten. Selbst verlassene Schneckenhäuser erfüllen noch wichtige Aufgaben. So dienen sie beispielsweise Wildbienen als Nistplatz und kleinen Tieren als Schutz vor Hitze.

Auch ihre Fortpflanzung ist ein sehr spannendes Thema. Da es sich um Zwitter handelt, befruchten sich zwei Schnecken bei der Paarung gegenseitig. Diese findet nicht immer am Boden statt. Tigerschnegel etwa haben „Bungee-Sex“, bei dem sie sich an einem Schleimfaden abseilen und sich dabei umeinander winden. Manche Arten setzen außerdem auf Liebespfeile. Das sind kleine, spitze Nadeln, die von den Schnecken selbst produziert werden und die sie in den Körper des Paarungspartners stoßen, um Hormone zu übertragen.

Wer eigene Schneckenbeobachtungen dokumentieren möchte, kann sich an einer speziellen Erfassung beteiligen. Unter naturgucker.de/bierschnegel sammelt Naturgucker gemeinsam mit dem Rote-Liste-Zentrum Funde des seltenen Bierschnegels. Umfassendes Artenwissen über Mollusken, also Schnecken und Muscheln, vermittelt der kostenlose Online-Kurs „Mollusken Grundwissen“ der NABU|naturgucker-Akademie unter NABU-naturgucker-Akademie.de/Mollusken-Grundwissen.

Langtext (542 Wörter/4.224 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Beim Gedanken an Schnecken haben viele Menschen sofort Bilder von zerfressenen Salatblättern und Gartenpflanzen im Kopf. Diese Vorstellung wird der biologischen Bedeutung dieser Weichtiere aber keineswegs gerecht. Neben den weit über 50 in Nord- und Ostsee lebenden Meeresschneckenarten kommen im deutschen Binnenland rund 350 Schneckenspezies vor. Ein Großteil davon lebt an Land.

Etwa 75 Prozent der Landschnecken tragen ein kalkhaltiges Gehäuse; die übrigen 25 Prozent gehören zu den Nacktschnecken. Eine faszinierende Zwischenform sind die Halbnacktschnecken, zu denen etwa die Vertreter der Gattung Daudebardia gehören. Ihre winzige Gehäuseschale bietet keinen Platz, um den gesamten Körper darin zurückzuziehen, sondern wird eher wie ein Miniatur-Bikini getragen.

Erstaunlich vielfältig ist die Nahrungswahl der Landschnecken. Nur ein sehr kleiner Teil der Arten vergreift sich an lebenden Pflanzen, beispielsweise in Gärten. Zahlreiche andere ernähren sich von Algenbelägen auf Felsen, von Pilzen oder von abgestorbenem Laub und Fallobst. Damit gehören Schnecken zu den wichtigsten Zersetzern im Naturhaushalt.

Zur Nahrungsaufnahme nutzen Schnecken ein einzigartiges Organ: ihre Raspelzunge, die sogenannte Radula. Sie ist mit Tausenden mikroskopisch kleinen Chitinplättchen besetzt. Bei Weinbergschnecken und einigen anderen Schneckenarten summiert sich die Zahl dieser Zähnchen auf bis zu 40.000! Damit sind sie die Tiere mit den meisten Zähnen im Tierreich, obwohl es sich streng genommen nicht um Zähne wie die von Säugetieren handelt.

Bei Bedrohung produzieren einige Schneckenarten zähen Schaum. Dafür stoßen sie Luft und Schleim schnell aus ihrer Atemhöhle. Dieser Schaum soll Fressfeinde abschrecken, was oft ziemlich gut funktioniert. Der Schneckenschleim selbst besitzt bemerkenswerte Eigenschaften. Er schützt die feuchte Haut der Schnecken vor Austrocknung, ermöglicht ihnen das mühelose Gleiten über scharfe Kanten und enthält Wirkstoffe mit antibakterieller sowie wundheilender Kraft. Für Medizin und Kosmetik werden diese Wirkstoffe zunehmend erforscht.

