Während viele Schmetterlinge als Ei, Raupe oder Puppe überwintern, schlüpfen einige Nachtfalter erst im Herbst oder Winter. Ihre Lebensweise ist ungewöhnlich – vom kurzen Leben als erwachsenes Individuum bis zur Ausbreitung des Nachwuchses mit dem Wind.
🌐 Räumlicher Bezug: deutschlandweit
📅 Idealer Veröffentlichungstermin: November bis Februar
📰 Geeignet für: Print und Online
📦Komplettes Themenpaket
3 Titel- und Teaser-Varianten | Text (Kurz- und Langfassung) | 9 Fotos (300 dpi) | Bildunterschriften | 6 Texte für Online-Bilderstrecke | Textkasten „Erstaunliche Fakten“ | Mitmachen & Service
Das Themenpaket im Detail
Pressefotos
Zum Herunterladen einzelner Motive bitte auf die entsprechenden Vorschaubilder klicken.
Motiv 1

Bildunterschrift: Männlicher Kleiner Frostspanner
Fotograf*in: Andreas Röcker/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 24.10.2022
Aufnahmeort: Albstadt
Bildgröße: 3000 × 1998 px
Motiv 4

Bildunterschrift: Weiblicher Buchen-Frostspanner
Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 01.11.2015
Aufnahmeort: Frankenau
Bildgröße: 2491 × 1731 px
Motiv 7

Bildunterschrift: Männlicher Weißgrauer Breitflügelspanner
Fotograf*in: Brigitte Schmälter/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 26.01.2018
Aufnahmeort: Eitorf
Bildgröße: 2032 × 1526 px
Lizenz sämtlicher Fotos: → CC BY-SA 4.0 (Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International)
3 Titel- und Teaser-Varianten
Winterfalter: Hochsaison in der kalten Jahreszeit
Während viele Schmetterlinge als Ei, Raupe oder Puppe überwintern, schlüpfen einige Nachtfalter erst im Herbst oder Winter. Ihre Lebensweise ist ungewöhnlich – vom kurzen Leben als erwachsenes Individuum bis zur Ausbreitung des Nachwuchses mit dem Wind.
Wenn Schmetterlingsweibchen im Winter zu Fuß gehen
Bei mehreren Frostspannerarten sind die Weibchen flugunfähig. Sie klettern an Baumstämmen und Hauswänden empor und locken die geflügelten Männchen mit Duftstoffen an. Ein Blick auf die Schmetterlinge, deren Flugzeit mitten im Winter liegt.
Schmetterlinge im Winter? Und ob!
Während viele Schmetterlinge als Ei, Raupe oder Puppe überwintern, schlüpfen einige Nachtfalter erst im Herbst oder Winter. Ihre Lebensweise ist ungewöhnlich – vom kurzen Leben als erwachsenes Individuum bis zur Ausbreitung des Nachwuchses mit dem Wind.
Kurztext (242 Wörter/1.760 Zeichen inkl. Leerzeichen)
Schmetterlinge im Winter? Tatsächlich sind einige Falterarten gerade dann unterwegs, wenn es lange dunkel ist und die Temperaturen niedrig sind. Dazu gehören Frostspanner und verwandte Spezies, deren Lebensweise sich deutlich von der anderer Schmetterlinge unterscheidet. Bei mehreren Arten können die Weibchen nicht fliegen, da ihre Flügel stark zurückgebildet sind. Damit die flugfähigen Männchen sie möglichst schnell finden, klettern sie an Baumstämmen oder Hauswänden empor und senden Duftstoffe aus.
Die erwachsenen Falter leben meist nur wenige Tage. Zudem sind die Mundwerkzeuge bei etlichen im Herbst und Winter aktiven Schmetterlingen so stark reduziert, dass sie keine Nahrung mehr aufnehmen können. Sie zehren stattdessen von Reserven aus dem Raupenstadium und konzentrieren sich ganz auf die Fortpflanzung.
Ihre Eier überdauern die Kälte, und im Frühjahr schlüpfen die Raupen, die sich von Blättern und Knospen ernähren. Vor allem sie sind es, die neue Lebensräume erobern. Kurz nach dem Schlüpfen lassen sich die winzigen Jungraupen an feinen Seidenfäden vom Wind davontragen. Mit etwas Glück landen sie an einem Ort, an dem sie überleben können.
