Die ungewöhnliche Struktur der Akeleiblüte stellt Insekten vor ganz unterschiedliche Herausforderungen. Beim genaueren Hinsehen zeigt sich, wie spezialisiert manche Hummeln den begehrten Nektar erreichen – oder ihn sich mit einer geschickten Abkürzung verschaffen.
🌐 Räumlicher Bezug: deutschlandweit
📅 Idealer Veröffentlichungstermin: jederzeit
📰 Geeignet für: Print und Online
📦Komplettes Themenpaket
Hintergrundtext | 7 Fotos (300 dpi) | Bildunterschriften | 6 Texte für Online-Bilderstrecke | Steckbrief (kurz & kompakt) | Mitmachen & Service
Das Themenpaket im Detail
Pressefotos
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Motiv 1

Bildunterschrift: Blüten der Akelei
Fotograf*in: Wolfgang Piepers/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 10.05.2011
Aufnahmeort: Retzbach
Bildgröße: 3000 x 1986 px
Motiv 4

Bildunterschrift: Diese Akeleiblüte zeigt deutliche Spuren eines Nektarraubs, die wahrscheinlich von einer Hummel verursacht wurden
Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 18.05.2024
Aufnahmeort: Gelsenkirchen
Bildgröße: 4000 × 2663 px
Motiv 7

