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Sommerinsekten

  • Gemeine Feuerwanzen (Pyrrhocoris apterus) beim 'Gruppenkuscheln', (c) Benjamin Franke/NABU-naturgucker.de
    Gemeine Feuerwanzen (Pyrrhocoris apterus), (c) Benjamin Franke/NABU-naturgucker.de

European Biodiversity Sampling Week 2026

Eine Woche mit Citizen-Science-Aktivitäten rund um die Erfassung der Artenvielfalt

Die biologische Vielfalt zu beobachten, ist vergleichbar mit einem regelmäßigen Gesundheitscheck für unseren Planeten. Erst durch verlässliche Daten wird sichtbar, welche Arten seltener werden und wo natürliche Lebensräume aus dem Gleichgewicht geraten. Da Wissenschaftler*innen nicht überall gleichzeitig unterwegs sein können, ist Citizen Science, also die Bürger*innen-Wissenschaft, eine wertvolle Ergänzung.

Logo European Biodiversity Sampling Week

Anlässlich des Internationalen Tags der biologischen Vielfalt am Freitag, den 22. Mai 2026, bringt die → Biodiversity Sampling Week (BDSW) Menschen zusammen, die die Natur bewusst wahrnehmen, beobachten und dokumentieren möchten. Dabei steht nicht allein das Sammeln von Daten im Mittelpunkt: Die Teilnehmenden schärfen ihren Blick für die Umwelt vor der eigenen Haustür und werden Teil einer engagierten Gemeinschaft, die sich aktiv für den Schutz der Natur einsetzt.

Die Aktionen finden in ganz unterschiedlichen Lebensräumen statt: in Städten, in Agrarlandschaften, an Gewässern und entlang von Küsten. Dabei reicht das Spektrum von etablierten Citizen-Science-Projekten bis hin zu besonderen Formaten wie Bioblitzes. Einige Aktionen dauern nur einen Tag, andere mehrere Tage oder sogar die gesamte Woche rund um den 22. Mai.

Auch wir von NABU|naturgucker sind mit dabei und bieten Ihnen mit unserer Aktion Sommerinsekten eine Möglichkeit, sich zu beteiligen.

Sommerzeit = Insektenzeit

Wildbienen, die geschäftig von Blüte zu Blüte fliegen, schimmernde Käfer, zirpende Heuschrecken oder farbenfrohe Schmetterlinge – wenn es im Sommer draußen lebendig brummt und summt, lohnt sich ein genauer Blick auf die faszinierende Welt der Insekten.

Gerade in dieser Zeit bieten Wiesen, Gärten und andere grüne Orte beste Möglichkeiten, zahlreiche unterschiedliche Arten zu entdecken. Insekten sind unverzichtbare Bestandteile unserer Ökosysteme und erfüllen dort viele zentrale Aufgaben: Sie bestäuben Pflanzen, bauen organisches Material ab, bilden die Grundlage zahlreicher Nahrungsketten und geben gleichzeitig Hinweise darauf, wie gesund unsere Umwelt ist.

So beeindruckend ihre Vielfalt auch sein mag, ihr Rückgang bereitet große Sorge. Seit Jahren nehmen die Bestände vieler Insektenarten in Deutschland deutlich ab – unter anderem durch schwindende Lebensräume, den Einsatz von Pestiziden und eine intensive Flächennutzung. Fehlen Insekten, gerät jedoch das natürliche Gleichgewicht zunehmend aus der Balance. Umso wertvoller sind Beobachtungen, die dabei helfen, mehr über ihr aktuelles Vorkommen und ihre Lebensräume zu erfahren.

Unterstützen Sie mit Ihren Beobachtungsmeldungen dabei, die Insektenwelt in Deutschland besser zu verstehen und herauszufinden, wo diese vielfältigen Tiere noch geeignete Lebensbedingungen findet!

Insektenbeobachtungen per Aktionsseite melden

Besonders einfach geht das Melden Ihrer Insektenbeobachtungen mithilfe unserer → Aktionsseite. Sie lässt sich auf allen Geräten vom Smartphone übers Tablet bis zum Desktop-Computer per Browser aufrufen. Zum Hochladen von Insektenbeobachtungsdaten und dazu gehörenden Fotos ist eine bestehende Internetverbindung erforderlich.

Dank der aussagekräftigen Bilder im Meldeformular auf der Aktionsseite können Sie die beobachteten Arten leicht selbst bestimmen. Falls Sie trotzdem weitere Unterstützung brauchen, bietet Ihnen die Aktionsseite eine automatische Bestimmungshilfe auf KI-Basis sowie bebilderte Porträts von 500 in Deutschland häufig beobachteten Insektenarten, Gattungen und Familien.

Startseite der Aktionsseite Sommerinsekten

Auf der Aktionsseite können Sie im Bereich „Beobachtung“ zudem sehen, welche Arten bereits von anderen Teilnehmenden gemeldet wurden. Über die Kommentarfunktion können Sie sich mit anderen Aktiven austauschen und bei Bedarf Unterstützung erhalten, wenn Sie sich bei der Bestimmung Ihrer Beobachtungen trotz allem unsicher sind.

So können Sie direkt mit dem Melden Ihrer Insektensichtungen beginnen! Jede dokumentierte Beobachtung ist wertvoll und trägt dazu bei, wichtige Erkenntnisse zu gewinnen. Und wenn Sie Gefallen an der Insektenbeobachtung gefunden haben, was wir sehr hoffen, können Sie die Aktionsseite das ganze Jahr über verwenden.

