Während viele andere Insekten noch auf wärmere Tage warten, sind Hummeln im Spätwinter bereits zu den ersten Blüten unterwegs. Dahinter stecken ihre erstaunliche Fähigkeit zur eigenen Wärmeerzeugung und ihr Lebenszyklus, in dem für Frühjahrsmüdigkeit kein Platz ist.
🌐 Räumlicher Bezug: deutschlandweit
📅 Idealer Veröffentlichungstermin: Februar bis März
📰 Geeignet für: Print und Online
📦Komplettes Themenpaket
3 Titel- und Teaser-Varianten | Text (Kurz- und Langfassung) | 6 Fotos (300 dpi) |
Bildunterschriften | 6 Texte für Online-Bilderstrecke | Mitmachen & Service
Das Themenpaket im Detail
Pressefotos
Zum Herunterladen einzelner Motive bitte auf die entsprechenden Vorschaubilder klicken.
Motiv 1

Bildunterschrift: Ackerhummel putzt sich im Sonnenschein
Fotograf*in: Franz Rothenhäusler/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 26.03.2024
Aufnahmeort: Tiefenbronn
Bildgröße: 2300 × 1840 px
Motiv 4

Bildunterschrift: Erdhummel auf Falllaub
Fotograf*in: Dana Kopaniak/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 20.03.2026
Aufnahmeort: Bad Laasphe
Bildgröße: 4000 × 2667 px
Lizenz sämtlicher Fotos: → CC BY-SA 4.0 (Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International)
3 Titel- und Teaser-Varianten
Pelzige Frühflieger: Hummeln
Während viele andere Insekten noch auf wärmere Tage warten, sind Hummeln im Spätwinter bereits zu den ersten Blüten unterwegs. Dahinter stecken ihre erstaunliche Fähigkeit zur eigenen Wärmeerzeugung und ihr Lebenszyklus, in dem für Frühjahrsmüdigkeit kein Platz ist.
Hummeln: Mit Pelz und Muskelkraft gegen die Kälte
Kühle Spätwinterluft bremst sie nicht aus. Hummeln bringen ihre Flugmuskulatur einfach selbst auf Betriebstemperatur. So können sie schon an den ersten etwas wärmeren Tagen im Spätwinter durchstarten und rechtzeitig damit loslegen, ein neues Volk aufzubauen.
Wie Hummeln bei Kälte durchstarten
Während die meisten anderen Insekten noch vor Kälte starr sind, begeben sich die ersten Hummeln bereits auf Nahrungssuche. Ihre Körper sind erstaunlich gut an kühle Bedingungen angepasst, denn für die Hummelköniginnen beginnt mit den ersten wärmeren Spätwintertagen ein Wettlauf um Nahrung und einen geeigneten Nistplatz.
Kurztext (220 Wörter/1.634 Zeichen inkl. Leerzeichen)
Wenn im Spätwinter die ersten Blüten erscheinen, sind Hummeln häufig schon unterwegs, obwohl viele andere Insekten bei diesen Temperaturen noch inaktiv sind. Möglich wird dies durch ihre besondere Fähigkeit zur Wärmeregulierung.
Für den Flug müssen Hummeln zunächst ihre Flugmuskulatur aufwärmen. Dazu aktivieren sie ihre Muskeln durch Zittern, ohne abzuheben. Ihre dichte Behaarung hilft dabei, den Wärmeverlust zu begrenzen, und ihre vergleichsweise große Körpermasse ist bei kühlen Temperaturen ebenfalls von Vorteil.
Allerdings fliegen Hummeln nicht nur früh, weil sie es können. Bei den in Deutschland vorkommenden Arten überwintern die begatteten Jungköniginnen. Arbeiterinnen und Männchen des alten Volkes leben hingegen nur bis zum Ende der Hummelsaison. Nach dem Winter müssen die Königinnen einen Nistplatz finden, Nahrung sammeln und die erste Brut versorgen. Nektar und Pollen sind dafür unverzichtbar. Erst wenn die ersten Arbeiterinnen geschlüpft sind, können diese zunehmend die Sammelflüge übernehmen.
Der frühe Start ist somit eine Kombination aus Können und Notwendigkeit: Einerseits sind Hummeln an kühle Bedingungen gut angepasst, andererseits verlangt ihr Lebenszyklus einen zeitigen Beginn der Nahrungssuche.