Obwohl sie Winterfalter genannt werden, sind nicht alle dieser Schmetterlinge im tiefsten Winter draußen anzutreffen. Der Kleine Frostspanner, der Buchen-Frostspanner und der Große Frostspanner sind vorwiegend im Spätherbst unterwegs; einzelne Tiere können aber noch im Dezember oder Januar beobachtet werden. Dagegen zeigt sich der Weißgraue Breitflügelspanner vor allem im Spätwinter und im zeitigen Frühling.
Beobachtungen dieser Insekten lassen sich auf naturgucker.de dokumentieren. Kostenlose Online-Kurse zu Schmetterlingen bietet die NABU|naturgucker-Akademie unter NABU-naturgucker-Akademie.de.
Langtext (526 Wörter/3.737 Zeichen inkl. Leerzeichen)
Schmetterlinge im Winter? Tatsächlich sind manche Falterarten gerade dann unterwegs, wenn es lange dunkel ist und die Temperaturen niedrig sind. Frostspanner und einige verwandte Arten sind auf die kühle Jahreszeit eingestellt. Während andere Schmetterlinge den Winter als Ei, Raupe oder Puppe überdauern, schlüpfen manche dieser Nachtfalter erst im Herbst oder sogar mitten im Winter. Doch nicht nur ihre Flugzeit hält Überraschungen bereit.
Bei mehreren Frostspannerarten unterscheiden sich die Geschlechter deutlich voneinander. Ihre voll entwickelten Flügel ermöglichen es den Männchen, in der Dämmerung oder nachts die flugunfähigen Weibchen zu suchen. Dass sie nicht fliegen können, liegt an ihren stark reduzierten oder nahezu vollständig fehlenden Flügeln. Nach dem Schlüpfen klettern die Weibchen an Baumstämmen, Ästen oder anderen senkrechten Strukturen hinauf. Duftstoffe helfen ihnen dabei, die Männchen anzulocken. Nach der Paarung werden die Eier an Zweigen, in Rindenritzen oder in der Nähe von Knospen abgelegt.
Für viele dieser in der kalten Jahreszeit aktiven Schmetterlingsarten währt das Erwachsenenleben nur kurz. Nahrung nehmen die Falter nicht auf, da ihre Mundwerkzeuge zurückgebildet sind. Stattdessen zehren sie von den Reserven, die sie während ihrer Zeit als Raupe angelegt haben. Die gespeicherte Energie dient vor allem der Partnersuche und Fortpflanzung. Häufig endet das Leben der Falter schon nach wenigen Tagen.
Wie schaffen es die Frostspanner unter diesen Bedingungen, neue Gebiete zu erobern, obwohl ihre Weibchen nicht fliegen können und die Männchen sich meist in ihrer unmittelbaren Nähe aufhalten? Es ist der Nachwuchs, der in vielen Fällen diese wichtige Aufgabe übernimmt. Kurz nach dem Schlüpfen können die Jungraupen feine Seidenfäden bilden. An diesen werden sie von Luftströmungen erfasst und davongetragen. Dieses Verhalten wird als Ballooning bezeichnet. Für die winzigen Tiere ist es eine Reise in eine ungewisse Zukunft, denn längst nicht alle von ihnen landen an Stellen, an denen sie überleben können.
Das ungewöhnliche Zusammenspiel der Geschlechter lässt sich beim Kleinen Frostspanner (Operophtera brumata) gut beobachten – oft sogar im Siedlungsraum. Wer bei Dunkelheit mit einer Taschenlampe Mauern und Baumstämme absucht, kann die Weibchen mit etwas Glück entdecken. Dagegen lassen sich die Männchen eher im Flug oder in der Nähe von Gehölzen bzw. an Lichtquellen beobachten.
Grau, braun und beige statt leuchtender Farben – die meisten dieser Schmetterlinge sind eher unauffällig gefärbt. Dadurch sind sie auf Baumrinde und zwischen Zweigen schwer zu entdecken. Ihre Färbung tarnt sie je nach Untergrund optimal. Um sie zu finden, braucht es deshalb vor allem einen aufmerksamen Blick. Mit etwas Glück warten an Gehölzrändern, in Parks und im Wald überraschende Begegnungen mit den Faltern.
