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Warum sich der Blick auf Moose jetzt lohnt

Moose lassen sich von Herbst und Winter kaum beeindrucken. Während viele Pflanzen ihr Wachstum einstellen, bleiben die kleinen grünen Überlebenskünstler vielerorts präsent – auf Waldböden ebenso wie auf Mauern, Steinen, Baumstämmen oder in Pflasterfugen. Ein genaueres Hinsehen lohnt sich: Zwischen den winzigen Blättchen, Stämmchen und Sporenkapseln verbirgt sich eine erstaunlich vielfältige Welt im Kleinen.

🌐 Räumlicher Bezug: deutschlandweit

📅 Idealer Veröffentlichungstermin: November bis Februar

📰 Geeignet für: Print und Online

📦Komplettes Themenpaket

3 Titel- und Teaser-Varianten | Text (Kurz- und Langfassung) | 11 Fotos (300 dpi) |
Bildunterschriften | 7 Texte für Online-Bilderstrecke | Fakten (kurz & kompakt) | Mitmachen & Service

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Das Themenpaket im Detail

Pressefotos

Zum Herunterladen einzelner Motive bitte auf die entsprechenden Vorschaubilder klicken.

Motiv 1
Erd-Drehzahnmoos (Syntrichia ruralis), (c) Reinhard Naumann/naturgucker.de

Bildunterschrift: Erd-Drehzahnmoos mit seinen typischen, feinen Glashaaren
Fotograf*in: Reinhard Naumann/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 31.03.2018
Aufnahmeort: Arnstein
Bildgröße: 2048 x 1398 px

Motiv 2
Gemeines Brunnenlebermoos (Marchantia polymorpha), (c) Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de

Bildunterschrift: Das Gemeine Brunnenlebermoos ist an seinen kleinen, runden Brutbechern zu erkennen
Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 27.08.2023
Aufnahmeort: Essen/Nordrhein-Westfalen
Bildgröße: 3582 x 2384 px

Motiv 3
Gewöhnliches Kratzmoos (Radula complanata), (c) Ulrich Sach/naturgucker.de

Bildunterschrift: Das Gewöhnliche Kratzmoos gehört zu den Lebermoosen
Fotograf*in: Ulrich Sach/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 12.01.2024
Aufnahmeort: Wurmberg/Baden-Württemberg
Bildgröße: 2968 x 1975 px

Motiv 4
Mauer-Drehzahnmoos (Tortula muralis), (c) Istvan und Sabine Palfi/naturgucker.de

Bildunterschrift: Mauer-Drehzahnmoos im Winter
Fotograf*in: Istvan und Sabine Palfi/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 27.02.2022
Aufnahmeort: Görlitz
Bildgröße: 4096 x 3154 px

Motiv 5
Polster-Kissenmoos (Grimmia pulvinata), (c) Karl-Heinz Fuldner/naturgucker.de

Bildunterschrift: Im Winter leuchtend grün: das Polster-Kissenmoos
Fotograf*in: Karl-Heinz Fuldner/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 23.02.2018
Aufnahmeort: Schloßböckelheim
Bildgröße: 2370 x 1333 px

Motiv 6
Polster-Kissenmoos (Grimmia pulvinata), (c) Markus Koschinsky/naturgucker.de

Bildunterschrift: Wächst in Polstern und hat Glashaare: das Polster-Kissenmoos
Fotograf*in: Markus Koschinsky/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 17.12.2023
Aufnahmeort: Herzberg am Harz
Bildgröße: 3000 x 2250 px

Motiv 7
Sparriges Kranzmoos (Rhytidiadelphus squarrosus), (c) Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de

Bildunterschrift: Seine teils rötlichen Stängel und die Sternform sind typisch für das Sparrige Kranzmoos
Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 30.01.2024
Aufnahmeort: Essen/Nordrhein-Westfalen
Bildgröße: 3000 x 1997 px

Motiv 8
Zypressenschlafmoos (Hypnum cupressiforme), (c) Andreas Muehlenfeld/naturgucker.de

