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Vogelzug: Jugendliche Kraniche im Herbst erkennen

Im Herbst ziehen Kraniche nach Süden und lassen dabei ihre weithin hörbaren Rufe über uns erklingen. Unter den erwachsenen Vögeln sind auch Kraniche unterwegs, die erst in diesem Jahr geschlüpft sind. Sie verraten sich durch ihre höhere Stimme und ihr anders gefärbtes Gefieder.

🌐 Räumlicher Bezug: deutschlandweit

📅 Idealer Veröffentlichungstermin: Mitte bis Ende Oktober (ggf. bis Mitte November)

📰 Geeignet für: Print und Online

📦Komplettes Pressepaket

3 Titel- und Teaser-Varianten | Text (Kurz- und Langfassung) | 6 Fotos (300 dpi) | Bildunterschriften | Fakten (kurz & kompakt) | Mitmachen & Service

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Das Pressepaket im Detail

Pressefotos

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Motiv 1
Vier Altvögel und ein Jungkranich (oben) im Flug, (c) Carsten Sekula/naturgucker.de

Bildunterschrift: Vier Altvögel und ein Jungkranich (oben) im Flug
Fotograf*in: Carsten Sekula/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 13.10.2020
Aufnahmeort: Zingst
Bildgröße: 3000 x 2000 px

Motiv 2
Fliegende Kraniche im Licht der Abendsonne, in der Mitte sind drei Jungkraniche zu sehen, (c) Carsten Sekula/naturgucker.de

Bildunterschrift: Fliegende Kraniche im Licht der Abendsonne, in der Mitte sind drei Jungkraniche zu sehen
Fotograf*in: Carsten Sekula/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 13.10.2020
Aufnahmeort: Zingst
Bildgröße: 3000 x 2000 px

Motiv 3
Ein Jungkranich (links) und ein Altvogel auf einem Feld, (c) Rainer Ziebarth/naturgucker.de

Bildunterschrift: Ein Jungkranich (links) und ein Altvogel auf einem Feld
Fotograf*in: Rainer Ziebarth/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 12.10.2023
Aufnahmeort: Altenpleen/Vorpommern-Rügen
Bildgröße: 5748 x 4311 px

Motiv 4
Erwachsener Kranich im Flug, (c) Matthias Entelmann/naturgucker.de

Bildunterschrift: Erwachsener Kranich im Flug
Fotograf*in: Matthias Entelmann/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 02.10.2013
Aufnahmeort: Ruppersdorfer See/Ostholstein
Bildgröße: 2700 x 1801 px

Motiv 5
Rastende Kraniche im Herbst – auf dem Feld mischen sich Jung und Alt, (c) Roland Fischer/naturgucker.de

Bildunterschrift: Rastende Kraniche im Herbst – auf dem Feld mischen sich Jung und Alt
Fotograf*in: Roland Fischer/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 21.10.2025
Aufnahmeort: bei Kelbra (Kyffhäuser)
Bildgröße: 2800 x 1393 px

Motiv 6
Typische V-Formation des herbstlichen Kranichzugs, (c) Gerd Schlüter/naturgucker.de

Bildunterschrift: Typische V-Formation des herbstlichen Kranichzugs
Fotograf*in: Gerd Schlüter/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 26.10.2024
Aufnahmeort: Essen/Nordrhein-Westfalen
Bildgröße: 6000 x 3368 px

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3 Titel- und Teaser-Varianten

Hinhören beim Herbstzug: Kranichnachwuchs gibt sich zu erkennen

Im Herbst ziehen Kraniche nach Süden und lassen dabei ihre weithin hörbaren Rufe über uns erklingen. Unter den erwachsenen Vögeln sind auch Kraniche unterwegs, die erst in diesem Jahr geschlüpft sind. Sie verraten sich durch ihre höhere Stimme und ihr anders gefärbtes Gefieder.

Kraniche im Herbst: Wer da noch piepst, ist jung

Im Herbst sind Kraniche oft schon zu hören, bevor man sie am Himmel entdeckt. Zwischen den trompetenden Rufen der erwachsenen Vögel sind die deutlich höheren Laute der in diesem Jahr geschlüpften Kraniche zu vernehmen. Auch ihr Gefieder unterscheidet sich von dem ihrer erwachsenen Artgenossen. Über den Winter verändert sich beides deutlich.