Bildunterschrift: Erwischt: Diese Erdhummel hat den Sporn einer Akeleiblüte aufgebissen und nimmt durch diese „Abkürzung“ gerade Nektar auf
Fotograf*in: Ronja Brauße/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 16.05.2018
Aufnahmeort: Bad Salzdetfurth
Bildgröße: 1725 × 2300 px
Lizenz sämtlicher Fotos: → CC BY-SA 4.0 (Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International)
Hintergrundtext (311 Wörter/2.305 Zeichen inkl. Leerzeichen (ink. Überschrift))
Faszinierende Akelei: Wenn Hummeln zu Nektardieben werden
Die ungewöhnliche Struktur der Akeleiblüte stellt Insekten vor ganz unterschiedliche Herausforderungen. Beim genaueren Hinsehen zeigt sich, wie spezialisiert manche Hummeln den begehrten Nektar erreichen – oder ihn sich mit einer geschickten Abkürzung verschaffen.
Hingucker im Staudenbeet
Mit ihren auffälligen Blüten gehört die Gewöhnliche Akelei zu den beliebtesten Gartenstauden; wild wächst sie vor allem auf kalkreichen Böden. Von Mai bis Juni bringt sie ihre meist blauvioletten, mitunter rosa oder weißen Blüten hervor. Besonders charakteristisch sind die fünf tütenförmigen Kronblätter, deren nach hinten gebogene Sporne den Nektar tief in ihren Spitzen bergen.
Hummeln und andere Nektardiebe
Langrüsselige Hummelarten wie die Gartenhummel oder die Ackerhummel erreichen mit ihrem langen Rüssel problemlos den tief im Sporn verborgenen Nektar. Beim Einfliegen in die Blüte berühren sie die Staub- und Fruchtblätter, wodurch sie die Pflanze wirksam bestäuben.
Dagegen nutzen kurzrüsselige Arten wie die Baumhummel und die Erdhummeln einen anderen Weg: Um an die begehrte Flüssigkeit zu gelangen, beißen sie die Sporne von außen an der Basis auf. Dieses Verhalten wird als primärer Nektarraub bezeichnet. Anschließend dienen die so entstandenen Öffnungen weiteren Insekten als Abkürzung zum Nektar.
Nicht jede Zuchtform ist gleich wertvoll
Neben einfach blühenden Akeleien existiert eine Vielzahl an Zuchtsorten. Gefüllte Varianten gelten für viele Menschen als besonders hübsch, doch für Insekten sind sie weitgehend wertlos: Durch die züchterische Umwandlung von Staubblättern in zusätzliche Kronblätter schrumpft das Pollenangebot deutlich. Zudem versperren die dicht gepackten Blütenblätter den Weg zum Blütensaft. Ungefüllte Formen sind deshalb die ökologisch sinnvollere Wahl.
Natur entdecken und Wissen vertiefen
Welche Tiere besuchen die Akelei im eigenen Garten, im Park oder in der freien Natur? Beobachtungen lassen sich auf naturgucker.de dokumentieren. Die gesammelten Meldungen helfen dabei, Artvorkommen und Veränderungen in der Natur sichtbar zu machen.
Wer mehr über die Bedeutung von Gärten als Lebensräume erfahren möchte, findet im kostenlosen Online-Kurs „Garten Grundwissen“ der NABU|naturgucker-Akademie viele weitere Informationen und Anregungen.
Kurz & kompakt: die Akelei
Wissenschaftlicher Name: Aquilegia vulgaris (Gewöhnliche Akelei)
Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Wuchshöhe: etwa 30–80 cm, je nach Sorte und Standort auch höher
Blütezeit: Mai bis Juli
Blütenfarben: meist Blauviolett, bei Zuchtformen außerdem Weiß, Rosa, Rot und weitere Farbtöne
Lebensdauer: mehrjährige Staude, die sich häufig selbst aussät
Standort: sonnig bis halbschattig, bevorzugt lockere, humose und durchlässige Böden
Bodenfeuchtigkeit: mäßig trocken bis frisch
Garteneignung (Gartenformen): Staudenbeete, Gehölzränder und naturnahe Pflanzungen
Vorkommen in der Natur (Wildpflanze): in weiten Teilen Europas, darunter Deutschland; vor allem in lichten Wäldern, an Waldrändern, in Gebüschen und auf Wiesen
Besonderheit: fünf charakteristische, nach hinten gebogene Nektarsporne an den Blüten
6 Texte für Online-Bilderstrecke
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Charakteristische Blüten
Blauviolett ist die typische Blütenfarbe der Gewöhnlichen Akelei (Aquilegia vulgaris). Von Mai bis Juli zeigt die mehrjährige Staude ihre auffälligen Blüten. Wichtigstes Erkennungsmerkmal: die fünf nach hinten gebogenen Sporne, in denen sich der Nektar befindet.
Fotograf*in: Wolfgang Piepers/naturgucker.de
Farbvielfalt im Garten
Neben der bekannten blauvioletten Wildform gibt es zahlreiche Zuchtformen mit anderen Blütenfarben. Weiße Akeleien bringen eine ganz eigene Note ins Staudenbeet. Bei der Auswahl lohnt sich allerdings ein genauer Blick auf den Blütenaufbau: Nicht jede Zuchtform ist für Insekten gleichermaßen geeignet.
Fotograf*in: Markus Koschinsky/naturgucker.de
Hummeln auf Nektarsuche
Langrüsselige Arten wie die Ackerhummel können mit ihrem Rüssel den Nektar erreichen, der tief in den Blütenspornen verborgen liegt. Dagegen kommen kurzrüsselige Hummeln nicht bis zur begehrten Nahrung. Beim regulären Blütenbesuch streifen die langrüsseligen Tiere die Blütenorgane und können dabei Pollen übertragen.
Fotograf*in: Rainer Ziebarth/naturgucker.de
Abkürzung zum süßen Ziel
Kurzrüsselige Arten wie die Erdhummeln finden manchmal einen kreativen Weg zum Nektar: Sie beißen einfach von außen ein Loch in einen Blütensporn und gelangen durch diese Öffnung direkt an die süße Nahrung. Bei diesem sogenannten Nektarraub bleibt die Bestäubung in der Regel aus.
Fotograf*in: Ronja Brauße/naturgucker.de
Verräterische Spuren
Kleine Löcher an den Blütenspornen sind typische Spuren von Nektarraub. Meist stammen sie von Hummeln, die sich so einen direkten Zugang zur süßen Nahrung verschafft haben. Ist der Zugang erst einmal da, nutzen ihn weitere Insekten und zapfen ebenfalls Nektar ab.
Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Schön anzusehen, aber für Insekten nicht immer nützlich
Gefüllte Akeleiblüten wirken besonders üppig. Ihre zusätzlichen Blütenblätter entstehen unter anderem dadurch, dass Staubblätter zu Blütenblättern umgebildet werden. Dadurch können Pollen und Nektar fehlen oder für Insekten schwer erreichbar sein. Wer die Akelei gezielt als Nahrungsquelle für Tiere pflanzen möchte, setzt besser auf ungefüllte Sorten.
Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Mitmachen & Service
Wichtiger technischer Hinweis
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Artporträt der Gewöhnlichen Akelei im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=-101967309&?desktop=1
Artporträt der Ackerhummel im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=-1969992619&?desktop=1
Artporträt der Baumhummel im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=8628331&?desktop=1
Porträt der Erdhummeln im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=-457676394&?desktop=1
Eigene Naturbeobachtungen melden:
https://naturgucker.de
Kostenlose E-Learning-Kurse der NABU|naturgucker-Akademie:
Garten Grundwissen: https://NABU-naturgucker-Akademie.de/Garten-Grundwissen/
Pflanzen Grundwissen: https://NABU-naturgucker-Akademie.de/Pflanzen-Grundwissen/
Hummeln kompakt: https://NABU-naturgucker-Akademie.de/Hummeln-Kompakt/
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Sie haben Fragen zu NABU|naturgucker oder suchen eine*n Gesprächspartner*in für Ihre Berichterstattung? Sprechen Sie uns gern an. Unsere Pressesprecherin hilft Ihnen weiter.
Gaby Schulemann-Maier
Tel.: +49 (0)152/09432828
E-Mail: presse@NABU-naturgucker.de
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