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Zuckerwatte im Winterwald: Das Geheimnis des Haareises

An feuchten Wintertagen kann Totholz plötzlich aussehen, als hätte jemand feine Zuckerwatte darauf verteilt. Tatsächlich handelt es sich um hauchdünne Eishaare – und ein unscheinbarer Pilz im Holz spielt bei ihrer Entstehung eine entscheidende Rolle.

🌐 Räumlicher Bezug: deutschlandweit

📅 Idealer Veröffentlichungstermin: Ende November bis Februar (Winter)

📰 Geeignet für: Print und Online

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3 Titel- und Teaser-Varianten | Text (Kurz- und Langfassung) | 7 Fotos (300 dpi) |
Bildunterschriften | 6 Texte für Online-Bilderstrecke | Mitmachen & Service

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Das Themenpaket im Detail

Pressefotos

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Motiv 1
Durch die Rosagetönte Wachskruste (Exidiopsis effusa) verursachtes Haareis, (c) Ulrich Sach/naturgucker.de

Bildunterschrift: Haareis an Totholz in einem Buchenwald
Fotograf*in: Ulrich Sach/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 11.01.2025
Aufnahmeort: Pforzheim
Bildgröße: 3000 x 2000 px

Motiv 2
Durch die Rosagetönte Wachskruste (Exidiopsis effusa) verursachtes Haareis, (c) Ulrich Sach/naturgucker.de

Bildunterschrift: Dichtes Haareis an Totholz auf dem Waldboden
Fotograf*in: Ulrich Sach/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 17.01.2026
Aufnahmeort: Pforzheim
Bildgröße: 4088 x 2720 px

Motiv 3
Durch die Rosagetönte Wachskruste (Exidiopsis effusa) verursachtes Haareis, (c) Ingrid Michel/naturgucker.de

Bildunterschrift: Wie eine gefrorene Miniaturwelle liegt das Haareis auf dem Totholz
Fotograf*in: Ingrid Michel/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 09.01.2024
Aufnahmeort: Oberaula
Bildgröße: 4000 × 2664 px

Motiv 4
Durch die Rosagetönte Wachskruste (Exidiopsis effusa) verursachtes Haareis, (c) Gordon MacKay/naturgucker.de

Bildunterschrift: Ein dichtes Knäuel Haareis
Fotograf*in: Gordon MacKay/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 30.12.2016
Aufnahmeort: Hannoversch Münde
Bildgröße: 3072 × 1814 px

Motiv 5
Durch die Rosagetönte Wachskruste (Exidiopsis effusa) verursachtes Haareis, (c) Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de

Bildunterschrift: Filigran und doch kräftig – Haareis kann sogar lockere Rinde anheben
Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 18.01.2025
Aufnahmeort: Essen/Nordrhein-Westfalen
Bildgröße: 4000 × 2663 px

Motiv 6
Durch die Rosagetönte Wachskruste (Exidiopsis effusa) verursachtes Haareis, (c) Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de

Bildunterschrift: Sieht von Weitem aus wie Schnee, doch das Haareis wächst direkt aus dem Totholz
Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 31.01.2021
Aufnahmeort: Essen/Nordrhein-Westfalen
Bildgröße: 5000 × 3328 px

Motiv 7
Durch die Rosagetönte Wachskruste (Exidiopsis effusa) verursachtes Haareis, (c) Markus Koschinsky/naturgucker.de

Bildunterschrift: Haareis kann sich auch an stehendem Totholz bilden
Fotograf*in: Markus Koschinsky/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 19.01.2025
Aufnahmeort: Bad Iburg
Bildgröße: 2250 × 3000 px

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3 Titel- und Teaser-Varianten

Zuckerwatte im Winterwald: Das Geheimnis des Haareises

An feuchten Wintertagen kann Totholz plötzlich aussehen, als hätte jemand feine Zuckerwatte darauf verteilt. Tatsächlich handelt es sich um hauchdünne Eishaare – und ein unscheinbarer Pilz im Holz spielt bei ihrer Entstehung eine entscheidende Rolle.

