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Porträt: der Zitronenfalter

Sobald die ersten milden Sonnentage das Ende des Winters ankündigen, flattern gelbe Schmetterlinge durch die Landschaft. Zitronenfalter gehören zu den frühesten Tagfaltern Mitteleuropas. Möglich ist das dank ihrer besonderen Überwinterungsstrategie.

🌐 Räumlicher Bezug: deutschlandweit

📅 Idealer Veröffentlichungstermin: jederzeit

📰 Geeignet für: Print und Online

📦Komplettes Themenpaket

3 Titel- und Teaser-Varianten | Text (Kurz- und Langfassung) | Textkasten „Fakten“|
9 Fotos (300 dpi) | Bildunterschriften | Steckbrief (kurz & kompakt) | Mitmachen & Service

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Das Themenpaket im Detail

Pressefotos

Zum Herunterladen einzelner Motive bitte auf die entsprechenden Vorschaubilder klicken.

Motiv 1
Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni), (c) Werner Bartsch/naturgucker.de

Bildunterschrift: Überwinternder Zitronenfalter im Schnee
Fotograf*in: Werner Bartsch/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 03.12.2017
Aufnahmeort: Hessen
Bildgröße: 4000 × 2539 px

Motiv 2
Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni), (c) Karin Meier/naturgucker.de

Bildunterschrift: Zitronenfalter im Winter
Fotograf*in: Karin Meier/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 04.01.2026
Aufnahmeort: Treis-Karden
Bildgröße: 3200 × 2413 px

Motiv 3
Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni), (c) Silvia Volkmar/naturgucker.de

Bildunterschrift: Zitronenfalter an einem Krokus
Fotograf*in: Silvia Volkmar/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 02.03.2024
Aufnahmeort: Meinhard
Bildgröße: 2250 × 3000 px

Motiv 4
Weiblicher Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni), (c) Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de

Bildunterschrift: Blass gefärbt und eher grünlich-weißlich: ein Zitronenfalter-Weibchen
Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 30.04.2017
Aufnahmeort: Oberhausen
Bildgröße: 3429 × 2329 px

Motiv 5
Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni), (c) Karin Meier/naturgucker.de

Bildunterschrift: Im Balzflug erwischt: ein Zitronenfalter-Paar
Fotograf*in: Karin Meier/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 10.04.2024
Aufnahmeort: Treis-Karden
Bildgröße: 2500 × 1548 px

Motiv 6
Raupe des Zitronenfalters (Gonepteryx rhamni), (c) Wolfgang Piepers/naturgucker.de

Bildunterschrift: Raupe des Zitronenfalters auf einem Blatt des Faulbaums
Fotograf*in: Wolfgang Piepers/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 12.05.2018
Aufnahmeort: Retzstadt
Bildgröße: 3888 × 2572 px

Motiv 7
Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni), (c) Ulrich Sach/naturgucker.de

Bildunterschrift: Zitronenfalter trinkt Nektar
Fotograf*in: Ulrich Sach/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 08.03.2025
Aufnahmeort: Wurmberg/Baden-Württemberg
Bildgröße: 3823 × 2549 px

Motiv 8
Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni), (c) Irene Freese/naturgucker.de

Bildunterschrift: Mindestens zehn Monate ist dieser Zitronenfalter schon alt
Fotograf*in: Irene Freese/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 10.06.2017
Aufnahmeort: Göhrde
Bildgröße: 2500 × 1975 px

Motiv 9
Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni), (c) Lothar Fassnacht/naturgucker.de

Bildunterschrift: Trotz seiner ausgefransten Flügel noch flugfähig: ein mindestens zehn Monate alter Zitronenfalter
Fotograf*in: Lothar Fassnacht/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 14.06.2023
Aufnahmeort: Gudensberg
Bildgröße: 3072 x 3072 px

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3 Titel- und Teaser-Varianten

Überlebenskünstler mit eigenem Frostschutz: der Zitronenfalter

Sobald die ersten milden Sonnentage das Ende des Winters ankündigen, flattern gelbe Schmetterlinge durch die Landschaft. Zitronenfalter gehören zu den frühesten Tagfaltern Mitteleuropas. Möglich ist das dank ihrer besonderen Überwinterungsstrategie.

Frühlingsbote mit eingebautem Frostschutz

Zitronenfalter gehören zu den wenigen Tagfaltern, die in Deutschland als ausgewachsene Tiere überwintern – mit selbst hergestelltem Frostschutzmittel im Körper. Bei mildem Wetter können sie deshalb erstaunlich früh im Jahr aktiv werden.

Filigran und trotzdem winterhart: der Zitronenfalter

Zitronenfalter können bereits im Februar unterwegs sein. Der Grund: Sie überstehen den Winter nicht als Ei, Raupe oder Puppe, sondern als erwachsenes Tier. Ein vom eigenen Körper produziertes Frostschutzmittel hilft ihnen durch die kalte Jahreszeit.

