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Griechenland: Naturkundliches im unbekannten Nordosten

  • Blick auf die Nestosschlucht, (c) Dr. Alexander Wirth/NABU-naturgucker.de
    Blick auf die Nestosschlucht, (c) Heinz Bunse

Land: Griechenland
Termin: 06.05.2027 bis 15.05.2027 (10 Reisetage)
Reiseleitung: → Dr. Alexander Wirth
Teilnehmende: min. 5, max. 12
Reiseveranstalter: NABU|naturgucker-Reisen

Allgemeine Informationen

Eine atemberaubende Landschaft mit einer einzigartigen Vielfalt an Lebensräumen, Pflanzen, Vögeln und Schmetterlingen erwartet uns auf der Reise in den Nordosten Griechenlands. Dieser Reichtum in → Zentralmakedonien und Ostmakedonien sowie in → Thrakien ist selbst unter Naturbegeisterten noch wenig bekannt. Wir stellen ihn in seiner Gesamtheit in den Fokus dieser Reise.

Wir werden uns zwischen der Ägäis und dem bis zu 1 956 Meter hohen Pangaion-Massiv bewegen. In dieser vergleichsweise üppigen Region kommen fast alle Vegetationszonen Griechenlands vor, und es gedeihen dort mehr als 1 000 Pflanzenarten.

Vom Fischerdorf Keramoti aus erkunden wir das → Nestos-Delta, das zu den wichtigsten Feuchtgebieten Europas zählt und Heimat für über 320 Vogelarten, Schildkröten und seltene Pflanzen ist. Flussaufwärts wandern wir durch die Nestos-Schlucht, die mit botanischen Besonderheiten wie der Haberlee und einer großen Schmetterlingsfauna beeindruckt. Alpine Eindrücke sowie eine artenreiche Flora und Fauna erwarten uns im Pangaion-Massiv.

An der türkischen Grenze lernen wir mit dem → Evros-Delta und dem artenreichen → Dadia-Wald zwei weitere Natur-Sehenswürdigkeiten kennen.

Als dritte naturkundliche Region besuchen wir den nordwestlich von Serres gelegenen → Kerkini-See, der sich in den vergangenen Jahrzehnten zum Vogelparadies entwickelt hat. Mit dieser Reise unterstützt NABU|naturgucker-Reisen die griechische Organisation → BirdWING.

Programm

1. Tag: Anreise nach Thessaloniki

Anreise nach Thessaloniki im Nordosten Griechenlands. Je nach persönlicher Präferenz kann dies klimaschonend per Bahn oder per individueller Pkw-Anreise bzw. Flug erfolgen. Unser Treffpunkt ist der Flughafen von Thessaloniki. Gemeinsamer Transfer zur Forest Inn Lodge in den Wald von Dadia.

2. Tag: der Wald von Dadia

Heute widmen wir uns Geiern und Greifvögeln im Dadia-Wald. Mit etwas Glück können wir drei  Geierarten beobachten. Auf dem Rückweg zur Forest Inn Lodge haben wir ein besonderes  Augenmerk auf die botanischen Kostbarkeiten.

3. Tag: Dadia – Adriani-See – Lagunen – Keramoti

An diesem Tag erkunden wir den südwestlichen Teil des Waldes. Hier hoffen wir auf Orchideen aus dem  anatolischen Florenkreis wie das → Gespornte Waldvögelein (Cephalanthera epipactoides). Weiter geht es zum Wasserrückhaltebecken bei Adriani, das sich zu einem beachtlichen Biotop entwickelt hat. Wir treffen hier unter anderem auf → Rotflügel-Brachschwalben (Glareola pratincola) und Seeschwalben, aber auch auf verschiedene Insekten wie Libellen und Schmetterlinge. Von dort geht es weiter nach Südwesten zu den thrakischen Lagunen. Mit etwas Glück können wir hier den → Östlichen Hundsstern (Rhazya orientalis) entdecken.

4. bis 6. Tag: Keramoti mit Ausflug zur Insel Thassos

An diesen Tagen begeben wir uns auf die Erkundung des Nestos-Deltas (Zarkadia) und der Sieben-Seen-Landschaft bei Chrysoupoli. Sowohl botanisch als auch entomologisch gibt es in diesen Gebieten eine beeindruckende Artenvielfalt zu entdecken.

Wir erkunden zu Fuß die Nestos-Schlucht. Dort erwarten uns verschiedene Ragwurz-Arten wie die → Busen-Ragwurz (Ophrys mammosa), die → Bremsen-Ragwurz (Ophrys oestrifera) und das → Wanzen-Knabenkraut (Orchis coriophora). Abhängig vom Vegetationszustand können wir außerdem auf die einzigartige → Haberlee (Haberlea rhodopensis) treffen, eine Art aus der Familie der → Gesneriaceae mit überwiegend tropischer Verbreitung. Zudem weist die Schlucht eine interessante Falterfauna auf. Mit etwas Glück können darüber hinaus → Blaumerlen (Monticola solitarius), → Felsenkleiber (Sitta neumayer) und verschiedene Falken beobachtet werden.

