Im Folgenden erfahren Sie mehr über die Zielarten der jeweils aktuellen phänologischen Zeiträume, die im Fokus unseres Beobachtungsprojektes zur Phänologie stehen. Unser Partner hierbei ist der → Deutschen Wetterdienst (DWD). Nähere Informationen über das Projekt selbst sowie die Beobachtungsaufgaben finden Sie → hier.
Erstfrühling: Garten-Forsythie (Forsythia x intermedia)
Hier geht es zum → Artporträt auf dem Meldeportal von NABU|naturgucker.
Die Garten-Forsythie wird im allgemeinen Sprachgebrauch häufig einfach als Forsythie bezeichnet. Weitere im deutschen Sprachraum gebräuchliche Namen lauten Goldflieder und Goldglöckchen.
Es handelt sich bei der Garten-Forsythie um eine Hybride zweier Arten aus der Gattung der Forsythien (Forsythia), was am x im wissenschaftlichen Namen zu erkennen ist. In Europa ist F. suspensa × F. viridissima relativ weit verbreitet. Als Zierpflanze ist die Garten-Forsythie beliebt, sie findet sich vor allem in Gärten, Parkanlagen und beispielsweise auf Friedhöfen. Gelegentlich ist sie darüber hinaus in freier Natur anzutreffen.
Bei der Garten-Forsythie handelt es sich um einen aufrecht wachsenden Strauch, dessen Wuchshöhe 3 m bis 4 m betragen kann.
Charakteristisch ist, dass die leuchtend gelb gefärbten Blüten vor dem Blattaustrieb erscheinen. Je nach Sorte fällt der Blühbeginn in die Zeit von März bis Mai.
Hinweis: Weil die meisten Sorten der Garten-Forsythie von Insekten nicht als Nahrungsquellen genutzt werden, werden diese Pflanzen von einigen Expert*innen kritisch gesehen.
Erwähnt sei außerdem, dass sämtliche Teile der Garten-Forsythie als schwach giftig gelten.
Erstfrühling: Scharbockskraut (Ficaria verna)
Hier geht es zum → Artporträt auf dem Meldeportal von NABU|naturgucker.
Beim Scharbockskraut handelt es sich um eine frühjahrsgrüne, ausdauernde krautige Pflanze. Ihre Wuchshöhe beträgt nur 10 cm bis 20 cm. Weithin sichtbar sind die leuchtend gelben Blüten. Das gilt umso mehr, weil das Scharbockskraut meist größere Bestände, sogenannte Rasen, bildet.
Von Natur aus wächst diese Pflanzenart häufig und oft zahlreich in Auwäldern und krautreichen Laubmischwäldern. Daneben tritt sie regelmäßig in den Grünanlagen der Städte und Siedlungen auf, bevorzugt an schattigen bis halbschattigen Standorten wie beispielsweise unter altem Baumbestand oder im Heckenbereich. Manche Gärten bieten ihr ebenfalls gute Bedingungen.
Nicht zuletzt aufgrund ihrer frühen Blütezeit – vereinzelt schon ab Februar, ansonsten weitestgehend ab März – ist diese Pflanzenart eigentlich unverwechselbar.
Ihre gelben und glänzenden Blüten ähneln denen der nahe verwandten Hahnenfuß-Arten (Ranunculus). Von diesen unterscheidet sich das Scharbockskraut im Habitus durch seine ungeteilten, rundlich-herzförmigen, meist glänzenden Laubblätter, seine geringe Wuchshöhe und den meistens rasenförmigen, das heißt den Boden bedeckenden Wuchs.
Mitunter tritt das Scharbockskraut gemeinsam mit dem → Busch-Windröschen (Anemone nemorosa) auf.
Ihr Artenwissen vergrößern bei der NABU|naturgucker-Akademie
Für alle, die gern ihr Wissen über Pflanzen ausbauen möchten, gibt bei der NABU|naturgucker-Akademie demnächst mehrere unterschiedlich umfangreiche Lernangebote, von denen ein Kurs bereits zur Verfügung steht:
- Pflanzen Grundwissen
- Pflanzen kompakt (ab 11/2026)
- Gräser Aufbauwissen (ab 09/2026)
- Farne, Schachtelhalme, Bärlappe Aufbauwissen (ab 11/2026)
- Moose Grundwissen (ab 05/2026)
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