Wann es sich lohnt, nach winteraktiven Schmetterlingen zu suchen, hängt von der Art ab. Der Kleine Frostspanner, der Buchen-Frostspanner und der Große Frostspanner fliegen vor allem im Spätherbst. Sie können jedoch noch im Dezember auftreten, beim Großen Frostspanner sogar vereinzelt bis in den Januar hinein. Andere Arten kommen später zum Zug: Beim Weißgrauen Breitflügelspanner liegt die Hauptflugzeit im späteren Winter und im zeitigen Frühjahr. „Winterfalter“ bilden also keine einheitliche Gruppe mit einem gemeinsamen Jahresrhythmus.
Beobachtungen helfen dabei, die Flugzeiten der verschiedenen Arten besser nachzuvollziehen. Wer einen Frostspanner oder einen anderen Winterfalter entdeckt, kann den Fund auf naturgucker.de dokumentieren. Für alle, die ihr Wissen über Schmetterlinge ausbauen möchten, bietet die NABU|Naturgucker-Akademie kostenlose Online-Kurse zu diesen Insekten an.
Textkasten „Erstaunliche Fakten“ (287 Wörter/2.143 Zeichen inkl. Leerzeichen)
Acht erstaunliche Fakten über Winterfalter
- Gedeckte Farben zur Tarnung: Viele Winterfalter sind grau, beige oder braun gefärbt. Dadurch fallen sie auf Baumrinde und zwischen Zweigen oft kaum auf. Wie gut diese Tarnung funktioniert, hängt jedoch vom jeweiligen Untergrund ab.
- Nur die Männchen fliegen: Bei mehreren Frostspannerarten und einigen Verwandten sind die Weibchen flugunfähig. Ihre Flügel sind stark verkleinert oder fehlen fast vollständig. Deshalb sehen sie auf den ersten Blick nicht wie typische Schmetterlinge aus. Die Männchen besitzen dagegen voll entwickelte Flügel.
- Weibchen auf Klettertour: Auf der Suche nach einem Ort, um einen Partner anzulocken oder ihre Eier abzulegen, klettern die Weibchen an Baumstämmen, Mauern und Hauswänden empor. Wer nachts mit einer Taschenlampe sucht, kann sie dort mit etwas Glück entdecken.
- Verlockende Düfte: Die Weibchen verschiedener Winterfalterarten nutzen Sexuallockstoffe, sogenannte Pheromone, um die Männchen anzulocken. Mit ihren Fühlern (Antennen) nehmen die Faltermännchen diese speziellen Düfte wahr.
- Kurzes Falterleben: Viele Nachtfalterarten, deren Flugzeit in den Winter fällt, leben als erwachsene Schmetterlinge nur wenige Tage. In dieser Zeit stehen für sie Partnersuche und Fortpflanzung im Mittelpunkt.
- Schmetterlinge auf Nulldiät: Bei mehreren Arten von Winter- und Herbstspannern sind die Mundwerkzeuge zurückgebildet. Deshalb können die erwachsenen Tiere keine Nahrung aufnehmen. Sie leben ausschließlich von den Reserven, die sie als Raupen angelegt haben.
- Verschiedene Flugzeiten im Winter: Der Kleine Frostspanner, der Buchen-Frostspanner und der Große Frostspanner sind vorwiegend spätherbstliche Falter. Sie können jedoch oft noch im Dezember oder vereinzelt sogar im Januar auftauchen. Beim Weißgrauen Breitflügelspanner liegt die Hauptflugzeit dagegen im Spätwinter und zeitigen Frühling.
- Fliegende Raupen: Winzige, im Frühling frisch geschlüpfte Raupen einiger Frostspannerarten produzieren feine Seidenfäden, mit deren Hilfe sie fliegen können. Wenn der Wind die Fäden erfasst, heben die Jungraupen ab und erreichen mit etwas Glück neue, passende Lebensräume. Dieses Verhalten wird als Ballooning bezeichnet.
6 Texte für Online-Bilderstrecke
Wichtiger technischer Hinweis
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Kleiner Frostspanner (Operophtera brumata)
Wenn die Insekten des Frühlings und Sommers längst von der Bildfläche verschwunden sind, hat der Kleine Frostspanner seinen Auftritt. Die Männchen dieser Spätherbst- und Winterart fliegen in der Dämmerung und nachts umher, um nach den flugunfähigen Weibchen zu suchen.