Vom Piepsen zum Trompeten: So verändern sich die Rufe junger Kraniche

Im Herbst ziehen Kraniche laut rufend über unsere Köpfe hinweg gen Süden. Wer genau hinhört, kann zwischen den tiefen Trompetenrufen der erwachsenen Vögel die höheren Laute der in diesem Jahr geschlüpften Kraniche ausmachen. Auch ihr Gefieder sieht noch anders aus. Über den Winter verändern sich beide Merkmale jedoch erstaunlich schnell.

Kurztext (312 Wörter/1.524 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Ziehende Kraniche sind im Herbst kaum zu überhören. Ihre weit tragenden, trompetenartigen „Krru“-Rufe begleiten die großen Vögel auf dem Zug nach Süden. Wer genauer hinhört, kann dazwischen ein helles, etwas leiseres Fiepen heraushören. Damit verraten sich die in diesem Jahr geschlüpften Jungkraniche.

Optisch unterscheiden sich junge Kraniche noch deutlich von erwachsenen Vögeln. Zwar sind sie im Herbst bereits ausgewachsen und genauso groß wie Altvögel. Kopf und Hals sind jedoch noch bräunlich gefärbt, während diese Bereiche bei erwachsenen Kranichen überwiegend schwarz und weiß befiedert sind. Die markante rote, unbefiederte Kopfplatte fehlt ebenfalls. Zudem sind die langen Schmuckfedern am Hinterkörper noch weniger ausgeprägt.

Während des ersten Winters verändert sich das Erscheinungsbild deutlich. Das bräunliche Jugendgefieder wird nach und nach durch Federn ersetzt, sodass die Jungkraniche zunehmend erwachsenen Vögeln ähneln. Vollständig ausgefärbt sind sie damit aber noch nicht. Ihre Stimme wandelt sich ebenfalls: Im Alter von etwa neun bis elf Monaten setzt ein regelrechter „Stimmbruch“ ein. Die hohen Laute werden allmählich tiefer und ähneln zunehmend der Stimme erwachsener Kraniche.

Wenn die Vögel des Glücks im Februar und März wieder nach Norden ziehen, sind die jungen Kraniche in den Trupps deshalb schon schwieriger zu erkennen. Ihre vollständige Ausfärbung erreichen sie erst mit drei bis vier Jahren.

Beobachtungen ziehender Kraniche können unter http://kraniche-melden.de dokumentiert werden.

Langtext (457 Wörter/3.292 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Wenn im Herbst Kraniche über Deutschland ziehen, ist ihr Flug oft schon von Weitem zu hören. Während ihres Zuges lassen die großen Vögel häufig ihre tiefen, trompetenartigen Rufe ertönen, die wie „Kru“ klingen und kilometerweit vernehmbar sind. Wer genauer lauscht, kann zwischen diesen typischen Flugrufen ein weiteres, ganz anderes Geräusch ausmachen: ein deutlich höheres, leiseres und helles Fiepen. Es stammt von den in diesem Jahr geschlüpften Kranichen, die nun gemeinsam mit den erwachsenen Tieren erstmals zu den Überwinterungsplätzen fliegen.

Dabei verraten sie sich keineswegs nur akustisch. Ein Blick durchs Fernglas lohnt sich ebenfalls, denn junge Kraniche sehen im Herbst noch deutlich anders aus als Altvögel. An ihrer Größe liegt das nicht, da sie bereits ausgewachsen und genauso imposant wie ihre Eltern sind. Im Stand erreichen sie eine Körperhöhe von bis zu 1,3 Metern. Ihr Kopf und Hals sind aber noch bräunlich gefärbt. Bei ausgewachsenen Kranichen prägen dagegen schwarze und weiße Gefiederpartien diese Bereiche. Hinzu kommt die auffällige, rote, unbefiederte Kopfplatte, die den „Youngstern” noch fehlt.

