Mit Tiernamen ist das so eine Sache. Manche passen perfekt, andere nur so halb und wieder andere führen völlig in die Irre. Unsere sechs Beispiele zeigen, warum Namen bei der Artbestimmung nicht unbedingt verlässliche Hinweise liefern.
🌐 Räumlicher Bezug: deutschlandweit
📅 Idealer Veröffentlichungstermin: jederzeit
📰 Geeignet für: Print und Online
📦Komplettes Pressepaket
3 Titel- und Teaser-Varianten | Text (Kurz- und Langfassung) | 6 Fotos (300 dpi) |
Bildunterschriften | 6 Texte für Online-Bilderstrecke | Mitmachen & Service
Das Pressepaket im Detail
Pressefotos
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Motiv 1

Bildunterschrift: Plüschiger Nachtfalter: der Schwan
Fotograf*in: Istvan und Sabine Palfi/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 11.07.2022
Aufnahmeort: Görlitz
Bildgröße: 32059 x 2745 px
Motiv 4

Bildunterschrift: Mitteleuropas größte Schwebfliege: die Hornissenschwebfliege
Fotograf*in: Wolfgang Piepers/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 20.06.2024
Aufnahmeort: Karlstadt
Bildgröße: 3885 x 2574 px
Lizenz sämtlicher Fotos: → CC BY-SA 4.0 (Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International)
3 Titel- und Teaser-Varianten
Tierisch irreführend – wenn Tiernamen täuschen
Mit Tiernamen ist das so eine Sache. Manche passen perfekt, andere nur so halb und wieder andere führen völlig in die Irre. Sechs Beispiele zeigen, warum Namen bei der Artbestimmung nicht unbedingt verlässliche Hinweise liefern.
Schwan, Wespe, Löwe – wenn Tiernamen in die Irre führen
Manche Tiere tragen Namen, die gewisse Bilder im Kopf entstehen lassen, die aber völlig in die Irre führen. Ein Blick auf sechs Arten zeigt, wie vielfältig die Geschichten hinter ihren Bezeichnungen sind. Und dass sie die Tiere nicht immer perfekt beschreiben.
Ein Schwan, aber kein Vogel – diese Tiernamen täuschen uns
Ein Tiername kann einen wertvollen Hinweis auf die Art liefern – oder komplett in die falsche Richtung lenken. Vom Nachtfalter namens Schwan bis zum Tannenhäher zeigt sich, wie leicht Namen nicht nur bei der Naturbeobachtung für Verwirrung sorgen können.
Kurztext (189 Wörter/1.398 Zeichen inkl. Leerzeichen)
Ein Schwan ohne Federn, eine vermeintliche Wespe, die eigentlich eine Biene ist, und ein zahnloser Löwe, der im Sand lebt? Willkommen in der Welt der irreführenden Tiernamen!
So ist der Schwan (Sphrageidus similis) kein Wasservogel, sondern ein überwiegend weißer Nachtfalter. Bei den Wespenbienen wird es nicht weniger kurios: Sie gehören zu den Bienen, sehen aber vielen Wespen ähnlich. Ähnlich verhält es sich mit der Hornissenschwebfliege. Ihren Namen hat sie wegen ihres hornissenähnlichen Aussehens, ist jedoch eigentlich eine harmlose Schwebfliege.
Beim Ameisenlöwen führen sogar beide Namensbestandteile ein wenig in die Irre. Zwar fressen die Larven der Ameisenjungfern durchaus häufig Ameisen, erbeuten jedoch ebenso andere kleine Bodentiere. Als Ameisenlöwe wird zudem nur das Larvenstadium dieser Insekten bezeichnet.
Der Gartenrotschwanz wiederum zeigt, dass auch ein Fundort täuschen kann: Ein Rotschwanz im Garten muss nicht automatisch ein Gartenrotschwanz sein. Dort lässt sich nämlich der Hausrotschwanz genauso blicken. Und der Tannenhäher ist keineswegs ausschließlich auf Tannen spezialisiert. Besonders wichtig sind für ihn unter anderem die Samen von Zirbelkiefern und Haselnüsse.
Unsere Beispiele zeigen: Tiernamen können Hinweise auf die Art liefern, sind aber nicht immer zuverlässige Bestimmungshelfer. Eigene Naturbeobachtungen können unter http://naturgucker.de gemeldet werden.
Langtext (479 Wörter/3.400 Zeichen inkl. Leerzeichen)
Bei einem Schwan denken die meisten Menschen vermutlich an einen großen, weißen Wasservogel. Auf einer Wiese oder an einem Waldrand kann einem allerdings ebenfalls ein „Schwan“ begegnen – und der hat weder Federn noch einen langen Hals. Sphrageidus similis ist ein Nachtfalter und heißt trotzdem wie die Vögel. Seine weißen Flügel machen seinen Namen aber zumindest ein Stück weit nachvollziehbar.