Fotograf*in: Andreas Röcker/naturgucker.de
Zusätzlich steht folgendes Motiv (flugunfähiges Weibchen) zur Verfügung:
Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Buchen-Frostspanner (Operophtera fagata)
Als Schwesterart sieht der Buchen-Frostspanner dem Kleinen Frostspanner zum Verwechseln ähnlich. Erst auf den zweiten Blick verraten ihn seine etwas breiteren Flügel und die ein wenig hellere Färbung. Wie bei der verwandten Art sind auch hier die Weibchen flugunfähig. Beobachten lässt sich der Buchen-Frostspanner vom Spätherbst bis in den Dezember hinein.
Fotograf*in: Istvan und Sabine Palfi/naturgucker.de
Zusätzlich steht folgendes Motiv (flugunfähiges Weibchen) zur Verfügung:
Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Großer Frostspanner (Erannis defoliaria)
Beim Großen Frostspanner fallen vor allem die kontrastreich gemusterten Flügel der Männchen auf. Wie bei den anderen Frostspannern sind die Weibchen flugunfähig, da ihre Flügel stark verkümmert sind. Zwar liegt die Hauptflugzeit dieser Schmetterlingsart im Spätherbst, einzelne Individuen lassen sich jedoch noch bis tief in den Winter hinein oder mitunter sogar im Januar beobachten.
Fotograf*in: Andreas Röcker/naturgucker.de
Zusätzlich steht folgendes Motiv (flugunfähiges Weibchen) zur Verfügung:
Fotograf*in: Stephanie Krollmann/naturgucker.de
Weißgrauer Breitflügelspanner (Agriopis leucophaearia)
Beim Weißgrauen Breitflügelspanner fliegen die Männchen vor allem im späten Winter und zeitigen Frühjahr. Wer in diesen Monaten Gehölzränder und Baumstämme genauer absucht, kann die unauffälligen Falter entdecken. Und auch bei dieser Art gilt: Weibliche Individuen haben nur sehr kleine Flügelstummel.
Fotograf*in: Brigitte Schmälter/naturgucker.de
Begegnungen im Siedlungsraum
Gibt es in der Nähe Gehölze, lassen sich im Siedlungsraum oft einige der typischen Winterfalter antreffen. Ihre flugunfähigen Weibchen ruhen mitunter an Hauswänden oder Mauern, wo sie leichter zu entdecken sind als auf knorziger Baumrinde. Abends zeigen sich im Schein einer Taschenlampe oft auch die fliegenden Männchen. Weil sie von Licht angezogen werden, ruhen sie manchmal tagsüber an Hauswänden, die nachts beleuchtet werden.
Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Hinweis: Die Abbildung zeigt einen männlichen Kleinen Frostspanner (Operophtera brumata)
Reisen am seidenen Faden
Manche frisch geschlüpften Frostspannerraupen bilden feine Seidenfäden. Der Wind erfasst die winzigen Tiere und trägt sie an den Fäden zu anderen Gehölzen – eine Chance, neue Lebensräume zu erobern. Doch für viele Raupen endet der Ausflug tödlich, wenn sie an Orten landen, an denen sie nicht überleben können. Das Foto zeigt eine schon etwas ältere Raupe des Großen Frostspanners (Erannis defoliaria).
Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Mitmachen & Service
Wichtiger technischer Hinweis
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Artporträt des Kleinen Frostspanners im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=320851956&?desktop=1
Artporträt des Buchen-Frostspanners im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=-1730121442&?desktop=1
Artporträt des Großen Frostspanners im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=1949295250&?desktop=1
Artporträt des Weißgrauen Breitflügelspanners im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=-1827773983&?desktop=1
Eigene Naturbeobachtungen melden:
https://naturgucker.de
Kostenlose E-Learning-Kurse der NABU|naturgucker-Akademie:
Schmetterlinge Grundwissen: https://NABU-naturgucker-Akademie.de/Schmetterlinge-Grundwissen/
Schmetterlinge kompakt: https://NABU-naturgucker-Akademie.de/Schmetterlinge-Kompakt/
Nachtfalter Aufbauwissen: https://NABU-naturgucker-Akademie.de/Nachtfalter-Aufbauwissen/
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Gaby Schulemann-Maier
Tel.: +49 (0)152/09432828
E-Mail: presse@NABU-naturgucker.de
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