Startseite » Presse » Redaktionsservice » Porträt: die Akelei

Porträt: die Akelei

Die ungewöhnliche Struktur der Akeleiblüte stellt Insekten vor ganz unterschiedliche Herausforderungen. Beim genaueren Hinsehen zeigt sich, wie spezialisiert manche Hummeln den begehrten Nektar erreichen – oder ihn sich mit einer geschickten Abkürzung verschaffen.

🌐 Räumlicher Bezug: deutschlandweit

📅 Idealer Veröffentlichungstermin: jederzeit

📰 Geeignet für: Print und Online

📦Komplettes Themenpaket

Hintergrundtext | 7 Fotos (300 dpi) | Bildunterschriften | 6 Texte für Online-Bilderstrecke | Steckbrief (kurz & kompakt) | Mitmachen & Service

📥 → Download als ZIP

Das Themenpaket im Detail

Pressefotos

Zum Herunterladen einzelner Motive bitte auf die entsprechenden Vorschaubilder klicken.

Motiv 1
Gewöhnliche Akelei (Aquilegia vulgaris), (c) Wolfgang Piepers/naturgucker.de

Bildunterschrift: Blüten der Akelei
Fotograf*in: Wolfgang Piepers/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 10.05.2011
Aufnahmeort: Retzbach
Bildgröße: 3000 x 1986 px

Motiv 2
Gewöhnliche Akelei (Aquilegia vulgaris), weißblühend, (c) Markus Koschinsky/naturgucker.de

Bildunterschrift: Weißblühende Akelei
Fotograf*in: Markus Koschinsky/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 23.05.2026
Aufnahmeort: Herzberg am Harz
Bildgröße: 3000 x 2250 px

Motiv 3
Gefüllte Zuchtform der Akelei (Aquilegia vulgaris), (c) Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de

Bildunterschrift: Rosablühende, gefüllte Zuchtform der Akelei
Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 18.05.2025
Aufnahmeort: Gladbeck
Bildgröße: 4000 × 2663 px

Motiv 4
Akelei (Aquilegia vulgaris) mit Spuren von Nektarraub, (c) Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de

Bildunterschrift: Diese Akeleiblüte zeigt deutliche Spuren eines Nektarraubs, die wahrscheinlich von einer Hummel verursacht wurden
Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 18.05.2024
Aufnahmeort: Gelsenkirchen
Bildgröße: 4000 × 2663 px

Motiv 5
Ackerhummel (Bombus pascuorum), (c) Rainer Ziebarth/naturgucker.de

Bildunterschrift: Ackerhummel beim Blütenbesuch an einer Akelei
Fotograf*in: Rainer Ziebarth/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 09.05.2021
Aufnahmeort: Birkweiler
Bildgröße: 3000 × 2235 px

Motiv 6
Baumhummel (Bombus hypnorum), (c) Karola Schmidtmann/naturgucker.de

Bildunterschrift: Eine Baumhummel ruht auf einer Akelei-Blüte, die an den Spitzen Bissspuren zeigt; diese sind typisch für den Nektarraub durch Hummeln
Fotograf*in: Karola Schmidtmann/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 08.06.2017
Aufnahmeort: Laboe
Bildgröße: 3000 × 2250 px

Motiv 7
Edhummel (Bombus sp.) beim Nektarraub, (c) Ronja Brauße/naturgucker.de

Bildunterschrift: Erwischt: Diese Erdhummel hat den Sporn einer Akeleiblüte aufgebissen und nimmt durch diese „Abkürzung“ gerade Nektar auf
Fotograf*in: Ronja Brauße/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 16.05.2018
Aufnahmeort: Bad Salzdetfurth
Bildgröße: 1725 × 2300 px

📥 → Alle Fotos herunterladen

Hintergrundtext (311 Wörter/2.305 Zeichen inkl. Leerzeichen (ink. Überschrift))

Faszinierende Akelei: Wenn Hummeln zu Nektardieben werden

Die ungewöhnliche Struktur der Akeleiblüte stellt Insekten vor ganz unterschiedliche Herausforderungen. Beim genaueren Hinsehen zeigt sich, wie spezialisiert manche Hummeln den begehrten Nektar erreichen – oder ihn sich mit einer geschickten Abkürzung verschaffen.

Hingucker im Staudenbeet

Mit ihren auffälligen Blüten gehört die Gewöhnliche Akelei zu den beliebtesten Gartenstauden; wild wächst sie vor allem auf kalkreichen Böden. Von Mai bis Juni bringt sie ihre meist blauvioletten, mitunter rosa oder weißen Blüten hervor. Besonders charakteristisch sind die fünf tütenförmigen Kronblätter, deren nach hinten gebogene Sporne den Nektar tief in ihren Spitzen bergen.