Doch warum klingt der Kranich-Nachwuchs im Herbst noch so anders, obwohl er schon genauso groß ist wie die Alttiere? Für die kräftige Stimme erwachsener Kraniche ist ihre ungewöhnlich lange Luftröhre von entscheidender Bedeutung. Sie verläuft in zwei Schleifen durch den Brustbereich und kann mehr als einen Meter lang werden. Bei jungen Kranichen ist diese Struktur noch nicht vollständig ausgebildet. Deshalb heißt es für sie beim ersten Flug gen Süden: Piepsen statt Trompeten.

Während des Herbstzugs sind Kraniche meist in einer charakteristischen Pfeilformation unterwegs. Ihre Reise bewältigen sie nicht am Stück, sondern unterbrechen sie an geeigneten Stellen. Dort rasten die Tiere und nehmen Nahrung auf, bevor sie weiterfliegen. Jungkraniche prägen sich ein, wo sich entlang der Route geeignete Rast- und Nahrungsplätze befinden. Diese Erfahrungen sind für die kommenden Jahre enorm wichtig, denn Kraniche nutzen bestimmte Zugwege und Rastgebiete immer wieder.

Nach ihrer oft mehrere Wochen dauernden Wanderung lernen die jungen Kraniche schließlich ihr Überwinterungsgebiet kennen. Sind die Bedingungen in Mitteleuropa kalt und nahrungsarm, überwintern die meisten dieser großen Schreitvögel in Frankreich, Spanien, Portugal und Nordafrika. Allerdings verbringen zunehmend mehr Kraniche den Winter in Deutschland, was durch milde Temperaturen begünstigt wird.

In den Überwinterungsgebieten durchläuft der Nachwuchs eine doppelte Veränderung: Sein bräunliches Jugendgefieder wird nach und nach durch Federn mit der schwarz-weißen Zeichnung erwachsener Kraniche ersetzt. Dadurch wandelt sich das Erscheinungsbild der jungen Vögel Schritt für Schritt. Bis sie die vollständige, arttypische Färbung eines Altvogels zeigen, vergehen aber noch mehrere Jahre.

Auch die Stimme der „Youngster“ verändert sich während ihrer ersten Überwinterung. Die hohen Laute werden allmählich tiefer und ähneln zunehmend der charakteristischen Stimme erwachsener Kraniche. Deshalb ist die Altersbestimmung, wenn die ersten Vögel des Glücks ab Ende Januar wieder nach Norden ziehen, schon schwieriger.

Kranichbeobachtungen können unter http://kraniche-melden.de dokumentiert werden.

Kurz & kompakt

Ordnung: Kranichvögel (Gruiformes)

Familie: Kraniche (Gruidae)

Wissenschaftlicher Name: Grus grus

Größe: bis zu 1,3 m Körperhöhe

Spannweite: 1,80–2,20 m

Gewicht: 4–6,5 kg (Männchen selten bis 7 kg)

Höchstalter: über 20 Jahre (im Freiland)

Nahrung: pflanzlich (Samen, Beeren, Getreide), aber auch Insekten, Schnecken, Regenwürmer, Frösche und andere kleine Tiere

Herbstzug (südwärts): hauptsächlich Oktober bis November; in großen Formationen und mit mehreren Zwischenstopps

Frühjahrszug (nordwärts): Februar und März, vereinzelt ab Ende Januar; schneller und oft in deutlich kleineren Gruppen als im Herbst

Mitmachen & Service
Wichtiger technischer Hinweis

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Artporträt des Kranichs im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=-1401232693&?desktop=1

Meldeseite für Kranichbeobachtungen:
http://kraniche-melden.de 

Unsere Auswertungen von Kranich-Beobachtungsdaten:
Kranichzug 2026 – ein Update
Kranichzug Anfang 2025

Kostenlose E-Learning-Kurse der NABU|naturgucker-Akademie:
Vögel Grundwissen: https://NABU-naturgucker-Akademie.de/Voegel-Grundwissen/
Vögel kompakt: https://NABU-naturgucker-Akademie.de/Voegel-Kompakt/

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Gaby Schulemann-Maier
Tel.: +49 (0)152/09432828
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