Eher unentschlossen wirkt der Name der Wespenbienen. Was genau sind sie denn nun? Wespen oder doch Bienen? Diese kleinen Fluginsekten der Gattung Nomada gehören zu den Bienen. Ihren Namen verdanken sie ihrem wespenähnlichen Aussehen. Viele Arten sind schlank, wenig behaart und auffällig schwarz-gelb gezeichnet, manchmal mit rötlichen oder orangerötlichen Bereichen am Körper. In Sachen Bezeichnungen lässt sich noch einer draufsetzen: Sie sind Kuckucksbienen, denn die Weibchen legen ihre Eier in die Nester anderer Bienen.
Nach einem ähnlichen Prinzip ist auch der Name der Hornissenschwebfliege entstanden. Bei flüchtiger Betrachtung könnte man meinen, eine Hornisse vor sich zu haben. Tatsächlich handelt es sich jedoch um eine harmlose Schwebfliege, die von ihrem warnenden Äußeren profitiert. Ihr Aussehen ähnelt dem von Hornissen so stark, dass ihre Fressfeinde häufig lieber einen Bogen um die größte Schwebfliege Mitteleuropas machen.
Beim Ameisenlöwen wird es kurios. Sein Name klingt wie der eines bizarren Fabelwesens, das Großkatze und Insekt miteinander kombiniert. Bei diesem Kleinlebewesen handelt es sich hingegen um die gedrungene, schlicht gefärbte Larve der Ameisenjungfer. Ihr auffälligstes Merkmal sind die großen, gebogenen Fangzangen am Kopf. Besonders bekannt sind die am Boden lebenden Ameisenlöwen für ihre selbstgebauten Sandtrichter. Am Grund dieser Fallen lauern sie auf Beute, für die es kaum ein Entkommen gibt. Oft, aber nicht immer, trifft es Ameisen. Und weil sie ihre Beute mit großer Kraft überwältigen, haben die Ameisenlöwen ihren von den Raubkatzen inspirierten Namen erhalten.
Manchmal sorgt die Kombination aus Name und Fundort für eine falsche Fährte bei der Artbestimmung. Ein Beispiel hierfür ist der Gartenrotschwanz. Lässt sich ein Rotschwanz in einem Garten blicken, könnte man glatt meinen, einen Gartenrotschwanz entdeckt zu haben. Doch auch der Hausrotschwanz kommt in Gärten und anderen Siedlungsbereichen vor. Für eine sichere Bestimmung dieser Vögel reicht der Fundort deshalb nicht aus. Stattdessen sollte der Gesang der Männchen zur Unterscheidung genutzt werden, denn der verrät die Arten eindeutig.
Beim Tannenhäher ist der Name alles andere als Programm, denn der mittelgroße Rabenvogel ist keineswegs hauptsächlich auf Tannen spezialisiert. Tatsächlich spielen sie für seine Ernährung sogar nur eine eher untergeordnete Rolle. Vielmehr frisst und sammelt der Tannenhäher vor allem die Samen von Zirbelkiefern und Haselnüsse. Er versteckt sie in großer Zahl als nahrhaften Wintervorrat. Sein wissenschaftlicher Name Nucifraga caryocatactes ist übrigens viel treffender: Beide Namensbestandteile bedeuten sinngemäß „Nussbrecher“.
Wer draußen ein Tier entdeckt, kann die eigenen Beobachtungen auf dem Meldeportal naturgucker.de dokumentieren. Dort lassen sich Naturbeobachtungen aus allen Artengruppen melden und mit Fotos ergänzen. Und vielleicht ist unter den gemeldeten Tieren ja sogar eines dabei, dessen Name eine ganz eigene Geschichte erzählt.
6 Texte für Online-Bilderstrecke
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Schwan
Dieser „komische Vogel“ kann fliegen, hat aber keine Federn
Sphrageidus similis, wie er auf „Schlau“ heißt, ist nicht bloß irgendein mausgrauer Nachtfalter! Mit seinen fast rein schneeweißen Flügeln und seiner dichten, langen Behaarung an Körper, Beinen und Kopf hat er einen superflauschigen Look. Damit erinnert der nachtaktive Schmetterling an die gleichnamigen großen Wasservögel.
Mehr über ihn erfahren …
https://naturgucker.de/?art=-290639292&?desktop=1
Fotograf*in: Istvan und Sabine Palfi/naturgucker.de
Wespenbienen
Ja, was denn jetzt?!
Bienen. Definitiv. Denn die Wespenbienen der Gattung Nomada gehören alle zur Familie der Echten Bienen (Apidae). Ihren Namen verdanken die zwischen 4 und 14 Millimeter langen Insekten ihrem wespenähnlichen Aussehen. Die wenig behaarten Tiere tragen häufig auffällige schwarz-gelbe oder rot-schwarze Zeichnungen. Und sie sind Kuckucksbienen, weil die Weibchen ihre Eier in den Nestern anderer Bienenarten ablegen.