Bildunterschrift: Das weit verbreitete Zypressenschlafmoos leuchtet auch im Winter auffällig grün
Fotograf*in: Andreas Mühlenfeld/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 13.01.2025
Aufnahmeort: Freiburg im Breisgau
Bildgröße: 4032 x 3024 px

Motiv 10
Torfmoos (Sphagnum sp.), (c) Dorothea Bellmer/naturgucker.de

Bildunterschrift: Torfmoose sind effiziente Wasserspeicher und perfekt an nasse, saure und nährstoffarme Standorte wie Hochmoore und Feuchtheiden angepasst
Fotograf*in: Dorothea Bellmer/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 29.05.2025
Aufnahmeort: Wanna
Bildgröße: 3854 x 2569 px

Motiv 10
Gemeine Feuerwanzen (Pyrrhocoris apterus) verstecken sich unter Moos, (c) Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de

Bildunterschrift: Feuerwanzen verstecken sich oft gern unter lockerem Moos
Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 22.09.2022
Aufnahmeort: Dortmund
Bildgröße: 2000 x 1390 px

Motiv 11
Mauerassel (Oniscus asellus) versteckt sich im Moos, (c) Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de

Bildunterschrift: Tagsüber hält sich die überwiegend nachtaktive Mauerassel gern in Moospolstern auf
Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 06.06.2021
Aufnahmeort: Essen/Nordrhein-Westfalen
Bildgröße: 3000 x 1997 px

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3 Titel- und Teaser-Varianten

Kleine grüne Wunder: Warum sich der Blick auf Moose jetzt lohnt

Moose lassen sich von Herbst und Winter kaum beeindrucken. Während viele Pflanzen ihr Wachstum einstellen, bleiben die kleinen grünen Überlebenskünstler vielerorts präsent – auf Waldböden ebenso wie auf Mauern, Steinen, Baumstämmen oder in Pflasterfugen. Ein genaueres Hinsehen lohnt sich: Zwischen den winzigen Blättchen, Stämmchen und Sporenkapseln verbirgt sich eine erstaunlich vielfältige Welt im Kleinen.

Miniatur-Urwälder vor der Haustür: die erstaunliche Welt der Moose

Im Alltag gelten Moose oft als unscheinbar oder sogar störend. Bei genauerer Betrachtung erweisen sie sich jedoch als bemerkenswerte Überlebenskünstler. Selbst auf Mauerkronen, Dächern oder zwischen Gehwegplatten trotzen spezialisierte Arten Hitze und Frost. Auf schattigen Waldböden bilden sie hingegen oft dichte Teppiche. Mit ihrem leuchtenden Grün fallen sie im Herbst und Winter besonders auf.

Überlebenskünstler in Pflasterritzen und Wäldern: Moose

Wenn die Vegetation ringsum zurückgeht, haben Moose vielerorts ihren großen Auftritt. Ob auf Erde, Gestein, Baumrinde oder Mauern – diese urtümlichen Pflanzen besiedeln die unterschiedlichsten Orte und bilden dort faszinierende Miniaturwelten. Wer ihnen mit etwas Aufmerksamkeit begegnet, kann während der kalten Jahreszeit viel entdecken.

Kurztext (207 Wörter/1.574 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Wenn die Landschaft im Herbst und Winter eher grau und kahl ist, leuchten vielerorts sattgrüne Moospolster hervor. Die unscheinbaren Pflanzen sind erstaunlich widerstandsfähig. Während heißer, regenarmer Sommer können sie vollständig austrocknen und wirken dann abgestorben. Sobald wieder ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist, werden sie aktiv. Frost überstehen viele Arten ebenfalls problemlos, indem sie ihren Stoffwechsel stark herunterfahren.

Wie erstaunlich ihre Fähigkeiten sind, zeigen Funde aus den Polarregionen. In der kanadischen Arktis wurden Moose entdeckt, die rund 400 Jahre unter einem Gletscher gelegen hatten. Nach dem Abschmelzen des Eises konnte das Pflanzenmaterial im Labor wieder zum Wachsen gebracht werden. Eine Moosart aus der Nähe der Antarktis übertrifft diesen Zeitraum sogar deutlich: Rund 1.500 Jahre altes, gefrorenes Pflanzenmaterial wuchs nach dem Auftauen wieder.