Hummeln und andere Nektardiebe

Langrüsselige Hummelarten wie die Gartenhummel oder die Ackerhummel erreichen mit ihrem langen Rüssel problemlos den tief im Sporn verborgenen Nektar. Beim Einfliegen in die Blüte berühren sie die Staub- und Fruchtblätter, wodurch sie die Pflanze wirksam bestäuben.

Dagegen nutzen kurzrüsselige Arten wie die Baumhummel und die Erdhummeln einen anderen Weg: Um an die begehrte Flüssigkeit zu gelangen, beißen sie die Sporne von außen an der Basis auf. Dieses Verhalten wird als primärer Nektarraub bezeichnet. Anschließend dienen die so entstandenen Öffnungen weiteren Insekten als Abkürzung zum Nektar.

Nicht jede Zuchtform ist gleich wertvoll

Neben einfach blühenden Akeleien existiert eine Vielzahl an Zuchtsorten. Gefüllte Varianten gelten für viele Menschen als besonders hübsch, doch für Insekten sind sie weitgehend wertlos: Durch die züchterische Umwandlung von Staubblättern in zusätzliche Kronblätter schrumpft das Pollenangebot deutlich. Zudem versperren die dicht gepackten Blütenblätter den Weg zum Blütensaft. Ungefüllte Formen sind deshalb die ökologisch sinnvollere Wahl.

Natur entdecken und Wissen vertiefen

Welche Tiere besuchen die Akelei im eigenen Garten, im Park oder in der freien Natur? Beobachtungen lassen sich auf naturgucker.de dokumentieren. Die gesammelten Meldungen helfen dabei, Artvorkommen und Veränderungen in der Natur sichtbar zu machen.

Wer mehr über die Bedeutung von Gärten als Lebensräume erfahren möchte, findet im kostenlosen Online-Kurs „Garten Grundwissen“ der NABU|naturgucker-Akademie viele weitere Informationen und Anregungen.

Kurz & kompakt: die Akelei

Wissenschaftlicher Name: Aquilegia vulgaris (Gewöhnliche Akelei)

Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)

Wuchshöhe: etwa 30–80 cm, je nach Sorte und Standort auch höher

Blütezeit: Mai bis Juli

Blütenfarben: meist Blauviolett, bei Zuchtformen außerdem Weiß, Rosa, Rot und weitere Farbtöne

Lebensdauer: mehrjährige Staude, die sich häufig selbst aussät

Standort: sonnig bis halbschattig, bevorzugt lockere, humose und durchlässige Böden

Bodenfeuchtigkeit: mäßig trocken bis frisch

Garteneignung (Gartenformen): Staudenbeete, Gehölzränder und naturnahe Pflanzungen

Vorkommen in der Natur (Wildpflanze): in weiten Teilen Europas, darunter Deutschland; vor allem in lichten Wäldern, an Waldrändern, in Gebüschen und auf Wiesen

Besonderheit: fünf charakteristische, nach hinten gebogene Nektarsporne an den Blüten

6 Texte für Online-Bilderstrecke
Wichtiger technischer Hinweis

Bitte verwenden Sie für Ihre Berichterstattung ausschließlich die hier angegebenen Permalinks. Aus der Browserzeile kopierte Links sind individuelle Session-Links und funktionieren bei Ihren Leser*innen nicht.

Gewöhnliche Akelei (Aquilegia vulgaris), (c) Wolfgang Piepers/naturgucker.de
Charakteristische Blüten

Blauviolett ist die typische Blütenfarbe der Gewöhnlichen Akelei (Aquilegia vulgaris). Von Mai bis Juli zeigt die mehrjährige Staude ihre auffälligen Blüten. Wichtigstes Erkennungsmerkmal: die fünf nach hinten gebogenen Sporne, in denen sich der Nektar befindet.

Fotograf*in: Wolfgang Piepers/naturgucker.de

Gewöhnliche Akelei (Aquilegia vulgaris), weißblühend, (c) Markus Koschinsky/naturgucker.de
Farbvielfalt im Garten

Neben der bekannten blauvioletten Wildform gibt es zahlreiche Zuchtformen mit anderen Blütenfarben. Weiße Akeleien bringen eine ganz eigene Note ins Staudenbeet. Bei der Auswahl lohnt sich allerdings ein genauer Blick auf den Blütenaufbau: Nicht jede Zuchtform ist für Insekten gleichermaßen geeignet.