Mehr über sie erfahren …
https://naturgucker.de/?album=-5757872246&?desktop=1
Fotograf*in: Ursula Schoenwiese/naturgucker.de
Hornissenschwebfliege
Die tut nichts, die will nur täuschen
Volucella zonaria, wie Fachleute sie nennen, ist harmlos und völlig wehrlos. Doch sie sieht einer Hornisse erstaunlich ähnlich. Ihre auffällige Warnfärbung ist ein Beispiel für die Imitation eines wehrhaften Insekts (Mimikry). Für die größte Schwebfliege Mitteleuropas zahlt sich diese Täuschung meist aus, denn viele Fressfeinde machen lieber einen Bogen um sie. Man kann ja nie wissen …
Mehr über sie erfahren …
https://naturgucker.de/?art=-1122108916&?desktop=1
Fotograf*in: Wolfgang Piepers/naturgucker.de
Ameisenlöwe
Ameisen? Kann, muss aber nicht. Löwe? So gar nicht.
Ameisenlöwen sind die Larven von Ameisenjungfern. Zwar gehören Ameisen zu ihren wichtigsten Beutetieren, doch die räuberischen Insektenlarven erbeuten auch Asseln, Spinnen und andere kleine Tiere. Berühmt sind sie für ihre selbstgebauten Sandtrichter, in denen sie ihrer Beute auflauern. Beim Zupacken gehen sie so wild vor, dass ihre Jagd ein wenig an die der großen Raubkatzen erinnert.
Mehr über ihn erfahren …
https://naturgucker.de/?art=-1076371451&?desktop=1
Fotograf*in: Ulrich Sach/naturgucker.de
Gartenrotschwanz
Rotschwänziger Vogel im Garten = Gartenrotschwanz? Nicht unbedingt!
Wenn ein kleiner Singvogel mit rostrotem Schwanz durch den Garten huscht, liegt die Zuordnung zu den Rotschwänzen nahe. Aber aufgrund des Fundortes auf den Gartenrotschwanz zu schließen, ist nicht ratsam. Denn auch der nahe verwandte Hausrotschwanz nutzt Gärten und andere Siedlungsbereiche als Lebensraum. Das sicherste Erkennungsmerkmal ist der Gesang der Männchen.
Mehr über ihn erfahren …
https://naturgucker.de/?art=-194835244&?desktop=1
Fotograf*in: Hermann Klee/naturgucker.de
Tannenhäher
No Tannenbaum – dieser Vogel hat es nicht so sehr mit Tannen
Für die Ernährung dieses Vertreters der Rabenvögel sind vor allem die Früchte der Zirbelkiefern und Haselnüsse besonders wichtig. Die namensgebenden Tannen spielen dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Sein wissenschaftlicher Name Nucifraga caryocatactes ist ohnehin viel treffender. Beide Namensbestandteile bedeuten sinngemäß „Nussbrecher“.
Mehr über ihn erfahren …
https://naturgucker.de/?art=1625310399&?desktop=1
Fotograf*in: Nadine Röhnert/naturgucker.de
Mitmachen & Service
Wichtiger technischer Hinweis
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Artporträt des Schwans im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=-290639292&?desktop=1
Gattungsporträt der Wespenbienen (Nomada) im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?album=-5757872246&?desktop=1
Artporträt der Hornissenschwebfliege im Meldeportal für Naturbeobachtungen: https://naturgucker.de/?art=-1122108916&?desktop=1
Artporträt des Ameisenlöwen (der Gewöhnlichen Ameisenjungfer) im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=-1076371451&?desktop=1
Artporträt des Gartenrotschwanzes im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=-194835244&?desktop=1
Artporträt des Tannenhähers im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=1625310399&?desktop=1
Kostenlose E-Learning-Kurse der NABU|naturgucker-Akademie:
Schmetterlinge Grundwissen: https://NABU-naturgucker-Akademie.de/Schmetterlinge-Grundwissen/
Schmetterlinge kompakt: https://NABU-naturgucker-Akademie.de/Schmetterlinge-Kompakt/
Hautflügler Grundwissen: https://NABU-naturgucker-Akademie.de/Hautfluegler-Grundwissen/
Wildbienen Aufbauwissen: https://NABU-naturgucker-Akademie.de/Wildbienen-Aufbauwissen/
Insekten Grundwissen: https://nabu-naturgucker-akademie.de/Insekten-Grundwissen/
Insekten kompakt: https://nabu-naturgucker-akademie.de/Insekten-Kompakt/
Vögel Grundwissen: https://nabu-naturgucker-akademie.de/Voegel-Grundwissen/
Vögel kompakt: https://nabu-naturgucker-akademie.de/Voegel-Kompakt/
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Gaby Schulemann-Maier
Tel.: +49 (0)152/09432828
E-Mail: presse@NABU-naturgucker.de
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