Moose sind keineswegs nur in Wäldern zu finden. Viele Arten besiedeln Mauern, Dächer und Pflasterritzen und kommen mit trockenen, sonnigen oder stark vom Menschen geprägten Standorten zurecht. Ihre dichten Polster sind zugleich winzige Lebensräume für Bärtierchen, Milben, Fadenwürmer und andere Kleinstlebewesen.

Wer die faszinierenden Miniaturwelten genauer erkunden möchte, braucht dafür keine besondere Ausrüstung. Schon mit der Makrofunktion eines Smartphones lassen sich überraschende Details entdecken. Eigene Funde können auf naturgucker.de dokumentiert werden. Wer mehr über Moose lernen möchte, findet bei der NABU|naturgucker-Akademie einen kostenlosen Online-Kurs.

Langtext (606 Wörter/4.494 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Spaziergänge in der Natur sind in den kühlen Monaten keineswegs langweilig. Denn obwohl sich die Landschaft weniger farbenfroh präsentiert als im Sommer, gibt es einiges zu entdecken. Zwischen fallendem Laub, kahlen Stängeln und wintergrauen Flächen leuchtet vielerorts sattes Grün. Moose sind auch in der kalten Jahreszeit präsent und kommen dann besonders gut zur Geltung – zumindest solange sie nicht von einer dicken Schneedecke bedeckt sind.

Für ihren Stoffwechsel benötigen Moose Wasser. Sie können es über ihre gesamte Oberfläche aufnehmen. Im Gegensatz zu Blütenpflanzen besitzen sie keine echten Wurzeln, sondern nur wurzelähnliche Strukturen (Rhizoide), die vor allem der Befestigung dienen. Während trockener, warmer Sommer können Moose vollständig austrocknen und wirken dann so, als wären sie abgestorben. Spätestens im Herbst, wenn Regen und Feuchtigkeit sie wieder mit Wasser versorgen, werden sie erneut aktiv. Dank dieser Fähigkeit sorgen sie während der kühlen Monate für grüne Farbtupfer in der Landschaft.

Eine weitere Besonderheit ist ihre erstaunliche Frosttoleranz. Bei widrigen Bedingungen können Moose ihren Stoffwechsel stark herunterfahren und ihn wieder ankurbeln, sobald die Verhältnisse günstiger sind. Wie weit ihre Überlebensfähigkeit reichen kann, zeigen Funde aus den Polarregionen. In der kanadischen Arktis wurden Moose entdeckt, die rund 400 Jahre unter einem Gletscher gelegen hatten. Nach dem Abschmelzen des Eises konnte ein Teil des Pflanzenmaterials im Labor wieder zum Wachsen gebracht werden.

Doch selbst vier Jahrhunderte sind noch nicht das Ende der Fahnenstange. Chorisodontium aciphyllum, eine Moosart aus der Nähe der Antarktis, übertrifft diesen Zeitraum bei Weitem. Aus einem gefrorenen Mooslager wurden Proben untersucht, die ein Alter von mindestens 1500 Jahren aufweisen. Im Labor begann das alte Pflanzenmaterial nach dem Auftauen wieder zu wachsen.

Wer nach diesen Überlebenskünstlern sucht, wird hierzulande an vielen Orten fündig. Schattige Nadel- und Mischwälder bieten zahlreichen Moosarten geeignete Lebensbedingungen. So kann etwa das Rotstängelmoos dort dichte Teppiche bilden. Moose besiedeln jedoch keineswegs nur naturnahe Lebensräume. Auf alten Mauern, Dachflächen und in Pflasterritzen haben sich Arten etabliert, die mit Trockenheit, Hitze und anderen herausfordernden Lebensbedingungen in urbanen Räumen gut zurechtkommen.