Komplex ist das Liebesleben dieser Zwitterwesen, die sowohl männliche als auch weibliche Keimzellen besitzen. Beim Paarungsakt setzen viele Gehäuseschnecken winzige Liebespfeile ein. Das sind Kalkstrukturen, die Sekrete übertragen, die die Befruchtungschancen erhöhen. Eine besonders spektakuläre Paarung vollziehen Tigerschnegel: Sie haben so etwas wie „Bungee-Sex“. Hierbei seilen sich die beiden Tiere an einem selbst produzierten Schleimfaden ab und vollziehen eng umschlungen die Fortpflanzung in der Luft.

Und dann sind da noch die Schneckenkönige – eine äußerst seltene Laune der Natur. Bei diesen Individuen ist alles spiegelverkehrt, angefangen bei der Windungsrichtung des Gehäuses bis hin zur Anordnung der inneren Organe. Daraus ergibt sich für sie ein fataler Nachteil: Schneckenkönige können sich nicht fortpflanzen, da sich auch die dafür entscheidenden Organe auf der falschen Seite befinden.

Ebenfalls ausgesprochen selten ist der Treppenwuchs, den Fachleute als skalaride Fehlbildung bezeichnen. Dabei sind die Windungen des Gehäuses korkenzieherartig auseinandergezogen, sodass die Häuser dieser Schnecken viel höher sind als die ihrer Artgenossen.

Apropos Schneckenhäuser: Nachdem die Schnecke gestorben ist, erfüllen die kleinen Behausungen in der Natur wichtige Aufgaben. Verlassene Häuser dienen Wildbienen, darunter die Zweifarbigen Schneckenhaus-Mauerbiene, als Nistplatz, bieten Einsiedlerkrebsen an Meeresstränden Schutz und gewähren anderen Kleinlebewesen Zuflucht vor Sommerhitze und Kälte. Zugleich bilden Schnecken eine wichtige Nahrungsgrundlage für Drosseln, Igel, Laufkäfer oder Glühwürmchenlarven. Einige Arten werden von hochspezialisierten Parasiten wie Saugwürmern befallen.

Wer die Erforschung seltener Arten unterstützen möchte, kann eigene Schneckenbeobachtungen beisteuern. Auf naturgucker.de/bierschnegel sammelt Naturgucker gemeinsam mit dem Rote-Liste-Zentrum gezielt Funde des in Deutschland stark gefährdeten Bierschnegels. Ein kostenloser Online-Kurs unter NABU-naturgucker-Akademie.de/Mollusken-Grundwissen vermittelt fundiertes Wissen über die Anatomie und Lebensweise von Schnecken und anderen Weichtieren.

Textkasten „Erstaunliche Fakten“ (324 Wörter/2.371 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Zehn erstaunliche Fakten über Schnecken