Kurztext (173 Wörter/1.374 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Sobald an ersten sonnigen Februartagen die Temperaturen milder werden, zeigt sich vielerorts ein leuchtend gelber Schmetterling. Der Zitronenfalter gehört zu den frühesten Tagfaltern in Mitteleuropa. Verantwortlich für diesen enormen Zeitvorsprung ist eine biologische Besonderheit: Im Gegensatz zu den meisten anderen Schmetterlingen, die als Ei, Raupe oder Puppe die kalten Monate überdauern, überwintert diese Art als erwachsenes Insekt.

Selbst Minusgrade überstehen Zitronenfalterzwischen Gräsern, an Brombeerranken oder unter Efeublättern. Eine Mischung aus Körpersäften, Glycerin und Blutzuckern dient als natürliches Frostschutzmittel.

Anzutreffen sind diese Tagfalter von den Niederungen bis in höhere Gebirgslagen von über 2.000 Metern. Für die Fortpflanzung benötigen sie bestimmte Pflanzen. Die Eiablage erfolgt fast ausschließlich an Faulbaum und Kreuzdorn, die den Raupen als Nahrung dienen.

Spaziergänge im Vorfrühling bieten ideale Bedingungen, um diese Schmetterlinge zu entdecken. Wer eigene Sichtungen dokumentieren möchte, kann sie unter naturgucker.de/fruehe-falter eintragen. Die gesammelten Daten helfen dabei, das zeitliche Auftreten der filigranen Insekten zu dokumentieren und so Details zu ihren Flugzeiten sichtbar zu machen. Fundiertes Hintergrundwissen zu Schmetterlingen vermitteln zudem die kostenlosen Online-Kurse der NABU|naturgucker-Akademie.

Langtext (480 Wörter/3.485 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Erste Sonnenstrahlen erwärmen im Spätwinter die Luft und plötzlich ist in der noch kargen Landschaft ein leuchtend gelber Schmetterling unterwegs. Der Zitronenfalter gehört zu den frühesten Tagfaltern des Jahres. Doch wie kann es sein, dass er schon fliegt, während viele andere Insekten noch auf wärmere Zeiten warten?

Sein Geheimnis liegt in seiner außergewöhnlichen Überwinterungsstrategie. Von den rund 180 in Deutschland vorkommenden Tagfalterarten verbringt nur ein winziger Bruchteil die kalte Jahreszeit als ausgewachsenes Tier. Neben dem Tagpfauenauge, dem Kleinen Fuchs und dem C-Falter zählt auch der Zitronenfalter dazu. Fast alle anderen Tagfalterarten überdauern den Winter dagegen als Ei, Raupe oder Puppe.

Besonders erstaunlich ist, wie wenig Schutz der Zitronenfalter im Winter benötigt. Während sich die meisten anderen Falter zum Überwintern in Höhlen, hohle Baumstämme, Geräteschuppen oder auf Dachböden zurückziehen, bleibt er draußen in der Vegetation. Zum Überwintern klammert er sich beispielsweise an Grashalme oder sucht Schutz zwischen Bodendeckern wie Efeu. Unter Blättern, etwa von Brombeeren, kann er ebenfalls die kalten Monate verbringen.

Seine beeindruckende Kältetoleranz verdankt der Falter einem ausgeklügelten Zusammenspiel besonderer Anpassungen. Im Herbst reichert sein Körper bestimmte Stoffe, darunter Glycerin und Zucker, an, die als natürlicher Frostschutz wirken. Dadurch können die Tiere selbst Minusgrade überstehen, ohne dass Eiskristalle ihr Gewebe zerstören.

Sobald der Winter vorüber ist, beginnt die Fortpflanzungszeit. Dann begeben sich die intensiv gelb gefärbten Männchen auf die Suche nach den etwas blasseren, grünlich-weißen Weibchen. Nach der Paarung werden die geeigneten Pflanzen für die nächste Generation wichtig. Die Weibchen legen ihre Eier vor allem an Faulbaum und Kreuzdorn ab. Von deren Blättern ernähren sich später die unauffälligen, grünen Raupen. Fehlen diese Gehölze, kann sich der Zitronenfalter an einem Standort nicht fortpflanzen.

Für die erwachsenen Falter sieht der Speiseplan hingegen ganz anders aus. Sie saugen Nektar aus Blüten. Damit ändern sich im Laufe des Lebens die Ansprüche an den Lebensraum. Während die Raupen bestimmte Gehölze benötigen, sind für die Schmetterlinge blütenreiche Bereiche wichtig.

Entsprechend vielfältig sind die Lebensräume, in denen der Zitronenfalter vorkommt. Zu finden ist die Art unter anderem an Waldrändern und Lichtungen, in lichten Wäldern, Gebüschen und Hecken. Parks, Gärten und andere Landschaften mit einem Wechsel aus Gehölzen und offenen Abschnitten bieten ebenfalls geeignete Strukturen. Selbst im Gebirge kommt der Zitronenfalter vor und steigt dort bis in Höhen von etwa 2.000 Metern auf.

Sobald die ersten Vertreter ihrer Art im Spätwinter zu fliegen beginnen, bietet sich Naturinteressierten eine gute Gelegenheit, die jahreszeitlichen Veränderungen genauer zu verfolgen. Unter naturgucker.de/fruehe-falter sammelt Naturgucker Beobachtungen von früh im Jahr aktiven Tagfaltern. Die Daten helfen dabei, das zeitliche Auftreten der Arten zu dokumentieren und so Details zu ihren Flugzeiten sichtbar zu machen.

Wer nach einer solchen Beobachtung noch tiefer in die Welt der Schmetterlinge einsteigen möchte, findet bei der NABU|naturgucker-Akademie kostenlose Online-Kurse. Dort geht es um Artenkenntnis, Lebensweisen und ökologische Zusammenhänge – vom grundlegenden Einstieg in die Welt der Schmetterlinge bis zu vertiefendem Wissen über Tagfalter und Widderchen.

Textkasten „7 Fakten“ (185 Wörter/1.438 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Sieben Fakten über den Zitronenfalter

  • Zart und winterhart: Der Zitronenfalter gehört zu den wenigen Tagfalterarten in Deutschland, die die kalte Jahreszeit als erwachsene Individuen überdauern.
  • Eingebauter Frostschutz: Sein Körper enthält natürliche Kälteschutzstoffe, die verhindern, dass seine Körperflüssigkeit bei Frost einfach gefriert.
  • Alter Falter!: Zitronenfalter sind ungewöhnlich langlebig. Durch die Winterruhe und eine sommerliche Ruhephase kann ihre Lebensdauer als erwachsenes Insekt elf bis zwölf Monate betragen.
  • Nicht alle zitronengelb: Die Färbung ist beim Zitronenfalter geschlechtsabhängig. Während die Männchen ein intensives Gelb zeigen, sind die Weibchen deutlich blasser und wirken oft eher weißlich-grün.
  • Gelb und trotzdem ein Weißling: Innerhalb der Ordnung der Schmetterlinge gehört der Zitronenfalter zur Familie der Weißlinge, wissenschaftlich Pieridae genannt. Damit ist er aber nicht allein, denn es gibt weitere gelbe Weißlinge. Sie bilden zusammen die Unterfamilie der Gelblinge.
  • Bei der Raupennahrung wählerisch: Für die Raupen kommen vor allem Faulbaum und Kreuzdorn als Nahrung infrage. Ohne diese Gehölze fehlt dem Zitronenfalter eine wichtige Voraussetzung für seine nächste Generation.
  • Hauptsache energiereich und süß: Mit der Spezialisierung auf bestimmte Nahrungspflanzen ist es beim Zitronenfalter vorbei, sobald er das Raupenstadium hinter sich gelassen hat. Erwachsene Individuen trinken Nektar von vielen unterschiedlichen Pflanzenarten.
Kurz & kompakt: der Zitronenfalter

Wissenschaftlicher Name: Gonepteryx rhamni

Familie: Weißlinge (Pieridae)

Spannweite: 50–55 mm (selten bis 65 mm)

Flugzeit: fast ganzjährig, mit Aktivitätsphasen im Frühjahr, Sommer und Herbst

Überwinterung: als erwachsener Falter

Raupennahrung: Faulbaum und Kreuzdorn; ggf. auch Liguster oder Gewöhnliche Traubenkirsche (Fachleute sind sich diesbezüglich nicht einig)

Nahrung der Falter: Blütennektar

Lebensräume: unter anderem Waldränder, Lichtungen, Gebüsche, Hecken, lichte Wälder, Parks und Gärten

Besonderheit: einer der langlebigsten Tagfalter Mitteleuropas

Mitmachen & Service
Wichtiger technischer Hinweis

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Artporträt des Zitronenfalters im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=-1287232989&?desktop=1

Eigene Schmetterlingsbeobachtungen melden:
https://naturgucker.de/fruehe-falter/

Kostenlose E-Learning-Kurse der NABU|naturgucker-Akademie:
Schmetterlinge Grundwissen: https://NABU-naturgucker-Akademie.de/Schmetterlinge-Grundwissen/
Schmetterlinge kompakt: https://NABU-naturgucker-Akademie.de/Schmetterlinge-Kompakt/

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Gaby Schulemann-Maier
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