Zielarten

Grundsätzlich können und sollen alle beobachteten Insekten gemeldet werden. Gleichzeitig ist die Vielfalt der Insekten enorm groß. Um Ihnen den Einstieg zu erleichtern, konzentrieren wir uns daher auf zwölf besonders häufige, gut erkennbare und auffällige Arten, die in Deutschland vielerorts zuverlässig und häufig anzutreffen sind, wenn auch nicht alle in denselben Lebensräumen und während derselben Zeit:

  • Ackerhummel (Bombus pascuorum)
  • Blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea)
  • Blaue Holzbiene/Schwarzfühler-Holzbiene (Artenpaar) (Xylocopa violacea/valga)
  • Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus)
  • Gemeine Feuerwanze (Pyrrhocoris apterus)
  • Grünes Heupferd (Tettigonia viridissima)
  • Lederwanze (Coreus marginatus)
  • Siebenpunkt-Marienkäfer (Artenpaar) (Coccinella magnifica/septempunctata)
  • Tagpfauenauge (Aglais io)
  • Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum)
  • Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni)

Wer aufmerksam beobachtet, wird darüber hinaus wahrscheinlich zahlreiche weitere, möglicherweise sogar seltene Insekten entdecken. Auch diese können Sie melden: Fotografieren Sie Ihre Sichtung am besten und laden Sie das Bild anschließend unkompliziert zusammen mit den Beobachtungsdaten auf unserer Aktionsseite hoch.

Projektzeitraum

Die beste Beobachtungszeit für Insekten liegt zwischen Mai und Oktober, da in diesen Monaten besonders viele von ihnen aktiv sind. In dieser Phase lassen sich die meisten Arten gut finden und miteinander vergleichen. Grundsätzlich können Beobachtungen jedoch auch außerhalb dieses Zeitraums gemeldet werden. Und natürlich ist hierbei zu beachten, dass sich die Flugzeiten der einzelnen Arten deutlich unterscheiden. Dasselbe gilt für die Zeiten, in denen sie als Larven bzw. Nymphen oder als erwachsene Individuen (Imagines) draußen anzutreffen sind.

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Weshalb Name und E-Mail-Adresse beim Melden wichtig sind

Vielleicht fragen Sie sich, weshalb Sie beim Melden Ihrer Beobachtungen Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse angeben müssen. Das hat wichtige Gründe:

  1. Wir sind dazu verpflichtet, die gesetzlichen Vorgaben zur Kennzeichnung Urheberrecht zu befolgen. Das bedeutet, auf unserem Meldeportal dargestellte Beobachtungen, Bilder und Videos müssen mit den Namen der Melder*innen gekennzeichnet werden. Hintergrundinformationen dazu finden Sie in einem → Beitrag zu diesem Thema.
  2. Alle auf unserem Meldeportal veröffentlichten Beobachtungen, Bilder und Videos werden der Forschung und dem Naturschutz zur Verfügung gestellt. Bei der Auswertung der Daten kann es geschehen, dass sich Rückfragen zu einzelnen Sichtungen ergeben. Dafür ist es wichtig, dass wir Sie per E-Mail erreichen können. Sollen Ihre Daten in einer wissenschaftlichen Publikation zitiert werden, erfolgt dies in der Regel wegen der Urheberrechtsvorgaben mit Namen; siehe dazu auch Punkt 1.

Grundsätzlich behandelt NABU|naturgucker Ihre personenbezogenen Daten so, dass die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union erfüllt sind. Hier finden Sie unsere → Datenschutzerklärung.

Tipps zur Technik

Am besten lassen sich unsere Aktionsseiten und die mobile Meldeseite von NABU|naturgucker im Browser Ecosia bedienen. In anderen Browsern kann es zu längeren Ladezeiten etc. kommen. Nach einiger Zeit (meist ca. 15 Minuten) der Nichtbenutzung wird die Serversitzung automatisch beendet. Um die Aktionsseite weiter verwenden zu können, laden Sie sie einfach noch einmal neu.

Wenn Sie möchten, dass Ihre aktuelle Position vom Smartphone automatisch ins Meldeformular übernommen werden kann, geben Sie dies bitte frei. Gegebenenfalls müssen Sie dazu die Datenschutzeinstellungen bzw. die Freigabe der Ortungsdienste an Ihrem Gerät bearbeiten. Auf dem iPhone ist es erforderlich, im Browser die Ortungsdienste freizugeben und in den Ortungsdiensten wiederum den Browser.

Hinweis: Bei der Nutzung des Browsers Firefox ergeben sich leider oft technische Probleme mit unseren Aktionsseiten und der mobilen Meldeseite. Wir empfehlen die Verwendung von Ecosia, Opera, Chrome oder Edge.

Ihr Artenwissen vergrößern bei der NABU|naturgucker-Akademie

Für alle, die gern ihr Wissen über Insekten ausbauen möchten, gibt es gleich mehrere unterschiedlich umfangreiche Lernangebote zu dieser faszinierenden Tiergruppe. Ganz egal, ob Sie sich für Hautflügler, Heuschrecken, Libellen, Käfer, Schmetterlinge oder Wanzen interessieren – Sie werden im Kurssortiment fündig. Neben Informationen über Körperbau und Biologie der jeweiligen Artengruppen gibt es natürlich auch immer Lektionen, die sich mit der Bestimmung befassen. Klicken Sie sich rein!

Startseite der NABU|naturgucker-Akademie

Die NABU|naturgucker-Akademie ist ein Online-Lernort für Naturbegeisterte mit vielfältigem Angebot. Dabei entscheiden Sie, wann und wie viel Sie lernen möchten. Sämtliche Inhalte stehen Ihnen kostenlos zur Verfügung.

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