  • Große Artenvielfalt: In Deutschland kommen mehr als zw0 Schneckenarten vor. Der Großteil davon lebt an Land, doch es gibt auch Schnecken im Süßwasser sowie in der Nord- und Ostsee.
  • Mit und ohne Gehäuse: Etwa 75 Prozent der Landschnecken Deutschlands tragen ein Gehäuse, die restlichen 25 Prozent gehören zu den Nacktschnecken. Alle im Süßwasser lebenden Schneckenarten tragen ebenfalls ein Gehäuse. In der Nord- und Ostsee gibt es sowohl Gehäuse- als auch Nacktschnecken.
  • Nicht ganz ohne – die Halbnacktschnecken: Ihr Gehäuse ist so klein, dass sie sich nicht mehr vollständig darin zurückziehen können. Zu den in Deutschland lebenden Halbnacktschnecken zählen zum Beispiel die Tiere der Gattung Daudebardia.
  • Rekordhalter in Sachen Zähne: Weinbergschnecken und einige andere Arten besitzen auf der Raspelzunge bis zu 40.000 mikroskopisch kleine Chitinzähnchen. Damit gelten sie als die Tiere mit den meisten Zähnen.
  • Frisches Grünzeug schmeckt nicht allen: Nur wenige Schneckenspezies fressen frisches Grün in der Natur und im Garten. Weitaus mehr Arten ernähren sich von Algen, Pilzen und verrottenden Pflanzenteilen.
  • Selbstgemachter Schutzschaum: Bei Gefahr stoßen manche Schnecken sehr schnell Luft und ein schleimiges Sekret aus. Der dadurch entstehende Schaum soll Fressfeinde abschrecken.
  • Wundermittel Schleim: Schneckenschleim schützt die Haut der Tiere vor Austrocknung und Verletzungen. Aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung wird er in der Medizin und Kosmetik sehr geschätzt.
  • Liebespfeile und Sex in der Luft: Ein großer Teil der in Deutschland lebenden Schneckenarten ist zwittrig. Bei der Paarung setzen einige Gehäuseschnecken kalkhaltige „Liebespfeile” ein, während sich Tigerschnegel mithilfe von Schleimfäden frei abseilen und Sex in luftiger Höhe haben.
  • Seltene Schneckenkönige: Bei sogenannten Schneckenkönigen windet sich das Gehäuse spiegelverkehrt. Auch ihre inneren Organe sind seitenverkehrt im Körper angeordnet. Diese Laune der Natur kommt nur sehr selten vor.
  • Haus-Recycling: Verlassene Schneckenhäuser dienen Wildbienen als Nistkammer und bieten Käfern, kleinen Schnecken sowie vielen anderen Tieren Schutz vor Hitze und Witterungseinflüssen.

Wer mehr über die Vielfalt und das Leben der Schnecken erfahren möchte, findet im kostenlosen Online-Kurs „Mollusken Grundwissen“ der NABU|naturgucker-Akademie einen Einstieg in diese unterschätzte Tiergruppe.

7 Texte für Online-Bilderstrecke
Wichtiger technischer Hinweis

Bitte verwenden Sie für Ihre Berichterstattung ausschließlich die hier angegebenen Permalinks. Aus der Browserzeile kopierte Links sind individuelle Session-Links und funktionieren bei Ihren Leser*innen nicht.

Weinbergschnecke (Helix pomatia), (c) Birgit Emig/naturgucker.de
Die Tiere mit den meisten Zähnen sind … Schnecken!

Weinbergschnecken tragen bis zu 40.000 kleine Chitinzähnchen auf ihrer Raspelzunge. Damit können sie mühelos Algen von Oberflächen abreiben und welkes Pflanzenmaterial zerteilen. Gemeinsam mit einigen weiteren Schneckenarten halten sie damit den Rekord der meisten Zähne im Tierreich.

Fotograf*in: Birgit Emig/naturgucker.de

Tigerschnegel (Limax maximus) bei der Paarung, (c) Gerd Kröniger/naturgucker.de
Bungee-Sex am Schleimfaden

Beim Tigerschnegel ist der Sex eine Luftnummer. Haben sich zwei Individuen gefunden, seilen sie sich zur Paarung gemeinsam an einem zähen Schleimfaden von einer höher gelegenen Stelle ab und befruchten sich in der Luft gegenseitig.

Fotograf*in: Gerd Kröniger/naturgucker.de

Daudebardie (Daudebardia sp.), (c) Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Nicht ganz ohne

Während Menschen manchmal vor Wut schäumen, nutzen Schnecken Schaum zu ihrem Schutz. Bei Gefahr stoßen manche Arten blitzschnell Luft und Schleim aus ihrer Atemhöhle aus. Der entstehende Schaum soll angreifende Fressfeinde abwehren.

Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de

Schäumende Gefleckte Weinbergschnecke (Cornu aspersum), (c) Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Schutzschaum mal anders

Spezialisten wie das Polster-Kissenmoos (Grimmia pulvinata) besiedeln selbst extrem sonnenexponierte Standorte wie Mauerkronen, Dachziegel oder Betonsockel. Lange, weiße Glashaare an den Blattspitzen verleihen den Mooskissen einen silbrigen Schimmer. Diese Haare erfüllen eine wichtige Schutzfunktion, da sie starkes Sonnenlicht reflektieren und die Verdunstung reduzieren.

Fotograf*in: Markus Koschinsky/naturgucker.de

Weinbergschnecke (Helix pomatia) mit Treppenwuchs, (c) Karola Schmidtmann/naturgucker.de
Seltene Schnecken-Hochhäuser

Eine nur sehr vereinzelt auftretende Deformation bei Gehäuseschnecken ist der sogenannte Treppenwuchs (skalaride Fehlbildung). Dabei sind die einzelnen Windungen des Gehäuses korkenzieherartig auseinandergezogen, sodass das Haus viel höher ist als bei den nicht betroffenen Artgenossen – quasi ein Hochhaus.

Fotograf*in: Karola Schmidtmann/naturgucker.de

Schnirkelschnecke (Cepaea sp.) im Gehäuse einer Weinbergschnecke (Helix pomatia), (c) Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Haus-Recycling

Nachnutzung garantiert: Verlassene Gehäuse sind begehrte Immobilien. Spezialisierte Wildbienen nutzen die kalkhaltigen Gebilde als geschützten Nistplatz für ihren Nachwuchs. Außerdem suchen viele verschiedene kleine Tiere ausgediente Schneckenhäuser als Schutz vor Hitze und Witterung auf. An der Küste ziehen Einsiedlerkrebse in leere Schneckenhäuser ein.

Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de

Bierschnegel (Limacus flavus), (c) Sandra Otzko/naturgucker.de
Nächtlicher Bierliebhaber gesucht

Der Bierschnegel gilt in Deutschland als vom Aussterben bedroht. Er lebt bevorzugt in feuchten Kellern und dunklen Verstecken. Im Rahmen einer gemeinsam mit dem Rote-Liste-Zentrum durchgeführten Meldeaktion sammelt Naturgucker aktuelle Fundmeldungen unter naturgucker.de/bierschnegel.

Fotograf*in: Sandra Otzko/naturgucker.de

Mitmachen & Service
Wichtiger technischer Hinweis

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Artporträt des Bierschnegels im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=514741941&?desktop=1

Gattungsporträt der Daudebardien im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?album=-15540483046&?desktop=1

Artporträt der Gefleckten Weinbergschnecke im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=2000419920&?desktop=1

Artporträt der Hainschnirkelschnecke im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=-174814737&?desktop=1

Artporträt des Pilzschnegels im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=661105359&?desktop=1

Gattungsporträt der Schnirkelschnecken im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?album=14076781116&?desktop=1

Artporträt der Spanischen Wegschnecke im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=709789162&?desktop=1

Artporträt des Tigerschnegels im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=-6900538&?desktop=1

Artporträt der Weinbergschnecke im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=-1411192834&?desktop=1

Artporträt der Zweifarbigen Schneckenhaus-Mauerbiene im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=588358089&?desktop=1

Meldeseite für Beobachtungen des Bierschnegels:
https://naturgucker.de/bierschnegel

Infos zur Bierschnegel-Meldeaktion beim Rote-Liste-Zentrum:
https://www.rote-liste-zentrum.de/themenwelt/news/bierschnegel-gesucht

Eigene Naturbeobachtungen melden:
https://naturgucker.de

Kostenloser E-Learning-Kurs der NABU|naturgucker-Akademie:
Schnecken (Mollusken) Grundwissen: https://NABU-naturgucker-Akademie.de/Mollusken-Grundwissen/

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Gaby Schulemann-Maier
Tel.: +49 (0)152/09432828
E-Mail: presse@NABU-naturgucker.de

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