Wichtiger Hinweis
Bei den weiter unten gezeigten Abbildungen handelt es sich um Bildschirmfotos (Screenshots). Eine Bedienung des Meldeportals ist darüber nicht möglich. Um die auf dieser Seite erläuterten Details selbst umzusetzen, rufen Sie bitte an einem Desktop-Gerät (PC, Mac, Laptop) → NABU-naturgucker-beobachtungen.de auf.
Beim Beobachten der Natur kommt es immer wieder zu Begegnungen mit Organismen oder Lebensräumen, die den Beobachtenden bislang unbekannt sind. In solchen Fällen ist es sinnvoll, Belegbilder oder -videos anzufertigen, um sie später für die Bestimmung nutzen zu können. Auf dem → Meldeportal von NABU|naturgucker können Sie beim Hochladen von Bildern und Videos angeben, dass Sie Hilfe bei der Bestimmung benötigen. Entsprechend gekennzeichnete Bilder und Videos werden in der Galerieansicht unter dem Button „unbestimmt“ gesammelt angezeigt. Dadurch erkennen die anderen Aktiven des Netzwerks sowie die Mitglieder des → Fachbeirats, dass in diesen Fällen Unterstützung bei der Bestimmung erwünscht ist.
Kennt jemand die auf den Fotos oder Videos gezeigten Organismen oder Lebensräume oder kann anderweitige hilfreiche Hinweise zur Bestimmung geben, kann diese Person entweder einen öffentlichen → Kommentar hinterlassen (aus unserer Sicht die besonders empfehlenswerte Variante) oder der beobachtenden Person über das Meldeportal eine E-Mail senden. Wir empfehlen das Verfassen von Kommentaren, weil sie von allen Interessierten gelesen werden können. Dadurch besteht die Möglichkeit, dass nicht nur die fotografierende Person etwas über die Bestimmung lernt, sondern auch andere Personen, die die entsprechenden Inhalte betrachten. Außerdem ermöglichen Kommentare eine transparente und für alle Interessierten nachvollziehbare Diskussion der Bestimmungswege.
Im Folgenden erfahren Sie, welche Grenzen es bei der Bestimmung von Arten gibt, wie Sie um Bestimmungshilfe bitten können und was nach dem Erhalt einer entsprechenden Hilfestellung zu tun ist.
Bestimmung anhand von Fotos/Videos nicht immer bis zur Art möglich
In vielen Fällen ist eine nachträgliche Bestimmung der auf Fotos oder in Videos gezeigten Tiere, Pflanzen und Pilze nicht bis auf Artebene möglich. Oft gelingt nicht einmal eine Bestimmung bis zur Gattung, sondern lediglich bis zur Familie. So gibt es beispielsweise unter den Insekten zahlreiche Arten, die einander so ähnlich sehen, dass sie nur anhand einer Untersuchung der Fortpflanzungsorgane unter dem Mikroskop auf Artebene bestimmt werden können. Ähnlich verhält es sich bei einer Reihe von Pilzarten, bei denen eine Untersuchung der Sporen unter dem Mikroskop erforderlich ist, um sie bis zur Art bestimmen zu können.
Darüber hinaus kann es geschehen, dass auf einem Foto oder in einem Video aufgrund der Perspektive bestimmungsrelevante Details des Motivs nicht ausreichend gut oder gar nicht zu erkennen sind. Obwohl die Aufnahme qualitativ hochwertig sein mag, eignet sie sich dann nicht für die Bestimmung.
Seien Sie also nicht enttäuscht, falls eine Bestimmung einmal nicht möglich ist und es „nur“ bis zur Gattung oder Familie reicht. Solche Beobachtungsdaten und die zugehörigen Belegbilder/-videos sind dennoch wertvoll. Aus ihnen lassen sich Rückschlüsse auf das Vorkommen bestimmter Organismen in den jeweiligen Gebieten ziehen.
Bei Tieren, Pflanzen und Pilzen aus fernen Erdteilen kann es zudem vorkommen, dass eine Bestimmung anhand von Fotos oder Videos grundsätzlich möglich wäre. Die Organismen sind den auf unserem Meldeportal aktiven Menschen möglicherweise jedoch nicht bekannt, sodass keine Hinweise zur Bestimmung gegeben werden können. Da die Gemeinschaft der Aktiven stetig wächst, besteht die Möglichkeit, dass künftig doch jemand weiterhelfen kann. Manchmal ist bei der Bestimmung einfach etwas Geduld gefragt.
Um Bestimmungshilfe bitten – so geht es
Im Formular zum Hochladen von Bildern und Videos gibt es die Wahlmöglichkeit, um die Bitte um Bestimmungshilfe zu aktivieren, siehe Markierung #1.
Allgemeine Erläuterungen zum Hochladen von Bildern und Videos finden Sie → in diesem Beitrag.

Bestimmungshilfe erhalten – was Sie danach erledigen sollten
In aller Regel teilen andere Nutzer*innen oder Mitglieder des Fachbeirates Hinweise zur Bestimmung per → Kommentar mit. Manchmal werden auch → E-Mails direkt über das Meldeportal versendet.
Unabhängig davon, auf welchem Weg die Bestimmungshilfe erfolgt ist, wäre es wünschenswert, wenn Sie im Falle einer erfolgreichen Bestimmung die Bild-/Videodaten und die zugehörigen Beobachtungsdaten entsprechend anpassen.
Öffnen Sie dafür die Detailansicht des Bildes/Videos, auf das sich die Bestimmungshilfe bezieht, und klicken Sie auf „Bearbeiten“, siehe Markierung #1.

Im nächsten Schritt ändern Sie die Artzuordnung, siehe Markierung #2. Achten Sie darauf, dass das Häkchen bei den zur Beobachtung gehörenden Bildern/Videos jeweils gesetzt ist, siehe Markierung #3. Nur dann wird die geänderte Artzuordnung auch für die Bilder/Videos übernommen. Abschließend auf „Speichern“ klicken.

Nun fehlt noch ein Bearbeitungsschritt, der sich leider nicht gemeinsam mit dem vorherigen durchführen lässt: Deaktivieren Sie die Bitte um Bestimmungshilfe. Klicken Sie dazu im Detailfenster des Bildes beziehungsweise Videos erneut auf „Speichern“, siehe Markierung #1.

Klicken Sie im sich öffnenden Fenster auf „Bilddetails ändern“, siehe Markierung #4.

Entfernen Sie das Häkchen bei „Bestimmungshilfe erwünscht“, siehe Markierung #5, und speichern Sie die Änderung.

Bestimmungshilfe erhalten, aber Sie sind anderer Meinung
Möglicherweise hat jemand einen Bestimmungshinweis zu einem Ihrer Fotos oder Videos gegeben und Sie sind der Ansicht, dass diese Einschätzung nicht zutrifft. Das ist selbstverständlich möglich. Wenn Sie Bestimmungshilfe erhalten, Ihnen der Hinweis aber nicht plausibel erscheint, müssen Sie keine Änderung der Artzuordnung vornehmen. Dies gilt im Übrigen ebenso für Korrekturhinweise.
Grundsätzlich wünschenswert wäre jedoch Folgendes: Falls jemand einen Bestimmungshinweis per Kommentar gegeben hat, antworten Sie am besten ebenfalls mit einem Kommentar und erläutern Sie kurz, weshalb Sie anderer Ansicht sind. Öffentlich geführte Fachdiskussionen sind für alle, die auf unserem Meldeportal mitlesen, häufig besonders lehrreich.
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