Zartes Winterphänomen: Wenn dem Totholz plötzlich Eishaare wachsen

Haareis gehört zu den ungewöhnlichsten Naturphänomenen des Winters. Die filigranen Eisfäden entstehen nur unter ganz bestimmten Bedingungen. Und ohne einen im abgestorbenen Holz versteckt lebenden Pilz gäbe es dieses frostige Schauspiel nicht.

Haareis: Wenn Pilze Wasser in zarte Eiswolle verwandeln

Manchmal sprießen im Winter weiße Eisfäden aus abgestorbenen Ästen, die an Haare oder Zuckerwatte erinnern. Dahinter steckt ein erstaunliches Zusammenspiel aus Feuchtigkeit, Frost und einem Pilz, den man kaum je zu Gesicht bekommt.

Kurztext (233 Wörter/1.674 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Wer an einem frostigen Wintermorgen durch den Wald spaziert, kann eine erstaunliche Entdeckung machen. Über Nacht sind auf einem abgestorbenen Ast Büschel aus feinen weißen Fäden gewachsen. Sie sehen aus wie Watte, Wolle oder sogar Zuckerwatte. Doch bei diesem ungewöhnlichen Anblick handelt es sich tatsächlich um Eis. Die einzelnen Eishaare des sogenannten Haareises sind nur etwa 0,02 Millimeter dick und damit dünner als ein menschliches Haar. Unter günstigen Bedingungen können sie mehrere Zentimeter lang werden. Eine weitere Bezeichnung lautet „Eiswolle“.

Für die Entstehung müssen mehrere Bedingungen zusammentreffen: So muss das Totholz eines Laubbaums nach feuchtem Wetter ausreichend Wasser enthalten, während die Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt liegen, die Luftfeuchtigkeit hoch und der Wind schwach ist. Eine entscheidende Rolle spielt dabei zudem die Rosagetönte Wachskruste (Exidiopsis effusa). Der holzzersetzende Pilz lebt mit seinem feinen Myzel im Holz und bleibt meist unsichtbar. Offenbar beeinflusst er die Bildung der Eiskristalle so, dass statt einer kompakten Eisschicht die charakteristischen feinen Fäden entstehen. Wie genau dieser Vorgang abläuft, ist noch nicht vollständig geklärt.

Wer Haareis selbst entdecken möchte, sollte nach feuchtem Wetter bei leichtem Frost auf abgestorbene Äste an nicht zu trockenen, windgeschützten Stellen achten. Besonders am frühen Morgen stehen die Chancen gut, bevor die Sonne die zarte Eisstruktur zum Schmelzen bringt. Wer fündig wird, kann die Beobachtung auf naturgucker.de eintragen und so dazu beitragen, mehr über die Häufigkeit und Verbreitung dieses ungewöhnlichen Winterphänomens zu erfahren.

Langtext (655 Wörter/4.701 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Wer an einem frostigen Wintermorgen durch den Wald spaziert, kann manchmal eine erstaunliche Entdeckung machen. Über Nacht sind auf einem abgestorbenen Ast plötzlich Büschel aus feinen weißen Fäden gewachsen. Sie können glatt sein oder leicht gebogen und mit ihrer filigranen Struktur erinnern sie an Watte, Wolle oder tatsächlich an Zuckerwatte. Diese zerbrechlichen Gebilde bestehen aus gefrorenem Wasser und vergehen bei Sonnenschein und steigenden Temperaturen oft schnell.

Haareis, wie dieses Naturphänomen genannt wird, ist so fein, dass seine einzelnen Eishaare nur etwa 0,02 Millimeter dick sind. Damit sind sie sogar dünner als ein menschliches Haar. Unter günstigen Bedingungen können sie mehrere Zentimeter lang werden. Dabei entstehen manchmal dichte Büschel oder auffällig lockige Strukturen. Eine weitere Bezeichnung für dieses Phänomen lautet „Eiswolle”.