Wer mehr über die faszinierende Lebensweise und die besonderen Fähigkeiten dieser Insekten erfahren möchte, kann mit dem kostenlosen Online-Kurs „Hummeln kompakt” der NABU|naturgucker-Akademie tiefer in das Thema eintauchen. Das rund sechs Stunden umfassende Lernangebot lässt sich zeitlich flexibel absolvieren und ist neben mehr als 40 weiteren Kursen unter https://nabu-naturgucker-akademie.de verfügbar.
Langtext (461 Wörter/3.428 Zeichen inkl. Leerzeichen)
Während viele Insekten im Spätwinter und zeitigen Frühling noch kaum zu sehen sind, umschwirren Hummeln bereits die ersten Blüten. Damit gehören die stämmigen Wildbienen zu den auffälligsten Frühlingsboten. Selbst bei niedrigen Temperaturen können sie auf Nahrungssuche gehen. Möglich wird dies durch eine besondere Kombination aus Körperbau, Wärmeerzeugung und Lebenszyklus.
Für zahlreiche Insekten bedeutet Kälte eine erhebliche Einschränkung. Ihre Körpertemperatur hängt stark von der Umgebungstemperatur ab. Sinkt diese, wird ihr Stoffwechsel langsamer und ihre Bewegungsfähigkeit nimmt ab. Für den Flug müssen die Muskeln jedoch eine bestimmte Mindesttemperatur aufweisen. Hummeln können ihre Flugmuskulatur selbst aktiv aufwärmen, bevor sie fliegen. Dazu versetzen sie die Muskeln in Bewegung, ohne tatsächlich abzuheben. Vereinfacht gesagt, zittern sie sich warm.
Außerdem profitieren sie von ihrem Pelz, denn diese dichte Behaarung verringert den Wärmeverlust. Insbesondere der Brustabschnitt ist gut isoliert und hält die Flugmuskulatur warm. Hinzu kommt die vergleichsweise große Körpermasse vieler Hummeln. Große Körper verlieren im Verhältnis zu ihrem Volumen langsamer Wärme als kleine. Allerdings ist die Kältetoleranz nicht grenzenlos. Auch Hummeln können bei zu niedrigen Temperaturen nicht einfach losfliegen – da helfen weder Pelz noch Zittern.
Die Fähigkeit der Hummeln zur Wärmeregulierung ist unter Insekten zwar nicht ganz ungewöhnlich. Neben ihnen können sich beispielsweise Honigbienen und einige andere Arten aktiv erwärmen. Hummeln gehören jedoch zu den am besten an Kälte angepassten Blütenbesuchern. Dank ihrer Kombination aus Körpergröße, dichter Behaarung und eigener Wärmeproduktion können sie bereits bei Bedingungen aktiv sein, unter denen zahlreiche andere Insekten längst noch nicht fliegen können.
Doch warum ist das für die haarigen Wildbienen überhaupt so wichtig? Bei den in Deutschland vorkommenden Hummelarten überwintern die begatteten Jungköniginnen. Alle anderen Tiere des Volkes – Arbeiterinnen und Männchen – leben hingegen nur bis zum Ende der jeweiligen Hummelsaison. Nach der Winterruhe müssen die Königinnen Nahrung aufnehmen, einen geeigneten Nistplatz finden und ein eigenes Volk gründen. Dabei liefert Nektar vor allem Energie, während Pollen wichtige Nährstoffe für die Entwicklung der Brut bereitstellt.
Zu Beginn ist die Königin auf sich allein gestellt. Sie legt die ersten Eier und versorgt die daraus schlüpfenden Larven mit Nahrung. Erst wenn die ersten Arbeiterinnen herangewachsen sind, können diese Aufgaben zunehmend von ihnen übernommen werden. Ein früher Start ist deshalb entscheidend, um das Volk rechtzeitig aufzubauen.
Damit wird verständlich, warum frühe Blüten für Hummeln so wichtig sind. Sobald sie ihre Blüten öffnen, können Weiden, Krokusse, Winterlinge und Lerchensporn zu wertvollen Nahrungsquellen werden. Welche Pflanzen genutzt werden, hängt unter anderem von der Hummelart, der Region, der Witterung und dem vorhandenen Blütenangebot ab.
Wer tiefer in die faszinierende Lebensweise der Hummeln eintauchen und mehr über ihre besonderen Fähigkeiten erfahren möchte, für den ist der kostenlose Online-Kurs „Hummeln kompakt“ der NABU|naturgucker-Akademie genau das Richtige. Das rund sechs Stunden umfassende Lernangebot lässt sich zeitlich flexibel absolvieren. Es ist neben mehr als 40 weiteren Kursen unter https://nabu-naturgucker-akademie.de verfügbar.
