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Aktion Nesselraupen

  • Raupe des Admirals (Vanessa atalanta), (c) Christa Schwegmann/NABU-naturgucker.de
    Raupe des Admirals (Vanessa atalanta), (c) Christa Schwegmann/NABU-naturgucker.de

Stand: 27.07.2026

Dieses Mal werfen wir einen Blick auf die Mitmachaktion → Nesselraupen, die NABU|naturgucker und der NABU vom 8. Juni bis 8. Juli gemeinsam durchgeführt haben. Passend dazu haben wir einige spannende Zahlen zusammengestellt. Der Distelfalter, dessen Raupen ebenfalls an Brennnesseln fressen und der eigentlich keine Zielart unserer Meldeaktion ist, wird derzeit offenbar ebenfalls → sehr häufig gemeldet. Doch wie sieht es bei den anderen Nesselraupen aus, auf die unsere gemeinsame Meldeaktion abzielte?

⚠️Hinweis: Viele Grafiken sind interaktiv. Ihre Legendeneinträge lassen sich per Klick auswählen. Zusatzinformationen zu den Diagrammen können Sie anzeigen lassen, indem Sie mit dem Mauszeiger darüber fahren. Probieren Sie es aus!

Während des Aktionszeitraums gingen auf unserem Meldeportal insgesamt 22 296 Schmetterlingsbeobachtungen (Lepidoptera) ein. Davon entfielen 2 696 Meldungen – also rund 12 % – auf die sieben Zielarten der Aktion: Admiral (Vanessa atalanta), Tagpfauenauge (Aglais io), Landkärtchen (Araschnia levana), Kleiner Fuchs (Aglais urticae), C-Falter (Polygonia c-album), Nesselzünsler (Patania ruralis) und Brennnesselzünsler (Anania hortulata).

Dieser Anteil ist seit 2020 im jeweiligen Aktionszeitraum (8. Juni bis 8. Juli) erstaunlich konstant. Zwar wurden in diesem Jahr etwas weniger Schmetterlingsbeobachtungen dokumentiert als 2025, gleichzeitig beteiligten sich jedoch mehr Menschen mit Meldungen auf unserem Meldeportal.

Von den 2 696 Beobachtungen war rund ein Viertel mit einem Fotobeleg versehen (708 Beobachtungen, 26 %).

Werfen wir nun einen Blick darauf, wie sich die mehr als 2 000 Beobachtungen auf die einzelnen Arten verteilen. Wie schon in den meisten Jahren seit 2020 entfielen die meisten Meldungen auf Admiral, Kleinen Fuchs und Tagpfauenauge. Fast ebenso häufig wurde 2026 der C-Falter beobachtet, obgleich sowohl er als auch der Kleine Fuchs seltener gemeldet wurden als noch 2025. Da sich die Mitmachaktion gezielt auf Raupenfunde ausgerichtet ist, haben wir außerdem die Verteilung der Raupenbeobachtungen für die einzelnen Schmetterlingsarten visualisiert.

Zunächst fällt auf, dass deutlich weniger Raupenbeobachtungen als Sichtrungen erwachsener Schmetterlinge eingegangen sind. Das ist wenig überraschend, denn Raupen sind oft schwer zu entdecken. Die meisten gemeldeten Raupen stammten vom Tagpfauenauge – ein Muster, das sich auch in den anderen Jahren seit 2020 zeigt. Von den insgesamt 79 Raupenbeobachtungen waren 55 mit einem Fotobeleg versehen (70 %).

Nun stellt sich die Frage, ob die sieben Zielarten in allen Bundesländern gleichermaßen häufig erfasst wurden. Zur Beantwortung haben wir die sieben Zielarten nach Bundesländern ausgewertet und die Ergebnisse in Kreisdiagrammen dargestellt. Ein Klick auf das Diagramm des jeweiligen Bundeslandes zeigt die absoluten und relativen Beobachtungszahlen. Interessanterweise zeichnet sich dabei ein geografisches Muster ab: Im Süden wurde das Tagpfauenauge (blau) häufiger erfasst als im Norden, während der Admiral (orange) im Norden einen größeren Anteil der Meldungen ausmachte. Dieses Muster haben wir uns anschließend noch einmal genauer angesehen.

Auch der direkte Vergleich der Beobachtungen von Admiral und Tagpfauenauge zeigt dieses Muster: Im Süden entfällt ein größerer Anteil der Meldungen auf das Tagpfauenauge, während der Admiral im Norden häufiger erfasst wurde. Besonders deutlich wird der Unterschied, wenn in der Legende jeweils eine der beiden Arten ausgeblendet wird.

Vielen Dank an alle, die während der Aktion Nesselraupen und Schmetterlinge beobachtet und gemeldet haben. Jede einzelne Beobachtung trägt dazu bei, mehr über unsere Schmetterlingswelt zu erfahren.