Eis ist im Winter nichts Besonderes, Haareis hingegen schon. Es entsteht nur unter einer speziellen Kombination aus Feuchtigkeit und Frost. Zu finden ist es auf abgestorbenem Holz von Laubbäumen, meist an morschen Ästen und Zweigen. Oft ist die Rinde dort bereits teilweise abgefallen, sodass die darunterliegende Holzoberfläche frei liegt. Nach feuchtem Wetter muss das Holz ausreichend Wasser enthalten. Optimal sind Temperaturen knapp unter 0 °C, eine hohe Luftfeuchtigkeit und möglichst wenig Wind.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, gefriert das Wasser im Holz und tritt in Form feinster Eisstrukturen an die Oberfläche. Gewöhnlicher Frost würde allerdings keine langen, seidigen Fäden erzeugen. Hier kommt ein unscheinbarer Bewohner des Totholzes ins Spiel: die Rosagetönte Wachskruste (Exidiopsis effusa).

Der holzzersetzende Pilz lebt mit seinem feinen Pilzgeflecht, dem sogenannten Myzel, im Holz. Meist bleibt er verborgen und ist von außen nicht zu erkennen, doch das Haareis verrät seine Anwesenheit. Seine unscheinbaren Fruchtkörper zeigen sich oft erst einige Wochen später. Sie erscheinen als dünne, weißliche, leicht bläuliche, graue oder zart rosafarbene Beläge, die jedoch leicht zu übersehen sind. Wer im Winter Haareis entdeckt, muss also nicht damit rechnen, den Pilz selbst auf demselben Holzstück zu sehen.

Lange Zeit war unklar, welche Rolle der Pilz bei der Entstehung des Haareises spielt. Bereits der deutsche Meteorologe, Polar- und Geowissenschaftler Alfred Wegener hatte das Phänomen im Winter 1916/17 in den Vogesen beobachtet und einen Zusammenhang mit Pilzen vermutet. Erst rund 100 Jahre später konnten Forschende diese Annahme experimentell untermauern. Auf allen untersuchten Holzproben mit Haareis ließ sich die Rosagetönte Wachskruste nachweisen. Wurde der Pilz durch Hitze oder ein Pilzbekämpfungsmittel abgetötet, bildete sich kein Haareis.

Doch was geschieht eigentlich bei der Bildung von Haareis und warum? Wasser aus dem feuchten Holz gelangt an die Oberfläche und gefriert dort. Offenbar beeinflusst der Pilz diesen Vorgang so, dass die feinen Eisfäden ihre ungewöhnliche Form behalten und nicht zu einer kompakten Eisschicht zusammenfrieren. Vermutlich spielen dabei vom Pilz produzierte organische Substanzen eine Rolle, die die Rekristallisation des Eises hemmen. Wie genau das Zusammenspiel zwischen Pilz, Holz, Wasser und Eis funktioniert, ist allerdings noch nicht vollständig geklärt.

Haareis und die Rosagetönte Wachskruste sind aus verschiedenen europäischen Ländern sowie aus Nordamerika bekannt. Die bisher dokumentierten Funde konzentrieren sich auffällig auf die gemäßigten Breiten der Nordhalbkugel, insbesondere zwischen 45 und 55 Grad nördlicher Breite. Warum es auf der Südhalbkugel bislang keine vergleichbare Häufung gibt, ist nicht bekannt. Mögliche Gründe reichen von den klimatischen Bedingungen und der Verbreitung des Pilzes und geeigneter Laubbäume bis hin zu einer geringeren Beobachtungsintensität.

Um Haareis selbst zu entdecken, ist vor allem gutes Timing wichtig. Nach feuchtem Wetter lohnt sich bei leichtem Frost ein genauer Blick auf abgestorbene Äste. Besonders erfolgversprechend sind feuchte, windgeschützte Stellen mit morschem Laubholz. Am vielversprechendsten ist die Suche am frühen Morgen, bevor die Sonne die filigranen Strukturen zum Schmelzen bringt. Ein Ast, der am Vortag noch völlig unscheinbar wirkte, kann dann tatsächlich so aussehen, als hätte ihn jemand mit weißer Zuckerwatte überzogen. Unter günstigen Bedingungen bleibt das Haareis einige Stunden, manchmal sogar länger, erhalten, doch häufig verschwindet die zarte Pracht schon nach kurzer Zeit.

Wer dabei fündig wird, kann die Beobachtung fotografieren und auf naturgucker.de eintragen – und so dazu beitragen, mehr über die Häufigkeit und Verbreitung dieses Winterphänomens zu erfahren.