Fotograf*in: Markus Koschinsky/naturgucker.de

Ackerhummel (Bombus pascuorum), (c) Rainer Ziebarth/naturgucker.de
Hummeln auf Nektarsuche

Langrüsselige Arten wie die Ackerhummel können mit ihrem Rüssel den Nektar erreichen, der tief in den Blütenspornen verborgen liegt. Dagegen kommen kurzrüsselige Hummeln nicht bis zur begehrten Nahrung. Beim regulären Blütenbesuch streifen die langrüsseligen Tiere die Blütenorgane und können dabei Pollen übertragen.

Fotograf*in: Rainer Ziebarth/naturgucker.de

Edhummel (Bombus sp.) beim Nektarraub, (c) Ronja Brauße/naturgucker.de
Abkürzung zum süßen Ziel

Kurzrüsselige Arten wie die Erdhummeln finden manchmal einen kreativen Weg zum Nektar: Sie beißen einfach von außen ein Loch in einen Blütensporn und gelangen durch diese Öffnung direkt an die süße Nahrung. Bei diesem sogenannten Nektarraub bleibt die Bestäubung in der Regel aus.

Fotograf*in: Ronja Brauße/naturgucker.de

Akelei (Aquilegia vulgaris) mit Spuren von Nektarraub, (c) Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Verräterische Spuren

Kleine Löcher an den Blütenspornen sind typische Spuren von Nektarraub. Meist stammen sie von Hummeln, die sich so einen direkten Zugang zur süßen Nahrung verschafft haben. Ist der Zugang erst einmal da, nutzen ihn weitere Insekten und zapfen ebenfalls Nektar ab.

Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de

Gefüllte Zuchtform der Akelei (Aquilegia vulgaris), (c) Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Schön anzusehen, aber für Insekten nicht immer nützlich

Gefüllte Akeleiblüten wirken besonders üppig. Ihre zusätzlichen Blütenblätter entstehen unter anderem dadurch, dass Staubblätter zu Blütenblättern umgebildet werden. Dadurch können Pollen und Nektar fehlen oder für Insekten schwer erreichbar sein. Wer die Akelei gezielt als Nahrungsquelle für Tiere pflanzen möchte, setzt besser auf ungefüllte Sorten.

Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de

Mitmachen & Service
Wichtiger technischer Hinweis

Bitte verwenden Sie für Ihre Berichterstattung ausschließlich die hier angegebenen Permalinks. Aus der Browserzeile kopierte Links sind individuelle Session-Links und funktionieren bei Ihren Leser*innen nicht.

Artporträt der Gewöhnlichen Akelei im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=-101967309&?desktop=1

Artporträt der Ackerhummel im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=-1969992619&?desktop=1

Artporträt der Baumhummel im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=8628331&?desktop=1

Porträt der Erdhummeln im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=-457676394&?desktop=1

Eigene Naturbeobachtungen melden:
https://naturgucker.de

Kostenlose E-Learning-Kurse der NABU|naturgucker-Akademie:
Garten Grundwissen: https://NABU-naturgucker-Akademie.de/Garten-Grundwissen/
Pflanzen Grundwissen: https://NABU-naturgucker-Akademie.de/Pflanzen-Grundwissen/
Hummeln kompakt: https://NABU-naturgucker-Akademie.de/Hummeln-Kompakt/

Sie benötigen weitere Informationen?

Sie haben Fragen zu NABU|naturgucker oder suchen eine*n Gesprächspartner*in für Ihre Berichterstattung? Sprechen Sie uns gern an. Unsere Pressesprecherin hilft Ihnen weiter.

Gaby Schulemann-Maier
Tel.: +49 (0)152/09432828
E-Mail: presse@NABU-naturgucker.de

Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November, Dezember, Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Tiernamen erklärt, Tiernamen und ihre Bedeutung, kuriose Tiernamen, Namensgebung, Artnamen, Artennamen, Artenbestimmung, Artbestimmung, Bestimmungsfehler, Tiere bestimmen, Naturbeobachtung, Naturwissen, Namensirrtümer, volkstümliche Namen, deutsche Namen, Trivialnamen, Tiernamen verstehen

📷Bildrecherche in unserem Meldeportal

Sie möchten gern selbst nach Bildmotiven suchen? Unsere Tipps für Ihre individuelle Bildrecherche in unserem Meldeportal für Naturbeobachtungen finden Sie → hier.