Ein auffälliger Vertreter auf Mauern ist das Polster-Kissenmoos. Es bildet kompakte, rundliche Polster und wächst bevorzugt an offenen, sonnigen Standorten auf Mauern und Gestein. An den Blattspitzen sitzen lange, farblose Glashaare. Dadurch können die Polster im Licht silbrig schimmern oder wie von Raureif überzogen wirken. Diese Haare bestehen natürlich nicht aus Glas, sondern sind verlängerte Blattspitzen. Sie bieten der Pflanze einen Schutz vor übermäßiger Austrocknung.

Auf Gehwegen und in Pflasterritzen ist das Silber-Birnmoos häufig zu sehen. Seine silbrige Färbung verdankt es den farblosen Zellen an den Blattspitzen. Der zweite Teil seines deutschen Namens geht dagegen auf die Form der Sporenkapseln zurück, die an winzige Birnen erinnern. Dieses Moos kommt mit trockenen und stark vom Menschen geprägten Standorten gut zurecht. In schattigen Vorgärten lässt sich unter anderem das Sparrige Kranzmoos beobachten. Weil es sich gern auf Rasenflächen ausbreitet, ist es allerdings nicht bei allen Menschen beliebt.

Moose erfüllen in der Natur wichtige ökologische Aufgaben. Sie können große Mengen Wasser aufnehmen und speichern und tragen so dazu bei, die Feuchtigkeit zurückzuhalten. Ihre dichten Polster sind zudem wichtige Lebensräume für zahlreiche Kleinstlebewesen. Bärtierchen, Milben und Fadenwürmer finden zwischen den Moospflänzchen Nahrung und Schutz. Für manche Tiere sind Moospolster perfekte Überwinterungsquartiere. Die Raupen einiger hochspezialisierter Nachtfalter ernähren sich ausschließlich von Moosen.

Um diese Miniaturwelten zu erkunden, braucht es keine teure Ausrüstung. Schon die Makrofunktion moderner Smartphone-Kameras ermöglicht überraschende Einblicke in die feinen Strukturen. Schwieriger wird es bei der Bestimmung, denn viele Moosarten lassen sich nur anhand spezieller und oft sehr kleiner Merkmale voneinander unterscheiden. Wer eigene Funde fotografiert und auf dem Meldeportal naturgucker.de einträgt, unterstützt die Erforschung ihrer Verbreitung. Und wer mehr über Moose lernen möchte, findet bei der NABU|naturgucker-Akademie einen kostenlosen Online-Kurs.

7 Texte für Online-Bilderstrecke
Wichtiger technischer Hinweis

Bitte verwenden Sie für Ihre Berichterstattung ausschließlich die hier angegebenen Permalinks. Aus der Browserzeile kopierte Links sind individuelle Session-Links und funktionieren bei Ihren Leser*innen nicht.

Torfmoos (Sphagnum sp.), (c) Dorothea Bellmer/naturgucker.de
Saugstarke Miniatur-Schwämme
Die Verwandlung nach dem Regen

Vertrocknete Moospolster sehen vor allem im Sommer oft braun und tot aus. Fällt dann spätestens im Herbst der erste Regen, vollzieht sich jedoch eine blitzschnelle Verwandlung: Das Gewebe nimmt Feuchtigkeit auf und das Volumen der Pflanze vergrößert sich um etwa ein Viertel. Gleichzeitig erstrahlen die feinen Blättchen binnen Minuten wieder in tiefem Grün. Je nach Art können die pflanzlichen Schwämme das bis zu 40-Fache ihres eigenen Trockengewichts an Wasser speichern. Hier ist Torfmoos (Sphagnum sp.) zu sehen.

Fotograf*in: Dorothea Bellmer/naturgucker.de

Erd-Drehzahnmoos (Syntrichia ruralis), (c) Reinhard Naumann/naturgucker.de
Leben ohne Wurzeln
Versorgung direkt aus der Luft

Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen wie Bäumen oder Stauden besitzen Moose keine eigentlichen Wurzeln. Ihre feinen Fäden dienen lediglich dazu, sich an Rinden, Steinen oder Böden festzuhalten. Wasser und Nährstoffe filtern die Moose direkt aus der feuchten Umgebungsluft, aus Nebeltröpfchen oder Regenwasser. Dadurch reagieren sie sehr empfindlich auf die Luftqualität. Hier ist das Erd-Drehzahnmoos (Syntrichia ruralis) zu sehen.