6 Texte für Online-Bilderstrecke
Wichtiger technischer Hinweis
Bitte verwenden Sie für Ihre Berichterstattung ausschließlich die hier angegebenen Permalinks. Aus der Browserzeile kopierte Links sind individuelle Session-Links und funktionieren bei Ihren Leser*innen nicht.
Früh im Jahr unterwegs
Hummeln gehören zu den ersten Bestäubern des Jahres. Viele Arten können bereits bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen nach Nahrung suchen.
Fotograf*in: Franz Rothenhäusler/naturgucker.de
Erst aufwärmen, dann abheben
Bevor eine Hummel losfliegen kann, muss ihre Flugmuskulatur ausreichend warm sein. Dafür aktiviert sie die Muskeln schon vor dem Start, ohne abzuheben – eine Art Aufwärmprogramm vor dem Abflug.
Fotograf*in: Hermann Klee/naturgucker.de
Pelz mit Funktion
Ihr dichtes Haarkleid hält die von der Flugmuskulatur erzeugte Wärme länger am Körper. Besonders stark ist der Brustabschnitt behaart, in dem die kräftige Flugmuskulatur sitzt.
Fotograf*in: Siegfried Rudolf/naturgucker.de
Auch Hummeln haben ihre Grenzen
Hummeln sind zwar sehr robust, doch bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt müssen auch sie kapitulieren. Dann nützen ihnen all ihre Fähigkeiten nichts und sie müssen die Kälteperiode aussitzen.
Fotograf*in: Dana Kopaniak/naturgucker.de
Erste Hummel im neuen Nest
Für diese großen Wildbienen ist ein früher Start ins Hummeljahr sehr wichtig: Nach der Winterruhe beginnt die begattete Königin allein damit, ein neues Volk aufzubauen. Sie sucht einen Nistplatz, sammelt Nahrung und versorgt die erste Brut.
Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Frühjahr bedeutet Energiebedarf
Nektar liefert vor allem Energie, Pollen wichtige Nährstoffe für die Entwicklung der Brut. Ein ausreichendes Angebot an geeigneten Frühblühern ist deshalb gerade zu Beginn der Hummelsaison besonders wichtig.
Fotograf*in: Stephanie Krollmann/naturgucker.de
Mitmachen & Service
Wichtiger technischer Hinweis
Bitte verwenden Sie für Ihre Berichterstattung ausschließlich die hier angegebenen Permalinks. Aus der Browserzeile kopierte Links sind individuelle Session-Links und funktionieren bei Ihren Leser*innen nicht.
Artporträt der Ackerhummel im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=-1969992619&?desktop=1
Artporträt der Baumhummel im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=8628331&?desktop=1
Gattungsporträt der Erdhummeln im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?album=-60921106&?desktop=1
Eigene Hummelbeobachtungen melden:
https://naturgucker.de
Kostenlose E-Learning-Kurse der NABU|naturgucker-Akademie:
Moose Grundwissen: https://nabu-naturgucker-akademie.de/Moose-Grundwissen/
Pflanzen Grundwissen: https://nabu-naturgucker-akademie.de/Pflanzen-Grundwissen/
Sie benötigen weitere Informationen?
Sie haben Fragen zu NABU|naturgucker oder suchen eine*n Gesprächspartner*in für Ihre Berichterstattung? Sprechen Sie uns gern an. Unsere Pressesprecherin hilft Ihnen weiter.
Gaby Schulemann-Maier
Tel.: +49 (0)152/09432828
E-Mail: presse@NABU-naturgucker.de
Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November, Dezember, Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Tiernamen erklärt, Tiernamen und ihre Bedeutung, kuriose Tiernamen, Namensgebung, Artnamen, Artennamen, Artenbestimmung, Artbestimmung, Bestimmungsfehler, Tiere bestimmen, Naturbeobachtung, Naturwissen, Namensirrtümer, volkstümliche Namen, deutsche Namen, Trivialnamen, Tiernamen verstehen
📷Bildrecherche in unserem Meldeportal
Sie möchten gern selbst nach Bildmotiven suchen? Unsere Tipps für Ihre individuelle Bildrecherche in unserem Meldeportal für Naturbeobachtungen finden Sie → hier.