6 Texte für Online-Bilderstrecke
Wichtiger technischer Hinweis

Bitte verwenden Sie für Ihre Berichterstattung ausschließlich die hier angegebenen Permalinks. Aus der Browserzeile kopierte Links sind individuelle Session-Links und funktionieren bei Ihren Leser*innen nicht.

Durch die Rosagetönte Wachskruste (Exidiopsis effusa) verursachtes Haareis, (c) Ulrich Sach/naturgucker.de
Zuckerwatte im Winterwald
Eisige kleine Kunstwerke

Bei leichtem Frost können auf feuchtem Totholz filigrane weiße Eishaare entstehen. Ihre ungewöhnliche Form erinnert an Zuckerwatte, Wolle oder feine Locken.

Fotograf*in: Ulrich Sach/naturgucker.de

Durch die Rosagetönte Wachskruste (Exidiopsis effusa) verursachtes Haareis, (c) Ingrid Michel/naturgucker.de
Büschel aus hauchzarten Eisfäden
Nur 0,02 Millimeter dick

Die einzelnen Eispartikel sind so schmal, dass 50 von ihnen nebeneinander gerade einmal einen Millimeter ergeben. Damit sind sie sogar dünner als ein menschliches Haar. Unter günstigen Bedingungen können sie mehrere Zentimeter lang werden.

Fotograf*in: Ingrid Michel/naturgucker.de

Alternativ steht dieses Motiv zur Verfügung:

Durch die Rosagetönte Wachskruste (Exidiopsis effusa) verursachtes Haareis, (c) Ulrich Sach/naturgucker.de

Fotograf*in: Fotograf*in: Ulrich Sach/naturgucker.de

Durch die Rosagetönte Wachskruste (Exidiopsis effusa) verursachtes Haareis, (c) Gordon MacKay/naturgucker.de
Plüschiges Totholz
Feuchtigkeit und Frost für den besonderen Look

Haareis bildet sich auf feuchtem, abgestorbenem Holz von Laubbäumen. Besonders gute Bedingungen für seine Entstehung bestehen nach feuchtem Wetter, wenn die Temperaturen anschließend knapp unter den Gefrierpunkt sinken.

Fotograf*in: Gordon MacKay/naturgucker.de

Durch die Rosagetönte Wachskruste (Exidiopsis effusa) verursachtes Haareis, (c) Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Versteckt lebender Helfer
Erst ein Pilz ermöglicht dieses Phänomen

Die Rosagetönte Wachskruste lebt verborgen im Totholz und beeinflusst die Bildung sowie die Stabilität der feinen Eisstrukturen. Ohne die Aktivität dieses Pilzes kann kein Haareis entstehen.

Mehr über die Art erfahren …
https://naturgucker.de/?art=877951005&?desktop=1

Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de

Durch die Rosagetönte Wachskruste (Exidiopsis effusa) verursachtes Haareis, (c) Markus Koschinsky/naturgucker.de
Phänomen mit langer Forschungsgeschichte
Und es ist längst noch nicht alles geklärt

Bereits im Jahr 1918 vermutete der deutsche Forscher Alfred Wegener einen Zusammenhang zwischen Haareis und Pilzen. Erst fast 100 Jahre später konnte die entscheidende Rolle der Pilze experimentell belegt werden. Trotzdem sind die genauen Abläufe bei der Bildung von Haareis bis heute nicht vollständig entschlüsselt.

Fotograf*in: Markus Koschinsky/naturgucker.de

Durch die Rosagetönte Wachskruste (Exidiopsis effusa) verursachtes Haareis, (c) Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Haareis suchen (und finden)
Beste Chancen nach feuchtem Wetter und bei leichtem Frost

Besonders lohnenswert ist die Suche im Wald früh am Morgen, bevor die Sonne und steigende Temperaturen die zarten Eishaare wieder verschwinden lassen. 

Eigene Funde können auf naturgucker.de gemeldet werden.

Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de

Mitmachen & Service
Wichtiger technischer Hinweis

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Haareis und die Rosagetönte Wachskruste im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=877951005&?desktop=1 

Eigene Naturbeobachtungen melden:
https://naturgucker.de

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Gaby Schulemann-Maier
Tel.: +49 (0)152/09432828
E-Mail: presse@NABU-naturgucker.de

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