Fotograf*in: Reinhard Naumann/naturgucker.de

Gemeines Brunnenlebermoos (Marchantia polymorpha), (c) Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Drei Gruppen, viele Erscheinungsformen
Laub-, Leber- und Hornmoose

Hinter dem Sammelbegriff „Moose” verbergen sich in Deutschland drei verschiedene Pflanzengruppen: Laubmoose, Lebermoose und Hornmoose. Laubmoose bilden häufig die typischen grünen Polster und Teppiche, während Lebermoose ganz unterschiedliche Formen annehmen können – von kleinen, beblätterten Pflänzchen bis hin zu flächigen Gebilden. Hornmoose sind deutlich seltener. Ihren Namen verdanken sie den länglichen, hornförmigen Sporenträgern, die aus dem Pflanzenkörper herauswachsen. Hier ist das Gemeine Brunnenlebermoos (Marchantia polymorpha) zu sehen.

Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de

Polster-Kissenmoos (Grimmia pulvinata), (c) Markus Koschinsky/naturgucker.de
Kissenmoose im Siedlungsraum
Silbrige Kissen auf kargem Untergrund

Spezialisten wie das Polster-Kissenmoos (Grimmia pulvinata) besiedeln selbst extrem sonnenexponierte Standorte wie Mauerkronen, Dachziegel oder Betonsockel. Lange, weiße Glashaare an den Blattspitzen verleihen den Mooskissen einen silbrigen Schimmer. Diese Haare erfüllen eine wichtige Schutzfunktion, da sie starkes Sonnenlicht reflektieren und die Verdunstung reduzieren.

Fotograf*in: Markus Koschinsky/naturgucker.de

Sparriges Kranzmoos (Rhytidiadelphus squarrosus), (c) Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Teppichbildende Bodenbewohner
Durchsetzungsstarkes Rasenmoos

Während Mauermoose meist kompakte Kissen bilden, um Wasser zu sparen, breiten sich Arten auf feuchten Böden oft teppichartig aus. Ein bekannter Vertreter ist das Sparrige Kranzmoos (Rhytidiadelphus squarrosus), dessen charakteristisch zurückgebogene Blättchen es wie eine Ansammlung winziger grüner Sterne wirken lassen. Bei ausreichender Feuchtigkeit sorgt es für leuchtende Farbflächen auf Wiesen. Findet es gute Bedingungen vor, verdrängt es Gräser und bildet große Moosrasen. In Gärten ist es deshalb meist nicht gern gesehen.

Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de

Mauerassel (Oniscus asellus) versteckt sich im Moos, (c) Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Mikrokosmos und Lebensraum
Kleine Wildnis für zahllose Tiere

Was aus der Entfernung wie ein schlichter grüner Teppich aussieht, entpuppt sich aus der Nähe als dicht besiedelte Miniatur-Wildnis. Schätzungen zufolge nutzen mehrere Tausend Tierarten in Deutschland Moospolster als Lebensraum. Auf einem Quadratmeter existieren oft Millionen Kleinstlebewesen. Vor allem mikroskopisch kleine Bärtierchen, Fadenwürmer und Milben finden im dichten Moos ein angenehmes Mikroklima und Schutz vor starkem Frost. Aber auch etwas größere Tiere wie die hier gezeigte Mauerassel (Oniscus asellus) halten sich gern zwischen Moosen auf.

Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de

Mauer-Drehzahnmoos (Tortula muralis), (c) Istvan und Sabine Palfi/naturgucker.de
Erkunden leicht gemacht
Blick durch die Lupe

Für die Beobachtung von Moosen wie dem hier gezeigten Mauer-Drehzahnmoos (Tortula muralis) ist keine teure Ausrüstung erforderlich. Bereits mit einer herkömmlichen Lupe oder der Makro-Funktion eines Smartphones lassen sich beeindruckende Details und Strukturen erkennen. Wer Aufnahmen von Wuchsform und Blättern macht, kann die Fotos anschließend auf dem Portal naturgucker.de hochladen und dort um Hilfe bei der Artbestimmung bitten.

Fotograf*in: Istvan und Sabine Palfi/naturgucker.de

Kurz & kompakt: 7 erstaunliche Fakten über Moose

Überlebenskünstler ohne Wurzeln

Moose besitzen keine echten Wurzeln. Stattdessen verankern sie sich mit feinen Haftfäden am Untergrund und nehmen Feuchtigkeit sowie Nährstoffe direkt über ihre Blättchen aus Luft und Regen auf.

Neustart nach Dürre

Nach monatelanger Trockenheit wirken Moose wie abgestorben. Sobald Wasser auf das Gewebe trifft, saugen sich die Zellen jedoch wieder voll, sodass sich das Polster um 20 bis 30 Prozent ausdehnt. Innerhalb weniger Minuten erstrahlt es wieder in sattem Grün.

Älter als die Dinosaurier

Moose gehören zu den ältesten Landpflanzen der Erde. Sie traten bereits vor rund 400 bis 450 Millionen Jahren in Erscheinung – lange bevor die ersten Blühpflanzen oder Dinosaurier existierten.

Drei Gruppen statt nur „Moose“

Was umgangssprachlich als „Moose“ bezeichnet wird, umfasst in Deutschland drei große Gruppen: Laubmoose, Lebermoose und Hornmoose. Laubmoose sind meist an ihren kleinen, dicht stehenden Blättchen zu erkennen. Sie bilden häufig die typischen grünen Polster und Teppiche. Lebermoose können dagegen sehr unterschiedliche Formen annehmen – von beblätterten Pflänzchen bis zu flächigen, bandartigen Gebilden. Hornmoose sind deutlich seltener. Ihren Namen verdanken sie den länglichen, hornförmigen Sporenträgern, die aus ihrem Pflanzenkörper herauswachsen.

Winzige Wildnis voller Leben

Auf nur einem Quadratmeter Laubmoos leben mehrere Millionen Individuen unzähliger Tierarten. In Deutschland nutzen schätzungsweise mehrere Tausend Spezies die Polster als Lebensraum oder geschütztes Winterquartier, darunter winzige Bärtierchen und Milben. Andere sind auf Laubmoose als Nahrung spezialisiert.

Ökologische Super-Schwämme

Je nach Art können Moospolster das 40-Fache ihres Trockengewichts an Wasser speichern. Dadurch schützen sie Böden vor Erosion und halten Feuchtigkeit in der Landschaft zurück.

Erkunden mit einfachen Mitteln

Um die verschiedenen Wuchsformen der Moose zu erkunden und zu fotografieren, reicht ein modernes Smartphone mit Makrofunktion oder eine Lupen-App. Natürlich geht es genauso gut mit einer echten Lupe. Die Fotos können auf dem Portal naturgucker.de hochgeladen werden. Dort gibt es auch Hilfe bei der Bestimmung der Arten.

Mitmachen & Service
Wichtiger technischer Hinweis

Bitte verwenden Sie für Ihre Berichterstattung ausschließlich die hier angegebenen Permalinks. Aus der Browserzeile kopierte Links sind individuelle Session-Links und funktionieren bei Ihren Leser*innen nicht.

Eigene Naturbeobachtungen melden:
https://naturgucker.de

Kostenlose E-Learning-Kurse der NABU|naturgucker-Akademie:
Moose Grundwissen: https://nabu-naturgucker-akademie.de/Moose-Grundwissen/
Pflanzen Grundwissen: https://nabu-naturgucker-akademie.de/Pflanzen-Grundwissen/

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Gaby Schulemann-Maier
Tel.: +49 (0)152/09432828
E-Mail: presse@NABU-naturgucker.de

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