Von Keramoti aus werden wir auch einen Ausflug auf die gegenüberliegende Insel Thassos unternehmen. Auf der Überfahrt können wir darauf hoffen, → Mittelmeer-Sturmtaucher (Puffinus yelkouan) zu entdecken. Auf der Insel Thassos besteht die Möglichkeit, eine alte Ölmühle zu besichtigen. Von dem Bergdorf Panagia aus werden wir hinab zur Drachenhöhle steigen, um dort die endemische → Höhlenschrecke Dolichopoda thasosensis zu beobachten. Auch Sichtungen von Fledermäusen sind möglich.

Wer zwischen all den Arten und Exkursionen ein wenig Entspannung sucht, ist in Keramoti genau am richtigen Platz. Zu dieser Jahreszeit kann man hier ein erfrischendes Bad im Meer nehmen oder am Hafen einen Kaffee in der Sonne genießen.

7. Tag: Keramoti – Hänge des Pangaion

Heute werden wir Exkursionen am Pangaion-Gebirge unternehmen. In der Gegend, in der einst die Truppen Alexanders des Großen nach Gold suchten, halten wir sowohl nach botanischen als auch nach faunistischen Kostbarkeiten Ausschau. Je nach Vegetationsentwicklung treffen wir auf Enziane der Gattung → Gentiana, Küchenschellen der Gattung → Pulsatilla und die dort vorkommende → Drenovskis Schachblume (Fritillaria drenovskii). Eventuell treffen wir auch → Pfingstrosen (Paeonia) in Blüte an. Die Nacht verbringen wir in rustikalen Holzhütten im Walddorf des Pangaion.

8. Tag: Pangaion – Chrisochorafa

An diesem Tag statten wir der Gipfelregion des Pangaion einen Besuch ab. Während wir uns den Hang hinaufhangeln, suchen wir unter anderem nach dem → Heiligen Steinbrech (Saxifraga juniperifolia subsp. sancta), einer Art, die nur auf dem Berg Athos und dem Pangaion vorkommt. Anschließend treten wir die Weiterfahrt nach Chrisochorafa und damit zum Kerkini-See an. Ab dem frühen Nachmittag werden wir dann erste Gebiete rund um den See besuchen. Der Kerkini-See beherbergt eine Vielzahl verschiedener Arten.

9. Tag: Chrisochorafa

Heute werden wir verschiedene Lebensräume und Gebiete rund um den Kerkini-See besuchen. Natürlich darf eine Bootsfahrt auf dem See nicht fehlen. Diese bietet gute Fotomöglichkeiten für → Rallenreiher (Ardeola ralloides), → Nachtreiher (Nycticorax nycticorax) und → Löffler (Platalea leucorodia) sowie → Rosapelikane (Pelecanus onocrotalus) und → Krauskopfpelikane (Pelecanus crispus).

10. Tag: Chrisochorafa – Thessaloniki

Gemeinsamer Transfer zum Flughafen von Thessaloniki und individuelle Rückreise.

Artimpressionen

Preise pro Person

Grundpreis im Doppelzimmer: 2.180 €
Zuschlag für Einzelzimmer: 340 €

Nachlässe auf Grundpreis

Mitglieder des NABU: 3 %
Registrierte Nutzer*innen des Meldeportals von NABU|naturgucker/der NABU|naturgucker-Akademie: 3 %
Aktive Beobachter*innen mit min. 250 Beobachtungen auf dem Meldeportal von NABU|naturgucker: 4,5 %

Es kann pro Person jeweils nur einer der drei zuvor genannten Preisnachlässe in Anspruch genommen werden.

An-/Abreisemöglichkeiten

Flug (unverbindlich) (∅ Klimawirkung: 1320 kg CO2)*: ab etwa 380 €

* Wert ab/bis Frankfurt am Main. Eine klimaschonende Anreise bietet sich bei diesem Reiseziel nicht an, da die Anreise mit der Bahn, dem Schiff und dem Bus eine vergleichbare CO2-Menge verursachen würde.

Leistungen

  • Hotelübernachtungen
  • Halbpension
  • Alle Exkursionen und Transfers gemäß Programm mit Kleinbussen
  • Eintritte laut Programm
  • Deutschsprachige Reiseleitung ab/bis Flughafen von Thessaloniki
  • Reduktion des CO2-Fußabdruckes gemäß → ökologischer Verpflichtungserklärung

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • An-/Abreise nach/von Thessaloniki*
  • Übrige Mahlzeiten (vor Ort als Mittagspicknick)
  • Getränke und Snacks
  • Trinkgelder
  • Persönliche Ausgaben

* Flüge können individuell oder durch NABU|naturgucker-Reisen gebucht werden.

Hinweise

Die Mindestanzahl der Teilnehmenden muss bis 4 Wochen vor Reisebeginn erreicht sein.

Die Programmpunkte werden von uns bei Bedarf den lokalen Bedingungen angepasst.

Veranstalter dieser NABU|naturgucker-Reise ist die → NABU|naturgucker geG. Es gelten die folgenden → Reisebedingungen. Hier finden Sie die Angaben zum → Datenschutz.

Die mit NABU|naturgucker-Reisen erwirtschafteten Erträge dienen ausschließlich gemeinnützigen Zwecken.

Reiseberichte