Stand: 21.05.2026
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Vergleich man auf dem → Meldeportal von NABU|naturgucker die aktuellen Beobachtungen von Hummeln mit den entsprechenden Daten aus den Vorjahren, so stellt man fest, dass trotz des vergleichsweise kühlen, nassen Frühlings 2026 ähnlich viele Beobachtungen mit Fotobeleg (lediglich 15 % aller Beobachtungen) eingegangen sind, wie in den Jahren zuvor.
Dies könnte unter anderem daran liegen, dass verschiedene Hummelarten erst später im Jahr aktiv werden. Wir haben uns die dokumentierten Beobachtungen der Ackerhummel, der Wiesenhummel, der Baumhummel, der Steinhummel und des Erdhummel-Komplexes (Bombus sensu stricto) einmal genauer angeschaut. Dabei zeigte sich, dass alle fünf Arten ab Februar aktiv sein können, ihr Aktivitätsmaximum jedoch erst später im Jahr erreichen.
Bei genauer Betrachtung der Beobachtungen (mit Bild) für ein gesamtes Jahr und beim Vergleich mit den entsprechenden Daten aus den Vorjahren ist leicht zu erkennen: Auf unserem Meldeportal ist die Ackerhummel ist die am häufigsten aus Deutschland gemeldete und hierzulande fotografierte Hummelart. Noch im Jahr 2020 folgte auf Platz 2 die Steinhummel. Diese verzeichnet seitdem einen kontinuierlichen Rückgang und wurde im Jahr 2025 nur noch etwas häufiger gemeldet als die deutlich und über alle Jahre hinweg seltenere Baumhummel. Ein besorgniserregender Trend? Vielleicht schauen Sie genau hin und melden uns die Steinhummel über unsere Meldeaktion → Sommerinsekten.
Auch der Erdhummel-Komplex wurde im Jahr 2025 seltener gemeldet als noch 2020, stagniert aber mehr oder weniger auf stabilem Niveau. Die Wiesen- und Baumhummel werden eher selten fotografiert, und das über alle Jahre hinweg. Seit 2022 wird die häufige Ackerhummel Jahr für Jahr sogar wieder öfter gemeldet. Wir behalten diese spannenden Entwicklungen im Auge.
Abschließend haben wir untersucht, wie sich die Beobachtungen geografisch verteilen. Dazu haben wir für jedes Bundesland die TK25-Blätter mit Fotobelegen gezählt. Dabei zeichnet sich ein ähnliches Bild wie im Jahresvergleich ab: Im Jahr 2025 wurden Hummeln tendenziell aus weniger TK25-Blättern gemeldet als noch im Jahr 2020. In Nordrhein-Westfalen beispielsweise betrugt der Rückgang der dokumentierten Beobachtungen 50 %. Das heißt, in der Hälfte weniger TK25-Blättern wurden im Jahr 2025 Hummeln fotografisch dokumentiert als noch im Jahr 2020.
Diese Zahl spiegelt jedoch nicht unbedingt ausschließlich einen echten Rückgang der Hummeln um 50 % in Nordrhein-Westfalen wider, denn unter anderem spielt die Bereitschaft der Beobachtenden, ihre Hummelbeobachtungen zu dokumentieren, eine Rolle. Wie es zu diesem Rückgang gekommen ist, ist also deutlich vielschichtiger. Ein Schwund der Hummeln oder einiger Hummelarten kann dem aber trotzdem mit zugrunde liegen und sollte ggf. näher untersucht werden.
Mitmachen und Hummeln melden
Wir erforschen weiterhin die Welt der Insekten, speziell auch die der Hummeln, und sind dafür auf möglichst viele Beobachtungsdaten mit Fotobelegen aus ganz Deutschland angewiesen. Falls Sie selbst Ihre Hummel-Sichtungen dokumentieren möchten, finden Sie → hier alle Hintergrundinformationen über unser Projekt. Wenn Sie lieber sofort loslegen und Daten eingeben möchten, klicken Sie bitte auf den folgenden Link:






