Bereits vor dem offiziellen Frühlingsanfang ist die Natur alles andere als stumm: Ab dem Spätwinter sind die ersten Vogelstimmen zu hören und bald gesellen sich die heimkehrenden Zugvögel dazu. Spätestens im Mai geben sie gemeinsam ein eindrucksvolles Frühlingskonzert, bei dem jede Art ihre eigenen Zeiten hat.
🌐 Räumlicher Bezug: deutschlandweit
📅 Idealer Veröffentlichungstermin: Januar bis April
📰 Geeignet für: Print und Online
📦Komplettes Themenpaket
3 Titel- und Teaser-Varianten | Text (Kurz- und Langfassung) | 8 Fotos (300 dpi) |
Bildunterschriften | 8 Texte für Online-Bilderstrecke | Faktensammlung über Vogelgesang | Mitmachen & Service
Das Themenpaket im Detail
Pressefotos
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Motiv 1

Bildunterschrift: Singt schon im Winter: das Rotkehlchen
Fotograf*in: Frank Marquardt/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 25.02.2024
Aufnahmeort: Dinslaken
Bildgröße: 3072 × 2304 px
Motiv 4

Bildunterschrift: Singt im Frühling schon deutlich vor Sonnenaufgang: der Hausrotschwanz
Fotograf*in: Ulrich Sach/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 14.04.2023
Aufnahmeort: Wurmberg/Baden-Württemberg
Bildgröße: 2802 × 1868 px
Motiv 7

Bildunterschrift: Kann ihren Gesang anpassen, um trotz Stadtlärm zu hören zu sein: die Amsel
Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 26.02.2026
Aufnahmeort: Essen/Nordrhein-Westfalen
Bildgröße: 3000 × 2020 px
Motiv 8

Bildunterschrift: Singt bei viel künstlichem Licht morgens merklich früher: die Kohlmeise
Fotograf*in: Armin Teichmann/naturgucker.de
Aufnahmedatum: 22.01.2016
Aufnahmeort: Alsdorf
Bildgröße: 2834 × 1890 px
Lizenz sämtlicher Fotos: → CC BY-SA 4.0 (Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International)
3 Titel- und Teaser-Varianten
Konzert unter freiem Himmel: Vogelgesang im Frühjahr
Bereits vor dem offiziellen Frühlingsanfang ist die Natur alles andere als stumm: Ab dem Spätwinter sind die ersten Vogelstimmen zu hören und bald gesellen sich die heimkehrenden Zugvögel dazu. Spätestens im Mai geben sie gemeinsam ein eindrucksvolles Frühlingskonzert, bei dem jede Art ihre eigenen Zeiten hat.
Vogelgesänge: Vom Solo zum großen Chor
Amsel, Rotkehlchen, Singdrossel und Co. starten ihren Morgengesang nicht gleichzeitig. Manche Vögel sind erstaunlich früh dran – und in der Stadt kann sogar künstliches Licht ihre natürliche Vogeluhr beeinflussen.
Das große Singen: Der Vogelchor im Frühling
Der winzige Zaunkönig gehört zu den lautesten gefiederten Sängern. Doch er ist nur eine Stimme im großen Frühlingskonzert, in das vom Spätwinter bis ins späte Frühjahr immer weitere Vögel mit einstimmen.
Kurztext (204 Wörter/1.568 Zeichen inkl. Leerzeichen)
Noch bevor der Frühling richtig in Fahrt kommt, sind vielerorts bereits die ersten Vogelstimmen zu hören. Zu den frühen Sängern, deren Strophen oft schon im Spätwinter erklingen, gehören Rotkehlchen und Amseln.
Mit zunehmender Tageslichtdauer wird die Landschaft grüner und zahlreiche Zugvögel kehren aus ihren Winterquartieren zurück. In ihren Brutrevieren angekommen, beginnen sie bald zu singen. Der Zilpzalp ist einer dieser Frühlingsboten, der bei Naturgucker oft bereits Ende Februar singend gemeldet wird. Auch die Singdrossel flötet ab Februar ihre unverwechselbaren Lieder, die von vielen Wiederholungen gekennzeichnet sind.
Spätestens ab April ist das morgendliche Vogelkonzert schon recht vielstimmig – zumindest dort, wo entsprechend viele Arten vorkommen. Wann die einzelnen gefiederten Sänger in den Chor einstimmen, ist arttypisch: Manche, wie der Hausrotschwanz, beginnen fast anderthalb Stunden vor Sonnenaufgang, andere dagegen erst kurz bevor die Sonne über den Horizont steigt.
In Städten verläuft dieses Naturkonzert oft anders. Entlang vielbefahrener Straßen müssen die Vögel gegen den Verkehrslärm ansingen. So nutzen Amseln in solchen Gebieten beispielsweise häufiger höhere Frequenzbereiche. künstliche Beleuchtung verändert den Rhythmus ebenfalls: Mehrere Arten, darunter die Kohlmeise, stimmen ihren Morgengesang an beleuchteten Plätzen früher an als in dunklen Lebensräumen.
Wer die Stimmen häufiger Vogelarten unterscheiden lernen möchte, findet dafür Unterstützung im kostenlosen Online-Kurs „Vögel Grundwissen“ der NABU|naturgucker-Akademie.
Langtext (551 Wörter/4.009 Zeichen inkl. Leerzeichen)
Selbst wenn im Spätwinter noch kalte Luft über die Landschaft zieht, sind die ersten Vogelstimmen bereits zu hören. Während viele Bäume noch kahle Zweige tragen, erklingen an milden Tagen die Lieder von Rotkehlchen und Amseln. Mit jeder weiteren Woche kommen neue Stimmen hinzu, wodurch der morgendliche Vogelchor im Frühjahr zunehmend eindrucksvoller wird.
Eine wichtige Rolle spielt dabei das zunehmende Tageslicht. Vögel orientieren sich unter anderem an der Dauer der täglichen Helligkeit. Sie ist ein wichtiges Signal für den jahreszeitlichen Rhythmus und zeigt an, dass die Fortpflanzungszeit näherrückt. Gleichzeitig kehren immer mehr Zugvögel aus ihren Winterquartieren zurück. Zu den frühen Frühlingsboten zählt der Zilpzalp. Bei Naturgucker werden meist bereits Ende Februar erste singende Individuen gemeldet. Zur selben Zeit lässt sich vielerorts auch die Singdrossel mit ihren von Wiederholungen geprägten Strophen vernehmen. Im März und April wächst der Vogelchor dann stetig weiter. Spätestens im Mai ist er vielerorts besonders vielstimmig.
Mit dem ersten Licht des Tages beginnen jedoch nicht alle Vögel gleichzeitig zu singen. Jede Art hat ihren individuellen Zeitpunkt für den Gesangsstart. Zu den frühen Sängern gehört der Hausrotschwanz, dessen Lied bereits rund eineinhalb Stunden vor Sonnenaufgang einsetzen kann. Meisen und Buchfinken schmettern ihre Strophen dagegen üblicherweise erst ab kurz vor Sonnenaufgang.
Der morgendliche Gesang der Vögel erfüllt wichtige Aufgaben. Er hilft den Vögeln einerseits, ihre Reviere gegenüber Artgenossen zu behaupten, und andererseits, Partner auf sich aufmerksam zu machen. Meist übernehmen die Männchen das Singen, doch es gibt Ausnahmen. So sind beispielsweise Rotkehlchen beider Geschlechter im Herbst und Winter singend zu hören, und bei der Heckenbraunelle lassen sich von Mitte Januar bis Mitte Mai ebenfalls regelmäßig trällernde Weibchen beobachten. Melodie und Klangfarbe fallen bei ihnen genauso aus wie bei den Männchen, doch die Strophenlänge und die Gesangsdauer der Heckenbraunellen-Damen sind deutlich kürzer. Ähnlich ist es bei den Rotkehlchen. Zudem singen deren Weibchen etwas leiser als die Männchen.
Übrigens gehören zum Frühlingskonzert nicht nur die Stimmen der typischen Singvögel. Zwar zählen Ringeltauben nicht zu dieser Vogelgruppe, doch ihr Gurren erfüllt eine ähnliche Funktion. Es wird unter anderem zur Revierabgrenzung vorgetragen. Spechte wiederum verschaffen sich auf ganz andere Weise Gehör. Mit ihrem Trommeln auf Ästen und Stämmen senden sie akustische Signale an Artgenossen. Manchmal rufen sie dabei auch.
In der Stadt singt der Vogelchor unter anderen Bedingungen als auf dem Land. Verkehrslärm kann die Stimmen der Vögel überlagern. Untersuchungen haben gezeigt, dass Amseln und Kohlmeisen in lärmbelasteten Lebensräumen häufiger auf höhere Bereiche ihres Gesangs setzen. Amseln tragen dort zudem bestimmte, höher klingende Gesangselemente lauter vor. So können ihre Botschaften trotz des Umgebungslärms besser von ihren Artgenossen wahrgenommen werden.
Nicht nur Lärm verändert die akustische Welt der Vögel. Künstliches Licht kann ihren natürlichen Rhythmus ebenfalls beeinflussen. So konnten Forschende beispielsweise zeigen, dass Kohlmeisen an künstlich beleuchteten Standorten abhängig von der Lichtintensität etwa 10 bis 30 Minuten früher mit ihrem Morgengesang beginnen als Artgenossen an unbeleuchteten Orten.
Eine besonders beeindruckende Stimme gehört ausgerechnet einem winzigen Vogel: dem Zaunkönig. Der nur etwa zehn Zentimeter große Vogel kann seinen Gesang mit bis zu 90 Dezibel vortragen. Damit gehört er zu den lautesten Sängern unter den Vögeln in unserer Nachbarschaft. Gemessen an seiner Körpergröße ist seine Stimme erstaunlich kräftig – sie spielt lautstärketechnisch in derselben Liga wie Rasenmäher.
Wer die Vogelgesänge genauer kennenlernen und einzelne Arten sicher unterscheiden möchte, findet im kostenlosen Online-Kurs „Vögel Grundwissen“ der NABU|Naturgucker-Akademie eine Einführung.
Textkasten „Fakten rund um den Vogelgesang“
- Zweistimmig aus einem Schnabel: Das Stimmorgan der Vögel, die Syrinx, liegt tief im Brustkorb an der Aufspaltung der Luftröhre. Manche Vögel, darunter Drosseln, können den Luftstrom gezielt aufteilen und steuern. So sind sie in der Lage, eine zweistimmige Melodie zu singen.
- Atmung in Höchstgeschwindigkeit: Um lange Trillerketten singen zu können, ohne außer Atem zu geraten, nutzen Vögel die sogenannte „Mini-Atmung“. Dabei atmen sie bis zu 30 Mal pro Sekunde winzige Luftmengen zwischen den einzelnen Tönen ein, ohne die Gesangsstrophe unterbrechen zu müssen.
- Melodische Träume: Schlafforschende haben herausgefunden, dass Singvögel offenbar nachts von ihren Liedern träumen. Während des Schlafes sind genau dieselben Gehirnareale aktiv wie beim Singen am Tag.
- Gesang als Fitness-Indikator: Weibchen mancher Vogelarten können am Gesang der Männchen erkennen, wie gesund sie sind. Denn nur ein rundum fitter und parasitenfreier Vogel verfügt über die Ausdauer und das Lungenvolumen, um komplexe und lange Strophen zu vorzutragen.
- Dialekte wie bei den Menschen: Vögel derselben Art singen je nach Region unterschiedlich. So unterscheidet sich eine Kohlmeise aus Bayern merklich in Tonhöhe und Rhythmus von einer Kohlmeise aus Ostfriesland.
- Kleiner Soundkönig: Der Zaunkönig schmettert seine Strophen mit bis zu etwa 90 Dezibel. Damit kann er problemlos gegen Rasenmäher ansingen.
- Singende Vogelweibchen: Bei vielen Vogelarten übernehmen vor allem die Männchen den Gesang. Doch es gibt Ausnahmen. Beispielsweise tragen weibliche Rotkehlchen und Heckenbraunellen zu bestimmten Zeiten ebenfalls ihre Lieder vor.
- Gesang auch von Nicht-Singvögeln: Ringeltauben gehören zwar nicht zur Gruppe der Singvögel. Ihr typisches Gurren wird aber trotzdem als Balz- und Reviergesang bezeichnet.
- Arttypischer Gesangsstart am Morgen: Im Frühling beginnen die Vögel ihren Morgengesang nicht gleichzeitig. Während die einen noch ein Stündchen schlafen, zwitschern die anderen schon munter herum.
- Stadtlärm beeinflusst Vogellieder: Verkehrslärm kann Vogelgesang überlagern. Bei Stadtamseln und Kohlmeisen wurden Veränderungen des Gesangs beobachtet, unter anderem eine stärkere Nutzung höherer Frequenzen.
- Künstliches Licht fördert den Frühstart: Der Sonnenaufgang ist nicht der einzige Taktgeber für Stadtvögel. Bei mehreren europäischen Singvogelarten, darunter Kohlmeisen, wurde an beleuchteten Standorten ein früherer Beginn des Morgengesangs beobachtet.
8 Texte für Online-Bilderstrecke
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Kaltstarter mit perlendem Gesang
Selbst eisige Temperaturen halten sie nicht auf. Während die Natur noch im Wintermodus steckt, stimmen Rotkehlchen bereits ihre Lieder an. Das Besondere daran: Im Herbst und Winter trällern bei ihnen sowohl die Männchen als auch die Weibchen.
Fotograf*in: Frank Marquardt/naturgucker.de
Erste Frühlingsboten im Spätwinter
Schluss mit der winterlichen Stille! Wenn die Singdrossel ihre weithin hörbaren Strophen anstimmt, rückt der Frühling näher. Oft schallen ihre sich wiederholenden Motive bereits im Spätwinter durch die Landschaft.
Fotograf*in: Dirk Bend/naturgucker.de
Der seinen Namen singt. Wieder und wieder.
„Zilp-zalp, zilp-zalp“ – mit seinem markanten Gesang in schier endloser Dauerschleife läutet der Zilpzalp das Frühjahr ein. Als einer der ersten Rückkehrer aus dem Süden lässt er seine Stimme häufig bereits ab Februar ertönen, wie zahlreiche Beobachtungen auf naturgucker.de belegen.
Fotograf*in: Franz Rothenhäusler/naturgucker.de
Vielstimmiger Chor mit klaren Regeln
Im Frühling singen keineswegs alle Vögel morgens gleichzeitig los – die Arten fügen sich vielmehr nacheinander in den Chor ein. Zu den absoluten Frühaufstehern gehört der Hausrotschwanz, der seine knirschenden Melodien oft schon gut 70 Minuten vor dem ersten Sonnenstrahl anstimmt.
Fotograf*in: Ulrich Sach/naturgucker.de
Singen? Können die Weibchen auch!
Bei der Heckenbraunelle sind von Mitte Januar bis Mitte Mai neben den Männchen auch die Weibchen regelmäßig mit ihren arttypischen Strophen zu hören. Und sie sind damit längst nicht die einzigen singenden Vogelweibchen.
Fotograf*in: Dirk Bend/naturgucker.de
Nenn mich Soundkönig!
Winziger Körper, gigantische Stimme: Der Zaunkönig bringt es beim Singen auf erstaunliche 90 Dezibel und macht damit selbst Rasenmähern Konkurrenz. Im Frühling kommt es deshalb in heimischen Gärten gar nicht so selten zum akustischen Duell.
Fotograf*in: Ulrich Köller/naturgucker.de
Gegen Verkehrslärm ansingen
Damit ihre Melodien im Dröhnen des Straßenverkehrs nicht untergehen, greifen manche Stadtvögel zu einem Trick: Amseln beispielsweise verändern die Frequenz ihres Gesangs und singen höher als ihre Artgenossen, die abseits von Straßen leben.
Fotograf*in: Gaby Schulemann-Maier/naturgucker.de
Zu früh aus den Federn
Das Licht der Stadt bringt den natürlichen Rhythmus durcheinander: Kohlmeisen in der Stadt stimmen ihren morgendlichen Gesang an beleuchteten Plätzen etwa 10 bis 30 Minuten früher an als ihre Artgenossen in dunklen Lebensräumen.
Fotograf*in: Armin Teichmann/naturgucker.de
Mitmachen & Service
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Artporträt der Amsel im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=1111601228&?desktop=1
Artporträt des Hausrotschwanzes im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
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Artporträt der Heckenbraunelle im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=1125740617&?desktop=1
Artporträt der Kohlmeise im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=-219564940&?desktop=1
Artporträt des Rotkehlchens im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=2108177940&?desktop=1
Artporträt der Singdrossel im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=1248909873&?desktop=1
Artporträt des Zaunkönigs im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
https://naturgucker.de/?art=-205443828&?desktop=1
Artporträt des Zilpzalps im Meldeportal für Naturbeobachtungen:
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Vögel Grundwissen: https://nabu-naturgucker-akademie.de/Voegel-Grundwissen/
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